Kritik: „Ich – Einfach unverbesserlich“

Handlung:

Gru will der größte Bösewicht der Welt
sein. Das ist aber leichter gesagt als getan. Wer Erfolg haben will, der
muss auch etwas dafür tun. Eines Tages kommt er auf die Idee, den Mond
zu schrumpfen und dann zu klauen. Alles läuft gut bis er auf „Vektor“
trifft, einen nervigen, aber erfolgreicheren Schurkenkonkurrenten.
Dieser hat allerdings eine Schwachstelle. Er liebt Kekse. Gru fällt auch
sofort ein Plan ein, wie er die Schrumpfstrahlenkanone mit Hilfe dreier
Waisenkinder, die Kekse verkaufen, klauen kann. So adoptiert er die
Waisenkinder, um seinen finsteren Plan in die Tat umzusetzen.

Kritik:

„Ich-einfach unverbesserlich“ ist ein gelungener Film, der aber trotzdem
nicht den Gipfel der Animationsfilme darstellt. Zu Beginn erfährt man so
einiges über Gru und was er so für schlimme Dinge im Alltag anstellt,
nur um sich „gut“ zu fühlen in seiner Rolle als Superschurke. Er
drängelt sich in der Schlange vor, indem er die Leute „gefrierstrahlt“,
er parkt auf eine unfreiwillig komische, aber sehr lustige Art ein, ohne
Rücksicht auf Verluste und will unbedingt seinen schärfsten
Konkurrenten Vektor ausstechen.

Schon allein Grus ganzes Leben
lädt einen zum Lachen und Schmunzeln ein. Nicht nur, dass er sich seinen
Mitmenschen gegenüber unmöglich verhält, er hat auch ein optisch doch
recht hervorstechendes Haus in der Nachbarschaft, einen äußerst
agressiven Hund, der mit seinem klauenbewährten Maul nach allem
schnappt, selbst nach Gru, und Geheimräume unterhalb seines Hauses.
Dort arbeiten die unermüdlichen „Minions“, welche zu Recht als heimliche
Stars des Filmes angesehen werden dürfen. Sie arbeiten die ganze Zeit
sehr hart, zanken sich gelegentlich und müssen auch mal hier und da für
Grus Experimente herhalten, denn schließlich hat Gru eine ganze Armee
von diesen kleinen gelben Helfern, die er einfach mal schnell klonen
kann, um neue Minions zu erschaffen. Mangel ist also nie wirklich da.

Was man dem Film allerdings ankreiden muss, das sind vor allem zwei Sachen.
Nicht jeder Gag zündet und Vektors deutsche Synchronstimme nervt
teilweise wirklich tierisch. Jan Delay leiht Grus Gegenspieler seine
Stimme, was eindeutig nicht zu überhören ist. Egal, ob man Jan Delay mag
oder nicht. Diese Stimme passt nicht wirklich zu Vektor und nervt
einfach nur den ganzen Film über. Schade, dass das Studio hier eher auf
einen bekannten Namen gesetzt hat als auf einen passenden Synchronsprecher, der nicht so penetrant und nervend
daherkommt.

Ein Charakterwandel ist bei Gru da aufgrund der kleinen Waisenkinder, die er adoptiert. Anfangs nerven ihn die Kinder
nur und er geht ihnen größtenteils aus dem Weg. Doch mit der Zeit
unternimmt er immer mehr mit ihnen und schließt sie in sein Herz. Da
wird sogar die „Mond- Stehlen“ Aktion zur Nebensache. Die Geschichte
kommt insgesamt recht einfach daher und bietet teilweise auch Gags, die
nur Erwachsene und nicht unbedingt die Kinder verstehen. Als Gru bspw.
sich einen Kredit bei der Bank des Bösen leihen will, steht auf einer
großen Tafel „Ehemals Lehman Brothers“. Sonst ist der Film relativ
kindergerecht, auch wenn es teilweise doch „heftiger“ zur Sache geht.

Fazit:

Alles in allem ist „Universal“ ein guter und unterhaltsamer Film gelungen,
der Spaß macht, ein Film für die ganze Familie ist/ sein kann und einen
lustigen Superschurken bietet, der doch nicht ein völlig finsteres Herz
hat. Leider überzeugt nicht jeder Gag, aber trotzdem ist „Ich- einfach
unverbesserlich“ ein witziger Animationsfilm, der vor allem qualitativ
durch die lustigen Minions verbessert wird, die nicht immer alles
gebacken kriegen und sich auch mal „aus Versehen“ selber in de Luft
sprengen.

Über Marcel 505 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältikeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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