Kritik: Detektiv Conan Episode 861 „Derselbe Tatort wie vor 17 Jahren (Teil 1)

© 2017 GOSHO AOYAMA / DETECTIVE CONAN COMMITTEE. All Rights Reserved.

Nach einer längeren Pause startet der Anime mit der Folge
„Der 17 Jahre alte Tatort“, in dem Conan erfährt, was der eigentliche Grund
ist, wieso Shuichi Akai dem FBI beigetreten ist. Außerdem geschieht ein Mord,
der eine ähnliche Handschrift trägt wie dieser vor 17 Jahren an Haneda Koji,
der auf das Konto der Organisation geht. Also heißt es für den Meisterdetektiv
wieder, Schlussfolgerungen zu ziehen und von Hinweis zu Hinweis dem Täter auf
die Schliche kommen.

Wer den Manga kennt, weiß, was als nächstes passiert,
weswegen die Spannung und die Freude, die Conan mit seinen detektivischen
Aktivitäten bereitet, aber nicht abnimmt. Vielmehr ist es sehr interessant zu
sehen, wie das Ganze nun in bewegten Bildern umgesetzt wurde – was die Macher auch
ohne Probleme meistern, so als hätte der Mangaka Gosho selbst Regie geführt. Bis
ins kleinste Detail hat sich die Perfektion der Animation von Staffel zu
Staffel weiterentwickelt, und auch heute reißt die Qualität trotz ihrer
langwierigen Lauflänge über mehrere Jahre hinweg nicht ab, was eine Kunst für
sich ist.

Die Handlung rund um den Kampf gegen die schwarze
Organisation schreitet zudem voran, auch wenn in den Augen einiger Liebhaber
die Filler gern reduziert werden könnten, da es sechs Folgen nach dem
Kindheitsrückblick von Ran gedauert hat, bis dieser nun gezeigte Handlungsstrang
seinen Weg ins japanische Fernsehen fand. Dennoch kann man Conan zugutehalten,
dass selbst diese Folgen qualitativ nicht an Wert verlieren. 
Immerhin gibt es inhaltlich viele Aspekte dieser Folge, die
die lange Wartezeit lohnenswert macht. Wie beispielweise die Art des
Verbrechens, die Täteridentfizierung sowie die Beweisführung und natürlich die
Frage, inwieweit die Organisation in diesen Fall involviert ist. Leider wird
letzteres nicht vollständig aufgeklärt. Denn wie bei vielen Conan-Folgen üblich,
ist auch diese als Zweiteiler konzipiert, was hauptsächlich daran liegt, dass
man den vielen Stoff des Falls unmöglich in 30 Minuten erzählen kann, wenn er
schon im Buch sich über mehrere Kapitel erstreckt, was dadurch durchaus
verständlich ist. 
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In der 861sten „Detektiv-Conan“-Folge lernen wir nun die
Weiterführung des Mysteriums um die Liste der APTX-Opfer und ihre dazugehörigen
Fälle kennen, speziell der von Haneda Koji, der einige Fragen aufwirft und die
augenscheinliche Lösung durch den hiesigen Mordfall ein weiteres Puzzleteil im
Kampf gegen die Organisation ist. Eine weitere Frage ist, warum Subaru Okiya
alias Akai Shuichi mit allen Mitteln versucht, Ai zu beschützen. Vielleicht
wegen Schuldgefühlen, da er nichts für Ais Schwester Akemi unternehmen konnte,
die gleichzeig seine Geliebte war? Eine Frage, die in naher Zukunft
wahrscheinlich erst einmal ungeklärt bleibt.
Über Marcel 583 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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