Kritik: „Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“

 

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Kritik:

Zu Beginn des Filmes erfährt man
von einer Feindschaft zweier Leute in Russland. Doch wo Ärger sich
anbahnt, da kann der Cop McLane nicht weit weg sein. Selbst wenn es in
Russland brodelt, dann reist der schon ältere Cop gerne auch dort hin,
um eine Schneise der Verwüstung bei seinen Rettungsaktionen und
„Heldentaten“ zu hinterlassen.

Verwüstung ist das Stichwort. Ging
im Vorgänger schon so einiges zu Bruch, so kann es in Teil 5 der Reihe
nochmals getoppt werden. Tonnenweise Autos werden in wilden und echt
schicken Verfolfungsjagden zu Schrott verarbeitet oder zu dazu gefahren.
Dutzende Menschen werden von Kugeln durchsiebt, Helikopter zerlegen
ganze Etagen und Bruce Willis hält dennoch ordentlich mit und lässt sich
als alternder Cop Mc Lane einfach nicht unterkriegen.

Die Story
dreht sich zwar darum, dass ein Zeuge geschützt werden soll, damit er
gegen jemanden aussagen kann, doch die Storyschreiber haben sich auch
bemüht die Beziehung zwischen Vater und Sohn zu beleuchten und etwas auf
diese einzugehen. Leider gelingt dies nicht völlig, da dies nuneinmal
ein Stirb Langsam Film ist, der viel Zeit für Action beansprucht und für
Gefühle oder die hochwertigsten Dialoge nicht die Zeit hat. Aber da ist
auch gar nicht sein Anspruch.

A pro pos Dialoge. Die One Liner
von Bruce Willis sind wie immer eines der Highlights des Filmes. Zu
nahezu jeder Zeit haut er einige seiner Sprüche raus. Und diese sind
fast immer gelungen und greifen hin und wieder auch mal die Lachmuskeln an. Der
Sohn hält sich mit Sprüchen eher im Hintergrund, kann dafür als
schießwütiger und treffsicherer Schweinehund überzeugen.

Was aber
etwas seltsam erscheint ist, dass es in Russland offenbar keine Polizei
gibt. Es werden Sachen, Häuser, Gebäude, ja sogar ein Gerichtssaal dem
Erdboden gleichgemacht und gesprengt, aber von der Polzei fehlt
jederzeit jegliche Spur, was den Film ein wenig unrealistisch scheinen
lässt. Im Prinzip bleiben so nur noch die „guten“ Cops Mc Lane und Sohn
und die „bösen“ Terroristen, bei denen es nicht einmal einen richtigen
oder zumindest charakteristischen Bösewicht gibt. So wirkt alles recht
belanglos. Man erwartet von den Film eigentlich nur, dass Mc Lane selbst
im Urlaub seine Hausaufgaben macht, möglichst viel böse Buben abknallt
und Sachen in die Luft fliegen.

Fazit:

Insgesamt fehlt es dem Film
einfach an einer halbwegs guten oder interessanten Story. Auch fesselnd
oder spannend ist sie zu keinem Zeitpunkt. Über die Längen und das
schwache Drehbuch helfen dafür einige gute Sprüche hinweg, die zum
größten Teil tolle Action und ein durchschnittliches gutes, wenn auch
nicht überragendes Finale. Die Darstellerleistungen von Bruce Willis und
Jai Courtney sind gut, ihre Beziehung ist aber eher schlecht als recht
dargestellt.

 

6,5 von 10 Punkten

 

Über Marcel 545 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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