Kritik: „Ein Königreich für ein Lama“

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Handlung:

König Kuzco lebt in seinem Schloss in den
Anden als ein übermütiger und nicht immer ganz gerechter Herrscher.
Seine rechte Hand Yzma führt unterdessen nichts Gutes im Schilde und will
den Königsthron an sich reißen. Dazu beauftragt sie den trotteligen,
aber gutmütigen Kronk, den König zu vergiften. Kronk vermasselt es aber
und so verwandelt sich Kuzco in ein sprechendes Lama. Pacha, ein
Bauer bietet Kuzco seine Hilfe an, wenn dieser dafür sein
Sommerschwimmbad nicht an dem Ort baut, auf welchem das Dorf Pachas
steht.

Kritik:

Wer einen sehr witzigen Film sehen will, der kommt an „Ein Königreich für ein Lama“ kaum vorbei. Der Film bietet alles, was eine sehr gute „Zeichentrickkomödie“ bieten muss.
Tolle, verdrehte Charaktere, eine witzige Story, zündende Gags und jede
Menge verschrobener Situationen. Jeder Charakter ist wirklich
ausgezeichnet und lustig. 

Da wäre einmal die hinterhältige Yzma, die
den Thron an sich reißen will. Ihre Darstellung einer alten,
hinterhältigen Frau ist wirklich brillant und lustig. Doch was wäre ein
Bösewicht schon ohne seinen Handlanger? In diesem Fall heißt der
Handlanger Kronk. Ein großer, etwas dumm-naiver, aber netter
Mensch. Dies wird schon alleine dadurch deutlich, dass er Kuzco gar
nicht töten will und selbst einem Keks hinterherspringt, den Kuzco
wegwirft. Die Figur des Kuszo hält, wie eigentlich jeder Charakter, sehr
viel gute Gags bereit. Vor allem als er ein Lama ist, gehen die meisten
Witze auf sein Konto. Was absolut zur Genialität und zum Witz führt, ist die Synchronstimme von Kuzco, der im Deutschen von Michael Herbig gesprochen wird. Man kann von ihm sicherlich halten was man will, aber als Synchronsprecher passt er wie kein anderer. Wer den Film gesehen hat, der weiß warum das so ist

Während des Filmes macht Kuzco eine
Veränderung durch. Ist er zu Beginn noch eigensinnig, vorlaut und nicht
gerade sonderlich mitfühlend, so weicht er nach und nach immer mehr auf.
Das ist vor allem Pacha zu verdanken. Der dickliche, aber gutherzige
Bauer, der sein Dorf retten will, begleitet Kuzco auf seiner
gefährlichen Reise zurück zum Palast. Das Duo Kuzco/ Pacha ist einfach
unschlagbar komisch wie witzig und aus dieser seltsamen Zusammenarbeit
kommt es zu viel Situationskomik. Durch ihr stärkeres Vertrauen aufeinander kommen sie schließlich immer weiter und es wird einem schön gezeigt, dass Zusammenhalt sowie Vertrauen etwas sehr Wichtiges ist.

Der Film punktet auch mit
seinem etwas schrägen Look, der ihn besonders und einzigartig macht. Der
Soundtrack trägt seinen Teil zum Gelingen des Filmes bei. Längen im
Film sind eigentlich keine festzustellen, da der Film sich von Witz zu
Witz entlanghangelt, auch wenn die Story ein klein wenig in den
Hintergrund rückt. Doch hier geht es in erster Linie um den Witz und der ist hier in einer Qualität vorhanden wie kaum in einem anderen Zeichentrickfilm.

Fazit:
 

Der Film ist einfach großartig, lustig und für die
ganze Familie geeignet. Kuzcos vorlaute und witzigen Sprüche suchen
ihresgleichen und machen den Film zu etwas besonderem. Kritisieren kann man an dem Film im Prinzip nichts, da er alles richtig macht, was er erstrebt, nämlich die Lachmuskeln der Zuschauer zu strapazieren. Durch geniale Charaktere, irrwitzige Situationen und noch bessere Sprüche kann man diesen Film wirklich jedem empfehlen. Sowohl Kindern als auch Erwachsenen. Denn über wirklich lustige Sachen können sowohl Klein als auch Groß lachen. Und das nicht nur zusammen.
10/10
Über Marcel 583 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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