Serienkritik: „Raising Hope – Staffel 1“

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Es gibt ja nicht gerade wenig Sitcoms und da ist es nicht einfach immer die richtig guten herauszufiltern. Ob sich ein Blick oder sogar ein längerer Aufenthalt bei der Serie „Raising Hope“ lohnt, das könnt ihr in unserer Kritik zur ersten Staffel erfahren.

Handlung:

Nach einem One Night Stand mit einer gesuchten Serienmörderin hat Jimmy Chance 9 Monate später deren Baby am Hals, da sie auf dem elektrischen Stuhl landet. Nun kämpft sich Jimmy mit seinen Eltern, die selber noch relativ jung sind, durch den neuen Babyalltag. Was das ganze nicht einfacher macht, das ist die demente Großmutter, bei der die Familie wohnt.

Kritik:

Man merkt es schon, wenn man die Handlung liest. Da erwartet einen etwas wirklich schräges mit der Serie „Raising Hope“. In keiner anderen Serie ist die Story ähnlich seltsam, aber auch sehr lustig, wie in „Raising Hope“.

Die Konstellation der Figuren trägt einiges zum Gelingen der Serie bei. Zum einen wäre da der Hauptcharakter Jimmy Chance, der ungewollt Vater wird. Er arbeitet zudem für seinen eigenen Vater, Burt Chance, der Poolreiniger ist und die Gärten der Leute wieder auf Vordermann bringt.
Jimmys Mutter, Virginia, ist Reinigungskraft, während ihre demente Mutter nur selten „lichte“ Momente hat und in diesen für etwas zu gebrauchen ist, ansonsten treibt sie fast nur Unfug.
Zu guter letzt wäre wohl noch Sabrina zu nennen, die zwar einen Freund hat, aber auf die Jimmy im Supermarkt ein Auge geworfen hat.

Alle Darsteller leisten wirklich einen sehr guten Job. Das geht vom jungen Vater Jimmy bis zur Oma, die immer wieder unfreiwillig komische Dinge anstellt. Was die Figuren von anderen Sitcoms abhebt, das sind die ausbleibenden eingeblendeten Publikumslacher und vor allem ist keiner der Chance-Charaktere weder reich noch die allergrößte Schönheit, auch wenn sie auf keinen Fall hässlich sind, oder besonders äloquent.

Die Story und Charaktere sind natürlich überzeichnet, aber das macht gerade den Reiz der Serie aus. Es werden einige ernstere Themen, wie etwa die Suche nach einem Krippenplatz für das Baby Hope, auf die Schippe genommen und in gekonnter Weise unterhaltsam präsentiert.Nur ganz selten geht alles fast schon ein klein wenig zu weit.

Fazit:

„Raising Hope“ macht einfach nur Spaß. Die Charaktere sind liebenswerte arme Leute, die nun auch noch ein Kind an der Backe haben und bei denen es oft unfreiwillig komisch zugeht. Es ist sehr unterhaltsam ihnen in ihren verstrickten und urkomischen Situationen zuzusehen und man hofft, dass Jimmy eines Tages bei seinem Schwarm Sabrina landet.

 9 von 10 Punkten
Über Marcel 580 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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