Kritik: „Burn Notice“ Staffel 1

 Handlung:

Michael Westen (Jeffrey Donovan) ist CIA Spion
und dazu noch einer der besten. So ist es sehr verwunderlich, dass ausgerechnet
er, während einer Operation, in der es darum geht einem Möchtegern Warlord Geld
zu zahlen, damit dieser keine Öl Türme mehr sprengt, eine „Burn
Notice“ erhält. Was passiert wenn man bei so jemand mit leeren Händen
dasteht, dürfte eigentlich jedem klar sein. Doch Westen wäre nicht Westen, wenn
er nicht eine Lösung aus dem Schlamassel finden würde. Leider ist sein
Gesundheitszustand sehr kritisch und so kommt es wie es kommen muss. Er wird
auf dem Flug ohnmächtig und ehe er sich versieht, wacht er in einem Hotelbett
im Miami auf und den ersten Menschen den er dort sieht, ist ausgerechnet seine
Ex-Freundin Fiona. Leider wird er dieses „Paradies“ nicht allzu
schnell verlassen können, da die CIA all seine Konten eingefroren hat. Er
versucht das Beste aus seiner Situation zu machen und ein wenig Geld auf dem
Weg zur Wahrheit zu verdienen. Unterstützung erhält er dabei von Ex-Freundin
Fiona Glenanne (Gabrielle Anwar), einer Ex-IRA Bombenspezialistin, seinem
besten Freund, dem ehemaligem U.S. Navy SEAL Sam Axe (Bruce Campbell) und
seiner Mutter Madeline (Sharon Gless).

Kritik: 

„What do you do when an Operation goes bad?“
„Not much to do, but smile and try to stay alive“

Was ist überhaupt eine Burn Notice und warum erhält man sie. Eine Burn Notice ist eine Mitteilung an Geheimdienste, sei es der eigene oder ein fremder
Dienst, dass ein Geheimdienstmitarbeiter/in nicht mehr vertrauenswürdig ist und damit gefeuert (im Agentenslang verbrannt) ist, aber im Gegensatz zur normalen Kündigung verliert man nicht nur seinen Job, sondern auch all sein Geld, Haus und Papiere (Reisepässe, Führerscheine, Lebensläufe). Außerdem bedeutet das für denjenigen, das er in der Stadt in der er die Kündigung erhalten hat bis auf weiteres bleiben muss, bis er beweisen kann, das sie ihm zu unrecht gegeben wurde oder er geht in den Ruhestand.

In Staffel 1 geht es vor allem um ein Hauptthema: Wer ist für Michaels Burn
Notice verantwortlich und warum? Um diese Frage aber zu klären, braucht der Ex
Spion erstmal Geld, da die CIA all seine Konten eingefroren hat. Also muss er
erstmal Jobs annehmen, in denen er Menschen mit speziellen Problemen
hilft,  sich dabei noch das FBI vom Hals halten und natürlich immer noch den
Mann finden, die ihm das alles eingebrockt hat. Doch je mehr Michael über seine
Situation herausfindet, desto tiefer gerät er in eine Verschwörung hinein, die
viel größer ist, als Michael es sich jemals hätte vorstellen können.

Produzent und Schöpfer Matt Nix kreiert eine einzigartig spannende, lustige und
actionreiche Serie über einen charmanten CIA Agenten, der alles versucht um
herauszufinden, warum er von seinen Leuten fallen gelassen wurde und nebenbei
als eine Art Nebenjob Leuten mit speziellen Problemen hilft. Dabei setzt Nix
auf Stars wie Jeffrey Donovan (Der fremde Sohn) und Bruce Campbell (Evil Dead).
Auch beginnt jede Episode ab Folge 3 mit dem gleichen Intro, in dem Donovans
Charakter Michael sich kurz vorstellt, wie er heißt, was er arbeitet, in
welcher Situation er gerade ist und wer ihn bei seiner Suche nach der Wahrheit
unterstützt. Auch erklärt Michael immer jede seiner Handlungen. Wie man bspw.
eine Bombe baut, eine Wanze anbringt, jemanden beschattet, etc. Dies erfolgt
auf eine sehr lustige Art und Weise, sodass der Zuschauer immer im Bilde über
alles ist und seinen Spaß beim Zuschauen hat. 

Bei dem ganzen Lob, fragt man sich dann ob diese Serie auch negative Aspekte
hat. Das einzige was man kritisieren könnte ist, dass durch Michaels
Gelegenheitsjobs die Haupthandlung nicht so richtig vorwärts geht, was aber
nicht unbedingt ein Störfaktor ist, da diese auch schon sehr spannend und
amüsant sind. Da wäre vielleicht auch die Hintergrundmusik, aber das ist
Geschmackssache, denn zum Schauplatz Miami passt sie perfekt.

Fazit: 

So hat man Miami noch nicht erlebt. Genial, actionreich und mit einer Menge
guter Witze startet Burn Notice gleich zu Beginn so richtig durch und achtet
darauf, dass alles sehr realistisch und interessant  inszeniert ist. Auch
behält die Serie fortlaufend den roten Faden um die eigentliche Geschichte mit
Michaels Kaltstellung bei der CIA. Selbst die Nebencharaktere kommen dabei
nicht zu kurz und haben ihren Auftritt mit Beigeschmack. Am besten in Szene
gesetzt, ist natürlich Michaels Team mit Sam, seinem Kumpel, der ihn an das FBI
verrät, seiner schießwütigen temperamentvollen Ex Freundin Fiona und natürlich
seiner schrägen liebenswerten Mutter. Wünschenswert wäre es bloß, wenn man
nicht zu sehr von dem Hauptthema abdriftet und die Jobs eher in den Hintergrund
stellt. 

Über Marcel 580 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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