Kritik: „Breaking Bad“ Staffel 3

copyright by AMC Studios
 
Handlung:
 
Walter White, ein zurückhaltender Chemielehrer, erfährt bei einem Routine-Arztbesuch, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist und nicht mehr lange zu leben hat. Statt sich seinem tragischen Schicksal zu fügen, bricht er mit allen Konventionen und gerät auf die schiefe Bahn vom braven Durchschnittsbürger mutiert Walter zum trickreichen „Drogenkönig“
 
 
Kritik:
 
Staffel 1 ist bei jeder Serie eine Art „Einführung“ und es dauert bis mal alles in Fahrt kommt. Heute geht es um die 3 Staffel und mal sehen ob sie Skeptiker überzeugen kann und das Niveau der 1 und 2 Staffel halten kann oder im Gesamtergebnis doch schwächelt….
 
Alle Handlungen haben in Breaking Bad Konsequenzen und es ist eigentlich, wie im wahren Leben. Die Figuren haben sich weiterentwickelt und wenn man mal so zurück blickt, dann ist es erstaunliche und fast schon schockierend, wie sich die Figuren in der Zeit weiterentwickelt haben. Walter White hat einen ganzen Persönlichkeitswandel durch gemacht. Am Anfang war er noch der liebevolle Pantoffelheld. Er hat sich nicht oft durchgesetzt und wirkte sehr zurückhaltend. Walter ist schon lange nicht mehr der Alte und man kann es positiv oder negativ sehen. Es wird Menschen geben die den neuen Walter mögen und es wird Leute geben die ihn vielleicht sogar hassen. Durch seine neue Skrupellosigkeit und kühl kalkulierende Person wird er den Meisten bestimmt unsympathisch wirken. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass der Mann noble Absichten verfolgt. Brian Cranston konnte schon mit dem alten Walter überzeugen und kann es auch mit den Neuen. Cranston ist ein sehr wandelbarer Darsteller und er gehört zu denen in Hollywood, die eigentlich alles spielen können und dabei auch noch mit Bravour überzeugen. 
Ein wichtiger Bestandteil der Serie ist natürlich auch Skyler White. Denn auch sie hat sich arg verändert. Zuschauer der vorigen Staffeln kennen die nette und liebevolle Skyler, doch nach den ganzen Ereignissen ist sie nur noch am Boden zerstört und verachtet Walter mit der Zeit immer mehr. Sie wird man vielleicht auch unsympathisch finde aber ihre Reaktion ist verständlich und logisch. Anna Gunn gibt die Verzweiflung und innere Zerrissenheit ihre Rolle sehr gut rüber und steht Cranston in nichts nach. Fans von Hank Schrader müssen in dieser Staffel den Fall von Hank Schrader erleben. Hank macht in dieser Staffel einiges durch und bekommt heftige Konsequenzen dafür, dass er ein Drogenfahnder ist. Die Figur wird fertig gemacht und ist am Ende am Boden zerstört. In dieser Staffel kommt auch eine recht markante Figur vor. Die Rede ist vom skrupellosen, unscheinbaren und professionellen Drogenboss Gus. Anfangs wirkt er nicht so interessant aber sobald sich die Figur entfaltet und man sieht, wozu er im Stande ist wird man sofort von dieser Figur fasziniert sein. Er ist eiskalt, berechnend und obwohl er so gewöhnlich aussieht schafft er es jedes mal den Zuschauer etwas Gänsehaut zu verpassen. 
 
Jesse Pinkman muss im Gegensatz zu Hank oder Skyler eher weniger durch machen. Die Figur bekam in der zweiten Staffel ein menge Schaden doch dieses mal geht es etwas beruhigter um ihn zu. Das erstaunliche bei Aaron Paul seiner Figur ist, dass Jesse immer wieder Höhen und Tiefen erlebt und trotzdem der Selbe bleibt. Bei ihm gibt es selten gravierende Veränderung und falls mal solche aufkommen verfällt Pinkman trotzdem immer in den gleichen Zustand zurück.
Zur Handlung kann man wenig sagen, da es sonst einige große Spoiler geben würde. Was man aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass die großartige Qualität erhalten bleibt. Sie entwickelt sich logisch und mit viel Spannung weiter. Es gibt Höhen und Tiefen und der Regisseur zieht viele Dinge konsequent durch. Was die Serie einfach ausmacht sind die Figuren und deren Handlungen. Hier sollte man auf alles gefasst sein und nichts passiert ohne gewisse Konsequenzen. Ein typisches Stilmittel von Breaking Bad ist, dass die Protagonisten in brenzlige und fast schon ausweglose Situationen geraten. Der Zuschauer grübelt darüber, wie es wohl weitergeht, ob es das Ende ist und was der nächste Schritt der Protagonisten wohl sein wird. Das bringt Vince Gilligan mit einer grandiosen Spannung rüber und lässt den Zuschauer gar nicht mehr los. 
Es wird Stellen geben, wo man sich fragt wie es zu dem ganzen gekommen ist und in verschiedenen Folgen werden einem Rückblenden gezeigt. Dadurch können schon verstorbene Figuren wieder auftauchen und diese Rückblenden verleihen der Geschichte einen neuen Anstrich und eine gute Abwechslung. Man erfährt mehr über die Figuren, sie bekommen einen richtigen Hintergrund und werden schlüssiger.  
 
 
Fazit:
 
Fans der Serie die noch nicht beim Serienfinale sind können aufamten. Staffel 3 ist genau wie seine Vorgänger großartig gelungen. Sie brilliert mit tollen Darstellern, tiefgründigen Figuren und einer Geschichte voller Spannung und Wendungen. 

 

Über Marcel 537 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*