Kritik: „Halloween“

http://www.halloween-village.com/uploads/wallpaper/halloween-wallpaper-rz.jpg

 
 
Handlung:
 
Zu dem Vorhaben,
einen neuen Halloween-Film zu realisieren, gab es immer wieder Meldungen. Das
Ergebnis ist nun ein Remake des ersten Teils, in dem der durchgeknallte Michael
Myers aus einer Anstalt flüchtet, und sich auf den Weg in seine Heimat macht,
um dort seine kleine Schwester Laurie Strode zu töten. Als der zehnjährige
Michael Myers in der Nacht von Halloween zum ersten Mal mordet, sind die
Bewohner der Kleinstadt Haddonfield in Illinois fassungslos. Nur zu gern möchte
man diesen schrecklichen Vorfall schnell vergessen. Michael wird in eine
geschlossene Anstalt gesteckt, wo Dr. Loomis jahrelang versucht, mit dem Jungen
zu kommunizieren. Während sich Haddonfields Teenager Jahre später auf ein neues
Halloween vorbereiten, flieht der inzwischen 25-jährige Michaelaus der Anstalt.
Und nun ist niemand mehr vor dem eiskalten Maskenmörder sicher.
 
 
Kritik:
 
Jeder
kennt den John Carpenter „Halloween“ und der erste Film bekam sehr
gute Kritiken und war zu seiner Zeit heiß begehrt. Carpenter erschuf mit
„Halloween auch eine neue Horror Figur, nämlich den mysteriösen und
eiskalten Michael Myers. Danach folgten mehrere Teile, die dem Original nicht
das Wasser reiche konnten und mit „Halloween Resurrection“ ging die
ganze Reihe baden. Es musste ein Remake oder ein Reboot her und Rob Zombie
brachte sein „Halloween“ Reboot/Remake 2007 raus. Ob die Neuauflage
es mit dem Original aufnehmen kann erfahrt ihr hier…
 
 
Tyler
Mane (X-Men) verkörpert dieses Mal Michael. Dadurch dass Mane wirklich groß ist
und einen soliden Körperbau vorweisen kann, ist er ein sehr guter Michael
Myers. Man nimmt ihm seine körperliche Kraft ab und kann wirklich furchteinflößend
wirken. Daeg Faerch (Hancock) muss als junger Michael mehr Leistung
zeigen, dieses Mal sieht man nämlich deutlich mehr von der Kindheit, des
Killers. Faerch hat etwas Unheimliches an sich und bringt, die
kaputte Psyche vom Jungen Michael sehr gut rüber. Die berühmte Clowns
Maske aus dem Original tut dadurch ihr übriges. Die Frau des Regisseurs, Sheri
Moon Zombie (The Devil’s Rejects) bekam auch eine kleine Nebenrolle spendiert. Sie verkörpert
Michaels Mutter und macht das auch recht ordentlich, ihr wird nicht
viel abverlangt, dadurch fällt sie auch nicht auf. Malcolm Mcdowell (Clockwork Orange) ist Dr. Loomis und spielt seine Rolle sehr überzeugend. Er
wirkt authentisch und Mcdowell ist sowieso ein großartiger Schauspieler,
das hat er auch in Halloween wieder mal unter Beweis stellen können. Scout
Taylor-Compton (Halloween 2) muss man auch loben. Als gejagte und
körperliche verletzte hat sie in der Zweiten Hälfte einen tollen Job
gemacht. Am Anfang gibt sie die Schwester von Michael auch richtig sympathisch
und man kann sich sofort mit ihrer Figur anfreunden.
 
 
Die
Figuren wurden sehr gut besetzt und alle Schauspieler konnten überzeugen. Ab
der zweiten Hälfte sieht man auch wie sie sich, weiterentwickelt haben und erst
dann geht der Film richtig los. Denn in der ersten Hälfte sieht man die
Kindheit und den Aufenthalt in der Psychiatrie von Michael. Deswegen
kann man diesen Film nicht als Remake abstellen. Rob Zombie lässt uns in
Michaels Kindheit blicken und präsentiert uns seine Familie und wie er zu dem
Monster wurde. Man muss schon sagen, dass die Familie ziemlich klischeehaft
dargestellt wird, trotzdem ist es sehr interessant und irgendwie
etwas besonderes, Michael länger als Kind zusehen. Es nimmt der Figur
zwar das Geheimnisvolle/Unbekannte und für Fans des Originals, ist der Film
bestimmt nichts, hier wird uns aber auch ein anderer Michael präsentiert.
Deswegen sollte man den Film auch als eine Art Reboot sehen. Michael Myers
bekommt eine Persönlichkeit und eine Hintergrund Geschichte, was den Film zu
etwas Besonderes macht. Die erste Hälfte ist eine Prequel und erst nach 50
Minuten wird es zu einem Remake. 
 
 
Da
Michael in der ersten Hälfte eingeführt wird und sich erst entwickeln muss,
geht der blanke Horror erst in der zweiten Hälfte so richtig los. Diese Hälfte
kann man Remake nennen, da Zombie einige Szenen aus dem Original übernommen
hat. Der Look vom Film ist typisch Rob Zombie, erst ist düster, brutal und
verdammt dreckig. Wer schon vor Halloween nichts mit seinen Filmen anfangen
konnte, wird sich auch hier schwer tun. Den „Halloween“ ist auch
nichts für leichte Gemüter, hier gehen viele Menschen drauf und das meist auf
ziemlich brutale Weise. Zombie hält auch immer straight drauf und schwenkt nie
weg. Handwerklich sind die Morde einsame Spitze. Der Regisseur weiß, wie man so
was richtig in Szene setzt und vieles wirkt sehr authentisch und real. Das
Outfit von Michael ist dasselbe geblieben, die Maske musste sich aber dem Look,
des Films anpassen und sieht etwas abgenutzter und dreckiger aus, als
im Original, wo sie sehr neu und rein aussah. Man muss aber auch sagen, dass
die Zweite Hälfte schwächer als die Erste ausfällt. Dadurch, dass uns
Michaels Vergangenheit und Geschichte in der Ersten Hälfte
präsentiert wird, ist sie etwas Besonderes und hebt sich von anderen Filmen im
Genre ab. Die Zweite Hälfte kann auch einige stärken vorweisen, ist aber längst
nicht so interessant wie die erste. 
 
 
Fazit:
 
Rob
Zombies „Halloween“ ist anders und etwas Besonderes geworden. Er
zeigt uns vieles neues und beweist dass er ein großartiger Regisseur ist. Für
Fans ist, die Neuauflage bestimmt nichts aber für die neue Generation ist der
Film perfekt.  
 
 
 
 
 
 
                     
                     
      7,5 von 10 Punkten
 
 
Über Marcel 545 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*