Kritik: Mission Impossible: Rogue Nation

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„Extreme Zeiten, extreme Maßnahmen“,

Mission Impossible verfolgt jetzt schon lange eine Reihe erfolgreicher Filme, um genauer zu sein, seit 1996 der allererste Teil in die Kinos kam. Die Reihe rund um das IMF (Impossible Mission Force) basierte ursprünglich auf der TV-Serie, Kobra, übernehmen sie. Ein Glück, dass sie im Kino gelandet ist, da die Reihe um Tom Cruise ein sehr gutes Gegenstück zum klassischen Agentenfilm wie James Bond ist. Explosionen, Frauen und waghalsige Stunts (Siehe Ghost Protocol, die Kletteraktion am Burji Khalifa) sind hier an der Tagesordnung.

Doch im Gegensatz zu Bond ist ein Ethan Hunt, gespielt von Tom Cruise, nicht mehr wegzudenken. Der charismatische 55 Jährige verkörpert, nun bereits seit dem ersten Teil, den unberechenbaren, Adrenalinjunkie Hunt, der von „unmöglichen“ Missionen nicht genug kriegen kann. Seit beginn ist außerdem immer Luther Stickell, ein Hacker der etwas anderen Sorte, an seiner Seite. Der Rest des Team variieret von Film zu Film, doch ein weiterer hat es bisher auf drei Filme der Reihe gebracht, nämlich Simon Pegg als Computergenie Benji Dunn und den in Ghost Protocal eingeführten William Brand, gespielt von Jeremy Renner.

Als Regisseur holte Cruise, Christopher McQuarrie (Jack Reacher) an Board, der mit Rogue Nation eine weibliche Figur einführte, welche man getrost als Gegenstück zu Hunt bezeichnen kann. Isla Faust, die Undercover Agentin vom britischen Geheimdienst, bringt den IMF Agenten ganz schön ins Schwitzen und sorgt für mächtig Wirbel bei seiner Mission gegen das Syndikat. Die neue Agentin ist gleichzeitig auch ein neues tragendes Mittel des Films, der sich gerade die Szenen zwischen ihr und Hunt ausspielt. Der Blickkontakt, die Mimik und Gestik, manchmal braucht es sogar keine Worte, um zu sehen, dass die beiden etwas verbindet. Zudem schafft sie es auch fast in jeder ihrer Szenen, den Fokus, was nicht nur an ihrer Ausstrahlung sondern auch der Schlagfertigkeit betrifft, auf sich zieht. Jedoch erkennt man auch eine bröckelnde Fassade, wenn sie sich beispielsweise gegenüber ihres alten Chefs Atlee befindet.

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Ansonsten lebt der Film natürlich von jeder Actionszene, die auf dem ersten Blick unmöglich scheinen und trotz dass man weiß, dass die Hauptfigur überleben wird, man mit ihr mitfiebert und die Spannung den ganzen Film über anhält. Selbst in den ruhigen Dialogszenen ist diese vorhanden, da man nicht immer voraussehen kann, welchen Weg der Film einschlägt. Daher wirkt der Film auch viel kürzer als er schlussendlich ist.

Jedoch der größte Makel ist seit Teil 3 der Antagonist, der von Mal zu Mal uninteressanter wird. Er macht fast immer dieselben vorhersehbaren Züge, hat ähnliche Motive und man weiß schon nach dem ersten Auftritt auf der Leinwand, dass er keine Chance gegen Hunt und sein Team haben wird. Diese Tatsache ist aber auch schnell wieder vergessen, da der Film auch ohne ihn Spaß macht und sich immer wieder verrückte Aktionen einfallen lässt, was gerade in diesem Teil auf die Spitze getrieben wird. Seien es Motorradverfolgungsjagden, die Vielseitigkeit des Fahrens eines Autos, der Sprung in einen tiefen Schacht oder die einprägsame Titelszene am Anfang, mit einem Jumbojet.

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Das Hauptaugenmerk der Reihe liegt auf die Stunts, denn ohne diese, würde der Film nur halb soviel Spaß machen und wäre sehr generisch. Natürlich ist Voraussetzung dass die meisten der Stunts an realen Schauplätzen gedreht werden, ein weiteres unverkennbares Merkmal der Reihe. Denn seien wir ehrlich, das wichtigste an so einer Art des Actionsfilms ist der Spaßfaktor, Explosionen, charismatische Charaktere und viele Stunts und was das betrifft, erfüllt Rogue Nation alle Bedingungen und schürt die Vorfreude auf Fallout und hoffentlich noch viele weitere „unmögliche“ Missionen.

Über Marcel 536 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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