Kritik: „The Dark Knight“

http://www.hdwpapers.com/the_dark_knight_wallpapers-wallpapers.html

Handlung: 


Noch immer spielt Bruce Wayne tagsüber den verantwortungslosen Milliardär, während er nachts als Batman das Verbrechen in Gotham City bekämpft. Unterstützt von Lieutenant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Doch das schlagkräftige Dreiergespann sieht sich bald einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenübergestellt, der als Joker bekannt ist: Er stürzt Gotham ins Chaos und zwingt den Dunklen Ritter immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache. Dent, der inzwischen mit Bruce Waynes Jugendliebe Rachel liiert ist, rückt in das Fadenkreuz des Jokers…

Kritik:


2005 kam das Batman Reboot „Batman Begins“ von Christopher Nolan raus. Der Film lief finanziell solide und gewann viele Fans dazu. Batman und Robin hat Batmans Ruf auf der Leinwand so geschädigt, dass Batman Begins genau das richtig für Fans und dem Normalzuschauer war. Nolan wollte nach Begins eigentlich keinen weiteren Batman Film drehen aber er entschied sich doch dafür und ob „The Dark Knight“ genauso gut ist wie Batman Begins oder sogar noch besser erfahrt ihr hier…

Wer hätte gedacht das Christian Bale (American Psycho) so gut als Batman beim Publikum ankommt. Auch im zweiten Film macht Bale einen sehr guten Job. Diesmal muss er sich auf Batman konzentrieren und die Figur vertiefen. Zwar gibt es auch Szenen wo man Bruce Wayne sieht aber Batman steht im Vordergrund. Gary Oldman (Léon – Der Profi) ist so oder so ein genialer Schauspieler und die Rolle des Komissar Gordon wirkt ihm wie auf den Leib geschrieben. Michael Caine (Harry Brown) als Alfred ist auch kaum wegzudenken. Er und Bale besitzen eine tolle Chemie und ihre Szenen sind dadurch immer etwas besonderes. In „Begins“ wurde Rachel Dawes von Katie Holmes (Nicht auflegen) verkörpert, Holmes hat für „The Dark Knight“ aber abgesagt und so bekam Maggie Gyllenhaal (Donnie Darko) die Rolle. Diese Rachel ist viel erfahrener und etwas älter. Gyllenhaal war die perfekte Wahl, da Holmes für diese Rachel zu jung wirkt. Als man hörte das Heath Ledger (Ritter der Leidenschaft) der neue Joker ist, konnten es die meisten nicht fassen und waren sehr skeptisch. Ledger erwies sich aber als der Überraschungshit. Seine Leistung ist so überragend und genial, dass ein Oscar unumgänglich war. Ledger hat sich für die Rolle, einen Monat lang in ein Hotel-Zimmer eingesperrt um zum perfekten Joker zu werden. Das zahlte sich zwar für die Rolle aus aber Ledger verstarb kurz nach dem Film leider.
Der heimliche Star des Films ist aber Aaron Eckhart (Olympus Has Fallen). Eckhart ist Harvey Dent, er mimt, den leicht arroganten und selbstsicheren Staatsanwalt so überzeugend, dass er den meisten die Show stielt. Die Figur hätte viel mehr Screentime vertragen können und wenn er am Ende zu Two-Face wird, ist es einfach nur Gänsehaut pur.
Die Figuren haben sich weiterentwickelt und wurden im Film sehr gut rüber gebracht und ausgearbeitet. Durch den sehr guten Cast wirken die Figuren sehr authentisch und lebendig.

Batman Begins hat sich damals um die Entstehung des Dunklen Ritters gedreht und um die Gesellschaft der Schatten. Begins und The Dark Knight weißen große Unterschiede auf. Beide wirken wie zwei komplett verschiedene Film. Begins war eine Art Abenteuer/Reise Film, der uns eine Entstehunggeschichte erzählt. The Dark Knight ist ein harter,düsterer, Crime-Thriller mit Batman in der Hauptrolle. Im Mittelpunkt steht ein Kampf gegen das Organisierte Verbrechen. Der Staatsanwalt Harvey Dent und Batman stellen sich gegen die ganzen Kriminellen und wollen Gotham verbessern. Es funktioniert zwar für eine kurze Zeit aber die Beiden haben gleichzeitig jemanden, unbewusst, herausgefordert. Den genialen, Psychopathen Joker. Was Nolan dem Zuschauer hier für eine kraftvolle und großartige Geschichte präsentiert ist unglaublich. Seine Version des Jokers ist eine ganz andere und unterscheidet sich von, der Jack Nicholson Version. Der Joker testet Harvey und Batman und ihn interessiert es, wer seinen Prüfungen standhalten kann und danach immer noch der selbe ist. Diese 2 Männer haben entschieden zu handeln und sich gegen das Verbrechen zustellen aber der Joker ist ein ganz anderes Kaliber als bisher. Er möchte sehen wer der beste unter ihnen ist und ob beide wirklich so gut sind. Und warum macht es der Joker aus reinem Spaß und Unterhaltung. Die Geschichte die hier erzählt wird ist unglaublich und realistisches. Man fragt sich die ganze Zeit, was der Joker wohl als nächstes vor hat und wie sich die Figuren weiterentwickeln werden. Es ist faszinierend was Nolan hier für eine Spannung aufbaut.

The Dark Knight hat aber nicht nur eine geniale Geschichte und tolle Figuren zu bieten, der Film kann auch großartige Action vorweisen. Nolan bleibt seinem Stil treu und hier wurde fast alles mit Handgemacht. Das merkt man den Szenen auch an und eine echte Explosion sieht einfach besser aus als eine, die aus dem PC stammt. Batman wird auch aufgerüstet und bekommt ein Update, sein Anzug ist ein neuer und er bekommt eine Gadgets dazu. Sobald die Fledermaus das Batpod startet kann man sich auf eine grandiose Show gefasst machen. Da die Entstehungsgeschichte schon im Vorgänger erzählt wurde, bekommt man hier jede menge Batman zusehen.
The Dark Knight beweist uns und seiner Konkurrenz was man alles aus einem Comic-Helden raus holen kann. Nolan zieht seine düstere, realistische und perfekte Inszenierung straight durch und stellt mehrere Fragen im Film auf. In The Dark Knight gibt es kein klassisches Held gegen Bösewicht. Der Film besitzt so viele Szenen, die ihn von der Masse abheben und zu was, besonderen und grandiosen machen. Das Gespräch zwischen Joker und Batman im Verhör Raum ist nur eine davon. Hier muss man auch Jonathan Nolan, Christopher Nolan für das Drehbuch und David S. Goyer für die Geschichte danken. Die Dialoge sind sehr gut geschrieben und werden in den Vordergrund gerückt. Bestes Beispiel dafür ist das Ende, wo alle aufeinander treffen. Nolan wollte kein bombastische Ende mit voller Action inszenieren wie es bei vielen Comic-Verfilmungen der Fall ist. Er zeigt das Ergebnis des Jokers und was er aus den 2 Helden im Film gemacht hat. Das stellt Nolan so realistische und hart in Szene. Er wollte viele dunkle Seiten zeigen und The Dark Knight besitzt nicht viele lockere/witzige Momente. Hans Zimmers Soundtrack untermalt das Meisterwerk perfekt und der Mann gehört jetzt schon zu den ganz großen in Hollywood.

Fazit:


The Dark Knight ist ein Meisterwerk und keine Comic-Verfilmung der Welt kann ihr das Wasser reichen. Nolan hat sein Meisterstück abgeben und präsentiert uns einen, düsteren, realen, harten und perfekten Batman-Film.

           
                                                     10 von 10 Punkten

Über Marcel 545 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*