Kritik: „The Dark Knight Rises“

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Handlung: 
 
Acht Jahre sind vergangen, seitdem Batman als Dark Knight in den Untergrund abtauchen musste, um die Verbrechen Harvey Dents auf sich zu nehmen, die dieser ausübte, um den Tod seiner geliebten Rachel zu rächen. Denn Gotham brauchte einen strahlenden Helden mehr als einen dunklen Rächer. Doch Batmans Tage in der Versenkung sind gezählt, als der Koloss Bane die Stadt ins Chaos stürzen will: The Dark Knight Rises! 
Der hünenhafte Bane will Batman nicht nur demütigen, er will den dunklen Ritter im wahrsten Sinne und endgültig brechen. Batman kann also jede Hilfe benötigen, sei es in Gestalt von Commissioner Gordon und dem jungen Polizisten John Blake, durch Alfreds moralische Unterstützung oder die der undurchsichtigen Selina Kyle. Doch den finalen Kampf kann nur Batman selbst ausfechten.
 
 
Kritik:
 
Mit „Batman Begins“ hat Christopher Nolan 2005 eine neue Batman-Ära eröffnet und brachte die Fledermaus wieder zurück in die Lichtspielhäuser. Mit „The Dark Knight“ gab Nolan sein Meisterstück ab und brachte einen perfekten Film raus. Nach 2 Filme hatte der Regisseur nicht mehr viel Lust auf die Fledermaus und ohne Nolan auch kein Christian Bale also sollte „The Dark Knight Rises“, das Finale des Dunklen Ritters werden. Ob das Finale Batman wirklich gerecht wird erfahrt ihr hier….
 
 

Christian Bale (American Psycho) ist natürlich Bruce Wayne/Batman. Bale macht mal wieder einen guten Job und seit American Psycho sollte man wissen, dass er ein großartiger Schauspieler ist. Hier muss er mehr Emotionen als im Vorgänger zeigen und viel mehr Bruce Wayne, anstatt Batman spielen. Als Gegenspieler wurde Tom Hardy (Warrior) gewählt. Da er Bane spielt wird sein potenzial nicht ganz ausgeschöpft und er kann nur auf physischer Ebene überzeugen. Die Maske, die er eigentlich den ganzen Film tragen muss beschränkt ihn einfach zu sehr. Hardy hat schon in „Warrior einen sehr gute Leistung gezeigt und kann hier aber nur Körperlich überzeugen. Gary Oldman (The Dark Knight) wirkt hier eher wie eine Nebenrolle, er steht nicht mehr so sehr im Vordergrund und es wird Platz für die Neuzugänge gemacht. Joseph Gordon-Levitt wirkt als Cop schlichtweg Fehlbesetzt und wenn man erfährt, dass er der Batman-Nachfolger sein soll, dann kann man sich nur den Kopf schütteln. Levitt ist an sich ja kein schlechter Schauspieler aber für Batman ist er eine riesen Fehlbesetzung und als Cop wirkt er zu weich und man kann ihn nicht ernst nehmen. Anne Hathaway die angeblich in irgend einer Art Catwoman darstellen soll ist eine Katastrophe. Nicht nur dass ihre Figur so gar nicht Catwoman ist und Nolan die Figur total versaut hat, neine Hathaway nervt in jeder ihrere Szenen. Sie ist vollkommen überflüssig und spielt eine arrogante, zickige und verdammt Nervige Diebin und nicht Catwoman. Die Beziehung zwischen ihr und Bruce/Batman ist sehr unrealistisch, abgehackt und nicht logisch. Es existiert keine Chemie zwischen Hathaway und Bale. Mit Marion Cotillard als Miranda Tate hatte Nolan zwar mehr Glück aber ihre Figur hat zu wenig Screentime. Es wird fast nichts aus der genialen Cotillard rausgeholt und diese Rolle, hätte auch eine andere spielen können. Michael Caine dagegen ist perfekt, er ist der eigentliche Star des Films und seine performance ist unglaublich berührend. Caine besitzt verdammt tolle Szenen. Er bringt die Emotionen sehr gut rüber und Alfred war noch nie besser. Die Figur wirkt durch ihn so authentisch und das ist ein sehr wichtiger Punkt.

Ein großes Problem von The Dark Knight Rises sind die Figuren. Wieso musste Nolan Catwoman in Batmans großen Finale einbauen und diese Catwoman ist auch noch verdammt schlecht. Tim Burton hat es perfekt vorgemacht und hier hätte sich Nolan eine Scheibe abschneiden können. Egal was sich Nolan bei Catwoman gedacht hat, dass war nicht Catwoman . Das war eine nervtötende Göre mit keiner Hintergrundgeschichte und einem total langweiligen und altmodischen Ziel. Der Zuschauer will in einem Batman Finale, Batman sehen und von dem sieht man fast nichts. Die Fans zahlen für einen Batman Film und nicht um anderen Figuren zu zusehen, wie sie sonst was machen. Nolan hat einfach vergessen dass es immer noch ein Batman Film ist. Er baut zwar eine ordentliche Handlung über Bruce Wayne auf, aber im Batman Finale will man Batman auch lange sehen. Die Motivation wieso sich Bruce Wayne nach 8 Jahren wieder aufrappelt ist auch nicht ganz plausibel. Immerhin sind ganze 8 Jahre vergangen und weil einpaar Dinge mal einfach so passieren, will er sich wieder erheben. Sein Comeback dauert auch nicht ganz lange und nach dem er verloren hat, muss er wieder auferstehen. Für ein Batman Finale ist das einfach nur schwach. Nolan stellt soviele Figuren in den Vordergrund aber dass musste er doch gar nicht. Das ist BATMANS FINALE und nicht John Blakes oder Catwomans Film. Viele Figuren wirken Omnipräsent außer Batman, nur leider ist Batman der Grund wieso sich jeder den Film anschauen will. Der Regisseur baut so viele unwichtige Nebenhandlungen ein, die Fans nicht interessiert. Wofür zahlt man denn bei einem Batman Film.

Nolan wollte zwar einen anderen Weg gehen aber dass hätte er bei einem anderen Film machen sollen. Das ist immer hin Batmans Finale. Durch die ganzen Figuren und Nebenhandlungen besitzt der Film einigen Leerlauf. Denn passieren tut in „The Dark Knight Rises“ eigentlich recht wenig. Es gibt zwar Action und einpaar Kämpfe aber das wurde mit den Dialogen nicht gut abgemischt. Es muss Abwechslung geben, Action und die ruhigen Szenen sollten sich dynamisch abwechseln. Und in einem Batman Film erwartet man sich eigentlich schon Action. Der Film besitzt natürlich mehrere gute Szenen und ist keine Katastrophe. Die Szenen in der Bathöhle, der Aufstieg von Bruce, Bane vs Batman sind großartig. Bane als Bösewicht macht auch einiges her und wurde sehr gut umgesetzt, die Action ist Nolan typisch Handgemacht und das ist auch gut so. Das neue Gefährt von Batman ist auch cool. Der Soundtrack von Zimmer überzeugt auch wieder zu 100 Prozent und baut eine dichte Atmosphäre auf. Doch von all dem hätte Nolan viel mehr einbauen sollen. Er hat soviel überflüssiges eingebaut und nutzt nicht die Stärken des Films. Er hätte nicht „The Dark Knight“ übertreffen müssen da der Film sowieso perfekt war und unerreichbar bleibt. Ein gelungenes Batman Finale hätte es auch getan. Dem Film fehlt auch das düstere, reale und harte was The Dark Knight ausgemacht hat. Der Film ist zwar nicht zahm aber trotzdem ist das Ende zu nett und hier hätte sich Nolan ruhig trauen können. In „The Dark Knight“ hat er auch einiges durchgezogen und das machte die Batman Filme von Nolan aus, das harte und reale. Wenn Gotham angegriffen wird und die Reichen angegriffen werden, hätte man mehr davon zeigen können und mehr darauf eingehen. Gotham ist nach Banes Angriff, ziemlich still und ruhig und man nimmt, die Übernahme einfach nicht ab. Vieles wirkt nicht authentisch, beim zweiten mal schauen entdeckt mal auch einige Handwerkliche Fehler, die bei einem Regisseur von Nolans Klasse nicht passieren dürften.

Fazit:


„Batman Begins“ war die Geburt eines Anti-Helden. „The Dark Knight“ hat das ganze auf die Spitze der Perfektion gebracht und „The Dark Knight Rises“ ist für Fans eine herbe Enttäuschung. Als Einzel-Film würde der Film gut funktionieren aber im Vergleich zu den anderen und für ein Batman Finale ist das Ergebnis verdammt dürftig. 

 

                                               5,5 von 10 Punkten 

Über Marcel 577 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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