Kritik: „Batman und Robin“

Handlung:

Der vierte und letzte Teil der Movie Serie spielt einige Zeit nach Batman Forever. Der Haupthandlungsort ist Gotham City.
Mr. FreezeDer Wissenschaftler Dr. Victor Fries, dessen Frau am McGregor-Syndrom erkrankte und durch ihn eingefroren wurde, um Zeit für die Suche nach einem Heilverfahren zu haben, verwandelt sich durch einen Unfall in den Superschurken Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger). Fortan lebt er in einem Kryoanzug bei niedrigen Temperaturen. Zum Betreiben des Anzuges braucht er eine Vielzahl von Diamanten, wozu er am Anfang des Films ins Gotham City Museum einbricht. Er friert die Antiquitätensammlung ein und versucht wertvolle Diamenten zu stehlen. Batman (George Clooney) und Robin (Chris O’Donnell) treffen am Schauplatz ein und nehmen die Verfolgung auf. Nachdem Robin eingefroren wurde, muss sich Batman zwischen Helfen oder Verfolgen entscheiden. Mr. Freeze entkommt so samt Diamanten. Er plant die gesamte Stadt mit seinen Kältestrahlen zu bedrohen, um so Geld für ein Heilmittel zu erpressen.

Kritik:

Tim Burton hat mit seinem ersten Batman Film einiges her gemacht und war ein großer Finanzieller Erfolg für Warner Brothers. Kaum zu glauben aber Burtons Batman hat nur schlappe 35 Millionen gekostet, was man dem Film in keiner Minute ansah. Also musste unbedingt ein zweiter Teil folgen, leider war der längst nicht so erfolgreich wie der erste Film und sein Budget fiel auch größer aus. Warner wollte einen anderen Weg einschlagen, gab Joel Schumacher Batman in die Hände und erhoffte sich einen weiteren Finanziellen Erfolg. 

Dieses Mal ist George Clooney (From Dusk Till Dawn) Bruce Wayne/Batman und man muss nicht mal den Film gesehen haben, um zu wissen, das Clooney eine komplette Fehlbesetzung ist. Als Bruce Wayne macht er keine schlechte Figur aber als Batman ist er fürchterlich und ein Schauspieler muss nun mal, beide Figuren überzeugend spielen. Clooney ist gewiss kein schlechter Schauspieler und konnte schon in mehreren Rollen überzeugen, aber wenn man Fehlbesetzt ist kann man noch so gut sein. Chris O’Donnell (Batman Forever) dagegen ist eine gute Wahl für Dick Grayson/Robin. Er hat schon in Forever eine gute Figur gemacht und gibt einen coolen Sidekick ab. Alicia Silverstone (Clueless) ist noch schlimmer als Clooney, sie ist eine fürchterliche Batgirl und dieser Film, gab ihrer Karriere den Todesstoß. Man hat auch tatsächlich Arnold Schwarzenegger (Terminator) für den Gegenspieler Mr Frezze besetzt. Arnold wurde bestimmt nur wegen seiner Popularität besetzt, anders kann man sich diese Katastrophe nicht erklären. Er ist perfekt Fehlbesetzt und man fragt sich, was Arnold sich wohl dabei gedacht hat. Uma Thurman (Kill Bill) macht als Poison Ivy dafür eine recht gute Figur. Sie bringt Ivy sehr verführerisch und manipulativ rüber, leider kann sie denn Film auch nicht retten. 

Der Cast vom Film ist eigentlich recht populär und die gewählten Schauspieler konnten in einige ihrer Filme/Serien glänzen, trotzdem wurden hier einfach die falschen Leute gewählt. Robin und Poison Ivy sind gut besetzt und auch gut gespielt worden, der Rest war einfach fürchterlich. Das miese Drehbuch rundet das Ganze noch ab. Die Idee mehrere Figuren einzubauen und sich ein riesiges Batman Universum für die Leinwand zu erbauen ist eine gute aber die Darstellung der Figuren ist grauenhaft. Bane ist im Comic eine tragische Figur und hat Batman gebrochen, hier ist er ein dummer Handlanger. Mr Freeze seine Hintergrundgeschichte wird zwar gezeigt, man kann aber nicht mit ihm mitfühlen. Obwohl Freeze verzweifelt ist und seine Frauen retten will, reist er andauernd total, peinliche und dumme Sprüche. Das macht Freeze zu einer totalen Witzfigur und man kann ihn, in keiner Minute ernst nehmen. Batgirl wirkt total lächerlich und fehl am Platz. Ihr Kostüm sieht fürchterlich aus und sobald sie eine Art Batman Maske auf hat, kann man nur noch los lachen. Am schlimmsten triff es hier Batman, er ist neben Superman die populärste Comic-Figur der ganzen Welt. Jeder kennt den dunkeln Ritter und dem Mann aus Stahl aber das hier ist nicht Batman. 

Man sieht keine Detektiv Arbeit, Batman ist nicht düster, sein Anzug wirkt wie Dekoration und soll nur gut aussehen. Leider sieht er alles andere als gut aus, er besitzt nämlich Nippel. Wie kann man so einer genialen, großartigen Figur so etwas Mieses antun. Dieser Film war, der Todesstoß für Batman und es folgte ganze 8 Jahre kein Realfilm mehr. Tim Burton hat einen großartigen Batman erschaffen Christopher Nolan hat Batman seine eigene Note verpasst und es ist voll aufgegangen. Aber was man hier sieht ist Trash vom feinsten. Die Fahrzeuge von Batman, sind hell, haben tolle Lichteffekte und fallen sofort auf. Der ganze Film ist grell, bunt, lächerlich und wurde für Kinder gemacht. Dieser Film ist genau das Gegenteil von dem was Batman eigentlich ist. Es gibt zwar auch einige ordentlich Gemachte Dinge, wie die Konflikte zwischen Batman und Robin und die Inszenierung ist gut aber das hier ist kein Batman Film. An dieser Stelle sollte man dem Regisseur aber keine Schuld geben. Schauspieler und Joel Schumacher selbst, haben gesagt, dass Warner diesen Film schnell abschließen wollte und er einzig und allein, für die Batman Spielsachen als eine Art Marketing Film diente. 
Man kann nur hoffen dass Warner daraus gelernt hat und der kommende Batman, im Batman vs Superman Film, sich an den Comic halten wird. Als Inspiration könnten die Macher, den Batman aus den Arkham spielen nehmen, der ist realistisch, düster, hart und hält sich am Comic. Batman und Robin ist für viele so schlecht, dass er schon wieder gut ist und unterhalten kann. Für Batman Fans ist das wohl, der meist gehasste Film überhaupt.

Fazit:

Batman und Robin hat Batman das Rückrat gebrochen und ist eine reine Katastrophe. Nolan hat Batman wieder aus der Versenkung geholt und ihm neues Leben eingehaucht, da sein Batman aber auch abgeschlossen ist, kann man auf den neuen Batman, den man 2015 an der Seite von Superman sehen wird gespannt sein.

Über Marcel 577 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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