Kritik: „Conan“

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Handlung: 

 

Conan,
dessen Mutter bei der Geburt starb, wurde von seinem Vater zum mächtigsten
Krieger der Cimmerer ausgebildet, doch seine Wut und sein Temperament trüben
seine Kampfkunst. Auf der Jagd nach dem letzten Splitter der Maske von Acheron
überfällt eines Tages Khalar Zym aus Hyboria das cimmerische Dorf. Conans
Gegenwehr kann nicht verhindern, dass Khalar ein Massaker unter den
Dorfbewohnern anrichtet, aus dem nur der junge Krieger als Überlebender hervorgeht.
Zehn
Jahre später verdingt sich der mittlerweile Erwachsene Conan zusammen mit
seinem Freund, dem Piraten Artus, als Abenteuerjäger und Frauenheld. Erst als
ihn eine zufällige Begegnung mit einem von Khalars Schergen zum Versteck des
Erzfeindes führt, erinnert sich Conan an seinen alten Schwur: Er will den Tod
seines Vaters rächen!
 
 
Kritik: 
 
 
Jeder kennt den Arnold
Schwarzenegger Conan und der Film besitzt auch viele Fans. Durch ihn hatte
Arnold Schwarzenegger seinen Durchbruch und mit Terminator wurde er zum
Weltstar. Der zweite Teil kam leider nicht mehr so gut an und dadurch folgte
auch kein dritter Teil. Ein Remake war lange in der Mache kam trotzdem nie
richtig zustande. Marcus Nispel hat sich aber verstärkt für das Remake
eingesetzt und der deutsche Regisseur hat Erfahrung mit Remakes. Das Remake
ging voran und Nispel bekam 50 Millionen Budget. Ob das Remake mit dem Original
mithalten kann oder es sogar übertrifft findet ihr hier raus…
 
Jason Momoa (Shootout – Keine Gnade) ist im Remake Conan, er kann Arnold
zwar nicht das Wasser reichen, spielt seine Rolle trotzdem solide, physisch
überzeugt er zu 100 Prozent aber das schwache Drehbuch mach ihn einfach einen
Strich durch die Rechnung. Ron Perlman (Hellboy) seine Rolle als Conans Vater,
ist zwar klein aber bedeutet. Perlman passt sehr gut in solche Rollen und man
genießt seine kurze Screentime. Stephen Lang (Avatar) der schon in Avatar
ein großartiger Bösewicht war, kann hier leider nicht so richtig glänzen. Das
Drehbuch versaut auch seine Screentime und seine Figur besitzt kaum
Charisma. Rose McGowan (Charmed – Zauberhafte Hexen) geht es leider
genauso, sie macht einen ordentlichen Job und gibt mit Lang ein cooles
Bösewicht Gespann ab, aber das Drehbuch verhindert auch ihr zu glänzen. Rose
McGowans Rolle (G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra) ist eher dünn und sie fällt
neben ihren Kollegen kaum auf. Conan hatte also einen guten Cast und die
Schauspieler passen auch in ihre Rollen, leider versaut das Drehbuch einiges
und so fallen die Figuren eher negativ aus. 

50 Millionen sind in Hollywood ein eher kleine Summe. Marcus Nispel hat
trotzdem bewiesen dass er kein riesen Budget braucht um was auf die Beine zu
stellen. Das zeigt er uns in seinen Conan. Das Drehbuch ist leider schwach
ausgefallen aber Handwerklich ist der Film mehr als solide. Die Locations wurde
sehr gut gewählt und Nispel zeigt uns einige Schauwerte. Das CGI ist nicht
billig oder schlecht ausgefallen, man merkt natürlich dass es CGI ist aber es
wirkt solide gemacht. Die Story hält leider wenige Überraschungen parat
und ist etwas altbacken. Der Held will sich rächen und der Bösewicht sucht
etwas um die Welt zu beherrschen. Nispel hält sich zwar an die
Comic-Vorlage aber hier wäre mehr Kreativität einfach besser gewesen. Die Dialoge
sind auch mehr schlecht als recht ausgefallen. Das schwache Drehbuch zieht den
Film einfach runter und versaut so einiges. Conan hätte mit einem ordentlichen
Drehbuch echt gut werden können. 

Die Action ist verdammt blutig ausgefallen. Hier werden Köpfe abgeschlachtet,
es wird geschlitzt und gehackt. Das ist in diesem Universum  einfach
Standard. Leider ist Splatter nicht alles, die Action ist zwar ordentlich und
macht Laune aber das Geschehen ist viel zu schnell gefilmt und geschnitten. Es
ist oft unübersichtlich und das ist fürs 3D einfach Gift. Der 3D Effekte ist
nicht gut ausgefallen und sie wollten, wie es heutzutage leider üblich in
Hollywood ist, nur mehr Geld damit machen. Die Hauptfigur Conan ist ziemlich
unsympathisch, klar er ist ein Barbar aber wenn man die Hauptfigur nicht mag
dann kann man als Zuschauer auch nicht mit ihr mitfiebern. Zwischen Conan und
McGowans Figur baut sich, durch das miese Verhalten von Conan auch keine
richtige Chemie. Die gezeigte Welt bietet wie gesagt zwar Schauwerte und ist super
gemacht aber eine längere Einführung wäre ganz gut gewesen. Das Tempo des Films
hätte ruhig etwas langsamer sein können, da sich der Zuschauer dadurch einfach
mehr mit der Welt identifizieren kann und sie richtig verstehen kann.
Das hat Herr der Ringe sehr gut vorgemacht. 

Fazit: 

Conan ist leider ein weiteres Fehlgeschlagenes Remake, der Film macht nicht
alles falsch. Er bietet einige Schauwerte, ordentliche Action, Effekte und
einen guten Cast. Durch das kleine Budget hat Nispel trotzdem an mehreren
Stellen sparen müssen und dadurch wurde der Film eine ganze Ecke
schlechter. 
 

 

                                              


                                              4,5 von 10 Punkten

 
 
Über Marcel 583 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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