Kritik: „Batman“

Handlung: 

‘Have you ever danced with the devil in the pale moonlight?’ – Diese Worte wird Bruce Wayne seinen Lebtag nicht vergessen. Rückblick: Als Kind muss Wayne miterleben, wie seine Eltern von dem aufstrebenden Gangster Jack Napier kaltblütig erschossen werden. Der traumatisierte Junge schwört Rache und stellt nun all seine Bemühungen in den Kampf gegen die Kriminellen von Gotham City. Sein Markenzeichen wird die Fledermaus, der Batman ist geboren.
Die Gegenwart: Als Gangsterboss Carl Grissom erfährt, dass der machthungrige Jack Napier ihn nicht nur hintergeht, sondern auch eine Affäre mit seiner Geliebten hat, gibt er Jack zum Abschuss frei. Bei einer Verfolgungsjagd in einer Chemiefabrik fällt Jack Napier in einen Bottich mit Säure, nachdem Batman ihn nicht mehr halten kann. Während Napier bei diesem Unfall stirbt, taucht aus den verseuchten Fluten die Nemesis Batmans auf: der irrsinnige Joker.
Während die selbstbewusste Vicky Vale als investigative Journalistin der wahren Identität des Fledermaus-Mannes’ hinterher spürt und dabei in tödliche Gefahr gerät, plant der Joker einen perfiden Angriff auf die Bürger Gothams mittels tödlicher Chemikalien. Auf dem Clockenturm von Gothams Kathedrale kommt es schließlich zum großen Duell zwischen Batman und dem Joker.
Kritik:

Vor
der „The Dark Knight“ Trilogie und den leider miesen Joel Schumacher
Batman Filmen, gab es noch den Tim Burton Batman. Nachdem Warner Brothers,
Superman durch mehre richtig miese Teile ruinierte, wollten sie sich also Batman
vornehmen. Tim Burton wurde als Regisseur gewählt und man hoffte auf den selben
Erfolg, wie beim ersten großartigen Superman Film. Ob der Burton Batman es mit
den Nolan Filmen aufnehmen kann erfahrt ihr hier…

Wer hätte gedacht, dass Michael Keaton (Jackie Brown) auch mal Bruce Wayne/Batman war. Der damals noch junge Keaton hat einen tollen Job gemacht. Er konnte den netten, leicht arroganten und psychisch angeschlagenen Bruce Wayne sehr gut rüber bringen. Die Meisten denken bestimmt das es schwerer ist Batman zuspielen, aber wenn man bedenkt dass man nur die Augen und den Mund sieht, dann ist die Aufgabe Bruce Wayne zu spielen um einiges schwerer. Trotzdem macht Keaton auch als Batman eine gute Figur. Das düstere und ernste bringt er ebenfalls gut rüber, er ist zwar nicht so ernst, wie der Nolan Batman, aber längst nicht so lächerlich wie der vom Herrn Schumacher. Als Gegenpart nahm man den berüchtigten Joker und Jack Nicholson (Departed – Unter Feinden) übernahm damals den part. Nicholson gehört schon lange zur A-Klasse in Hollywood und dass auch zurecht. Man sollte Nicholson nicht mit Ledger vergleichen da beide 2 verschiedene Versionen vom Joker spielen. Dieser Joker ist nicht so düster und realistisch und ähnelt eher dem Comic Joker. Nicholson bringt, den Wahnsinn und den seltsamen Humor vom Joker großartig rüber und er ist ein genialer Gegenpart zum Keaton Batman. Die damals ebenfalls Junge Kim Basinger (8 Mile) übernahm den Weiblichen Part im Film. Sie wird von Keaton und Nicholson zwar in den Schatten gestellt, trotzdem holt sie alles aus ihrer Rolle raus. Damals war es halt, Standard das Frauen hilflos sind und vom Helden gerettet werden müssen. Michael Gough (Alice im Wunderland) kann ebenso als treuer Butler von Batman überzeugen. Gough übernahm ganze 4 Filme lang die Rolle und er konnte in allen 4 glänzen. 

Burton hielt sich was Figuren
angeht an den Comic und hat alles richtig mit der Besetzung gemacht. Er konzertiert sich aber ausschließlich auf Batman, Joker und Basingers Figur. Es ist schade, dass er nicht mehr von Gordon oder Harvey Dent zeigt, den die sind im Batman Universum sehr wichtige Figuren. Diesmal
bekommt der Joker sogar einen Hintergrund. Dieser Hintergrund nimmt der Figur,
zwar das Unbekannte, verstärkt aber die Beziehung zu Batman. Der Einsatz und die Bedeutung ‘Have you ever danced with the devil in the pale moonlight?’
ist genial. Die Idee, dass Batman den Joker indirekt erschaffen hat und
es umgekehrt genau so war, wirkt frisch und ist eine gute Entscheidung gewesen.
Schade ist, dass der Joker nicht die Psyche von Batman angreift sondern, einen
typischen Bösewicht Plan hat, das geniale Spiel von Nicholson macht die vertane Chance
aber wieder gut. Die Darstellung des Batman Universum ist Burton dagegen zu 100
Prozent gelungen. Dieses Gotham City sieht wirklich wie das im Comic aus. Es
hat keine Ähnlichkeit mit New York. Es ist dreckig, düster, wirkt eng und verwinkelt. die düstere Stimmung tut ihr übriges. Die Darstellung von Batman sollte man
auch loben. Sein Anzug ist gepanzert, er ist außer dem Symbol, komplett schwarz und wirkt überhaupt nicht lächerlich. Batman besitzt viele coole Gadgets, ein Comiclastiges aber echt gelungenes Batmobil und ist Comichafter. Burton hat sich sehr nahe am Comic gehalten und das ist ein
Batman, den jeder sehen will. Erwähnenswert ist auch, was Burton bei einem
Budget von schlappe 35 Millionen auf die Beine gestellt hat. Wie gesagt,
Gotham, Batman und seine Ausrüstung sind sehr gelungen und wirken überhaupt
nicht trashig oder gar billig aber auch die Action ist super inszeniert. Es
gibt coole Explosionen, tolle Kämpfe eine dichte und tolle Atmosphäre. Für
damalige Verhältnisse war Batman ein großartiger Blockbuster.
Unvergesslich ist auch der perfekte Soundtrack vom Meister Danny
Elfman.  

Fazit:


Der Burton Batman ist für Fans ein Muss und man kann ihn sich Heutzutage mit Freude immer wieder ankucken. Er kann es zwar nicht mit den Nolan Batman aufnehmen, ist aber dicht hinter ihm. 

                                                  8 von 10 Punkte

Über Marcel 583 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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