Kritik: „Kick Ass 2“

http://wallpapersbq.com/images/kick-ass-2/kick-ass-2-wallpaper-2.jpg

Handlung: 

Dave hat andere Leute dazu inspiriert, auch zu Amateur-Superhelden zu werden, wohingegen Red Mist eine Gruppe von Amateur-Superschurken um sich versammelt und sich fortan The Motherfucker nennt.
Hit-Girl hingegen wird von einer Familie adoptiert, die ihr Superhelden-Dasein nicht toleriert. Ihnen zuliebe legt Mindy Macready Cape und Maske ab. Schlimmer ist jedoch, dass ihre doppelte Identität enthüllt wird. Als ob es für ein Mädchen ihres Alters nicht schon schlimm genug wäre, muss sie nun auch mit dem Getuschel ihrer Mitmenschen, ihrem neuen Spitznamen Captain Muffin-Muncher und einer Clique fieser Zicken klar kommen.
Während die Nachahmer von Kick-Ass in der vom ehemaligen Gangster Colonel Stars and Stripes gegründeten Justice Forever-Vereinigung eine Anlaufstelle finden, bedient sich The Motherfucker der Dienste der eiskalten Söldnerin Mother Russia. Mit seinem mächtigen Verbrechersyndikat will er den Tod seines Vaters rächen. Dave schließt sich den Hobby-Helden an und mitten auf dem Time Square kommt es schließlich zum unvermeidlichen Kräftemessen. Schnell wird klar, dass The Motherfucker es todernst meint und auch vor kaltblütigem Mord nicht zurückschreckt. Kick-Ass braucht Hit-Girl. Wird Mindy ihr Versprechen brechen und Kick-Ass wieder hilfreich zur Seite stehen?
Kritik: 

Der Erste „Kick Ass“ Film hat damals einiges her gemacht. Er wirkte neu, frisch und anders, Kick Ass hat sich einfach vom Mainstream Superhelden abgehoben. Der Film war ernst, blutig, over the top aber auch richtig witzig und hatte sehr viele Anspielungen auf andere Comic Helden. Matthew Vaughn (X-Men Erste Entscheidung) hat damals „Kick Ass“ inszeniert, das Zepter wurde für die Fortsetzung an Regisseur Jeff Wadlow weitergereicht. Wadlow hat davor „The Fighters“ und „Cry Wolf“ inszeniert aber kann er den genialen „Kick Ass“, erfolgreich fortsetzen und das Niveau, des Erstlings halten…

Aaron Taylor-Johnson, den man im kommenden „Godzilla“ sehen wird, ist wieder Kick Ass. Er war schon im Ersten Teil ein sehr sympathischer Held und kann auch hier wieder glänzen. Die trottelige und sympathische Art, bringt Taylor gut rüber und es macht einfach Spaß ihn bei seinen Taten zu zusehen. Chloë Moretz (Movie 43), die noch im ersten Teil, das Kleine aber tödliche Hit Girl war, ist ein Teenager geworden. Moretz hat für ihr Alter eine wirklich gute Karriere am Laufen und ihre Zukunft, in Hollywood sieht sehr vielversprechend aus. Ihre Figur wird mehr in den Vordergrund gestellt und ist, die eigentliche Hauptfigur. Moretz muss nicht viel Leistung zeigen, macht aber einen ordentlichen Job. In den Actionszenen macht sie einen guten Job, als Mindy Macready hätte man ihr aber mehr Tiefe geben können. Es sind auch einige neue Helden dazu gekommen. Jim Carreys (Bruce Allmächtig) Auftritt als Colonel Stars and Stripes ist zwar kurz aber sehr amüsant. Lindy Booth (Cry Wolf) ist sehr reizend und ein tolles Eyecandy. Donald Faison (Scrubs) war nicht schlecht aber auch nicht auffallend oder gar besonders. Clark Duke (Hot Tub Timemachine) ist dagegen ein klares Highlight, seine Dialoge mit Kick Ass sind echt amüsant und Duke ist an sich, ein sehr sympathischer und witziger Typ. Den sollte man in Komödien auf jeden Fall öfter nehmen. Doch was wären Helden ohne einen richtigen Gegenspieler. In Teil 1 war es noch der geniale Mark Strong (Sherlock Holmes) als Mafiaboss, diesmal muss Christopher Mintz-Plasse (Superbad), den man als den Anti-Helden Red Mist im ersten Teil kennt. Er kann natürlich nicht, die Klasse eines Mark Strong erreichen. Mintz wirkt trotzdem passend in der Rolle, des Motherfucker. Er spielt, den pubertären und aufgedrehten Bösewicht gut aber auch er hätte mehr Screentime vertragen können. 
John Leguizamo (Gamer) als sein fürsorglicher und cooler Handlanger macht auch Spaß. Er und Mintz haben, für die kurze Zeit ein cooles Gespann abgeben, leider sah man davon auch zu wenig. 

Die neuen Figuren hatten auf jeden Fall Potenzial und man sieht ihnen gern zu. Sie besitzen trotzdem, keine richtige Persönlichkeit oder eine ordentlich Hintergrund Geschichte. Der Erste Film hatte den Mark Strong und Nicolas Cage Bonus. Strong als Mafiaboss war genial und Cag konnte endlich wieder glänzen, da beide im Ersten Film starben, konnte man sie natürlich nicht wieder einsetzten. Sowas fehlt der Fortsetzung. Potenzial war auf jeden Fall vorhanden nur wurde es nicht ganz genutzt. Dadurch wirkt der Film schwächer. Hier wird Hit Girl in den Vordergrund gestellt. Sie besitzt einen richtigen Charakter und macht eine Entwicklung durch, das wirkt sehr erfrischend  ist aber doch etwas oberflächlich gemacht. Der Zweite große Pluspunkt, war das man endlich was Neues und erfrischendes sah. Kick Ass war keine große Blockbuster Comic-Verfilmung, sondern was ganz anderes. Das kann man mit einer Fortsetzung natürlich nicht, zu 100% wiederholen. Sonst ist eigentlich alles beim alten geblieben. Es gibt blutige und gut gemachte Action. Wadlow weiß einfach wie man Action inszeniert,  und am Humor fehlt es dem Film auch nicht. Man muss zwar sagen, das Teil 1 einen besseren Humor hatte, aber die Fortsetzung kann auch einige lustige Dinge aufweisen. Wenn man Dave (Kick Ass) in einem Zuhälter Outfit sieht, muss man schon schmunzeln und die Screentime vom Motherfucker ist zum schießen. Der Gruppe Justice Forever bei der Arbeit zu zusehen, macht auch was her. Hier wäre aber auch mehr gegangen. Justice Forever wirkt, so normal und realistisches und ist einfach mal was Neues. Entweder es lag am Regisseur oder am Budget. Kick Ass 2 ist nämlich um 5 Millionen Dollar billiger als sein Vorgänger und, es musste halt an ein paar Ecken gespart werden. 

Dadurch kann man, das Vorhandene Potenzial nicht ganz nutzen, hätte man Wadlow mehr Geld zur Verfügung gestellt, wäre bestimmt mehr raus gekommen, den Wadlow ist kein schlechter Regisseur. 

Fazit:


Kick Ass 2 ist eine gute Fortsetzung geworden, mit einigen guten Stellen und viel vorhandenen Potenzial. Durch das kleine Budget konnte Wadlow aber nicht alles machen und so kann die Fortsetzung ihren Vorgänger auch nicht toppen oder gar standhalten. 

    
                                                   6,5 von 10 Punkte 

Über Marcel 577 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*