Pacific Rim Kritik

„Um Monster zu bekämpfen, erschufen wir
selbst Monster“
 
 Hier ist sie nun, die Kritik zu
„Pacific Rim“.
 
Zum Einstieg erstmals eine kleine Inhaltsangabe:
 
In der Zukunft befindet sich die Menschheit in
einem Krieg gegen Aliens.
Jedoch kommen diese nicht aus dem Weltall,
sondern aus einer Dimensionsriss Spalte in den Tiefen des pazifischen Ozeans.
Um die so genannten Kaiju (bedeutet riesiges
Monster) aufzuhalten, entwickeln die Wissenschaftler riesige Maschinen genannt
Jaeger.
Zwei Piloten müssen so einen gigantischen Roboter
steuern, indem sie ihre Gehirne miteinander und mit der Maschine verknüpfen.
Der Pilot Raleigh Becket (Charlie Hunnam) erzielt bei der Bekämpfung der Kaiju
besonders gute Erfolge und zunächst scheint es, als würde die
Verteidigungsstrategie aufgehen.
Doch dies ist leider ein Irrtum, denn auch die
Kaijus entwickelten sich weiter und gewannen erneut die Oberhand.
Daraufhin will die Regierung, dass erfolgreiche
Jaeger Programm einstampfen und ihre Hoffnungen lieber auf den Schutzwall
setzen.
Einzig Marshall Stacker Pentecost und sein Team
glauben noch an das Jaeger Programm.
Um erneut den Kampf gegen die Monster
aufzunehmen, holt er den Piloten Becket zurück, der nach einem folgenschweren
Kampfeinsatz die Einheit verlassen hat.
Zusammen mit der unerfahrenen Rekrutin und
gleichzeitig Stackers Adoptivtochter Mako Mori (Rinko Kikuchi) soll er seinen
verbesserten Jaeger Gipsy Danger in einen alles entscheideten Kampf führen, um
die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren.
 
Endlich,  nach 5 Jahre des Wartens, kommt
nun Del Toros nächster Film in die Lichtspielhäuser.
Die Trailer machten Hoffnung auf einen
großartigen Scifi Blockbuster der Extraklasse.
Die ersten Stimmen waren allesamt positiv und
steigerten die Vorfreude ins Unermessliche.
Doch wurde der Film diesem auch wirklich gerecht
und konnte er den Zuschauer überzeugen?
Was diese Punkte angeht, hat der Film definitiv
sein Ziel erreicht.
Nichtsdestotrotz gab es auch bei diesem Film
positive und negative Sachen.
Positiv hervorzuheben war, das es sehr viele Anleihen
zur Anime Serie Neon Genesis Evangelion gab, zum Beispiel der Neural Handshake
(bedeutet Verstand und Erinnerungen zweier Piloten werden eins und jeder
steuert eine Hälfte des Jaegers), oder der Driftspace (mentale Verbindung
zwischen den Piloten mit dem Jaeger).
Vor allem wie die Charaktere Raleigh, Mako und
Staker eingeführt wurden, z.B. ihre Vergangenheit und ihre Motive, (Warum
Staker , Mako die ganze Zeit beschützte und vermeiden wollte das sie ein Pilot
wird oder warum Raleigh sich schwer von Staker überzeugen lies, wieder einen
Jaeger zu steuern, warum Staker aus der Nase blutete und Tabletten nahm und
warum Mako unbedingt gegen die Kaiju kämpfen wollte).
Besonders als Raleigh nach so vielen Jahren das
Jaeger Hauptquartier „Shatterdome“ betrat, war so ein verdammt
epischer Moment, den man bisher nur beim ersten Teil der Star Trek
Neuverfilmung erlebt hatte, als Kirk auf seinem Motorrad sitzend zum ersten Mal
die Gebäude der Sternenflotte sah.
Zudem waren die Fights der Jaeger gegen die
Kaiju, die Special Effekts und die 3D Effekte bombastisch und für mich die
besten seit Life of Pi.
Diesmal konnte mich sogar die Optik des Films,
(die Szenen bei Regen in der Nacht eingehüllt im Neonlicht) in ihren Bann
ziehen und Del Toro konnte wieder sein starkes Talent beweisen (was mir in all
seinen Filmen gefiel) und zwar das Design der Jaeger und der Kaiju, das noch
dazu ein weiteres Highlight des Films war.
Wieso manche sie mit Godzilla vergleichen, wird
mir wohl ewig unbegreiflich sein.
Die sahen eher aus wie urzeitliche, zu groß
geraten Meerestiere, z.B. hatte einer Ähnlichkeit mit einem Hammerhai, der
andere mit einem Krebs, usw.
Als i-Tüpfelchen beim ganzen stach der 
großartige Soundtrack vom „Game of Thrones Komponisten Ramin Djawadi
heraus.
Auch haben die Heroischen Reden (z.B. die von
Idris Elba. Im englischen einfach packend) gut reingepasst.
Jedoch fielen sehr negativ die beiden sich
streitenden Wissenschaftler Newton und Herman auf, die dem Zuschauer nach ihrer
Einführung in die Handlung, schon von Beginn an auf die Nerven gingen, wegen
ihrer ständigen Versuche die witzigen Sidekicks zu mimen, diesem aber nicht im
Geringsten gewachsen waren und  erst gegen Ende anfingen ertragbar zu
werden.
Da hätte man einfach mehr von Charlie Day und
Burn Gorman (brillant als Dr. Owen Harper in der Scifi Serie Torchwood)
erwartet.
Ein Grund dafür ist wahrscheinlich das
Drehbuch.
Oder die Wackeloptik der Kamera am Anfang des
Filmes und das es anfangs sehr hektisch zuging.
Mann hatte das Gefühl, dass Del Toro diesen Teil
des Filmes schnell hinter sich bringen wollte.
Aber vor allem war sehr traurig, wie das
Potenzial des Charakters Hannibal Chau verschwendet wurde.
Auch waren die Martial Arts Szenen viel zu kurz.
Und natürlich das tonnenschwere Roboter nur von 8
Hubschraubern an Leinen getragen wurden.
Oder das die Kaiju wirklich so hoch fliegen
können, das sie fast im Weltall landen oder das die Jaeger nach einem Sturz aus
dieser Höhe unbeschadet in einem Fußballstadion landen.
Wie sie das mit Problem mit dem Dimensionsloch
gelöst haben, ist auch einer der vielen negativen Punkte.
Denn das ist beim besten Willen nicht möglich.
Ich habe ja keine tiefgründige Story erwartet,
aber ich hätte mir gewünscht dass man den Film etwas logischer und
intelligenter macht.
Auch war die Vielfalt der Jaeger nicht so
vorhanden, wie es angekündigt war, z.B. Coyote Tango hab ich eigentlich nur am
Anfang kurz gesehen.
 
Fazit:
Neon Genesis Evangelion vs. Tiefseemonster mit
Testosteron.
Das ist Pacific Rim.
Guillermo Del Toro hat geschafft, coole Monster
vs. Robot Fights  mit bombastischen Special Effekts, fantastischer Optik,
tolle Charaktere (bis auf wenige Ausnahmen) und großartige Musik in einem Film
zu vereinen.
Dennoch gab es auch negative Sachen wie z.B. die
dämlichen, unlustigen Wissenschaftler, die Wackeloptik der Kamera am Anfang und
natürlich die unlogischen Details (siehe die 8 Hubschrauber die einen
tonnenschweren Jaeger tragen konnten oder die bis ins All fliegenden Kaiju) 
Aber vor allem wie sie das Problem mit dem
Dimensionsloch gelöst haben.
Für Sci-Fi und Actionfans, die keine tiefgründige
Story brauchen und auch die Logik außer Acht lassen, ist dieser Film nur zu
empfehlen.
Den anderen empfehle ich, das  Gehirn
ausschalten und einfach genießen.
Über Marcel 583 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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