Kritikdebüt: Fifty Shades of Grey: Befreite Lust

Zu Fifty Shades of Grey: Befreite Lust haben wir jemanden Unerfahrenen geschickt, die mit dieser Kritik ihr Debüt feiert. Wir selber hatten auf die Art und Ausdrucksweise des Textes fast überhaupt keinen Einfluss, im Gegenteil, wir ließen ihr die Chance, ihr Talent zu zeigen.

Also nun Bühne frei für Margareta Reszka:

50 Shades of Grey – Befreite Lust wird alle Erwartungen eines Fans des Franchise erfüllen. Romantisch, sexy, erotisch und voller Action. Alles ist vorhanden. Von der einst schüchternen und naiven Anastasia ist nicht mehr viel zu sehen und zu erkennen. Christian Grey lernen wir von einer ganz anderen, bis jetzt unentdeckten Seite kennen. Obwohl, meiner Meinung nach, das der beste Teil des Franchise ist, rate ich jedem Filmliebhaber den Film mit einem großen Bogen zu meiden. Wo der Film wirklich stilvoll angefangen hat und den Zuschauer mitten in den Bann der Beziehung von Christian und Ana gezogen hat, wurde der Film ab der Hälfte recht unrealistisch. An ernsten Stellen konnte man nicht anders als einfach nur lachen. Von anspruchsvoll ist definitiv nicht die Rede, für einen gemütlichen Filmabend mit dem Partner ist der Film jedoch ausreichend.

Nach der Verlobung von Anastasia und Christian geht es in die nächste Etappe ihrer Beziehung, jedoch hält das Glück nicht lange an. Der ehemalige Chef von Anastasia Jack will sich an den beiden rächen und ihr Leben zerstören. Was wie eine romantische Komödie anfängt, wird schnell zum actionreichen Drama, dass sich ein wenig zu einer schlechten Seifenoper entwickelt. Doch Befreite Lust kommt auf den Höhepunkt von Christians spielerischer Sucht, trotz der „normalen“ Beziehung zu Anastasia. Die heiß erweiterten Szenen sind stilvoll, erotisch, aber vor allem Ästetisch. Der Zuschauer sieht viel Neues aus dem Schlafzimmer des Paares, der Red Room ist wieder im Spiel, auch wenn nur für einige Augenblicke.

Abgesehen von den beiden Protagonisten, scheint jedoch kaum Interesse an den Nebencharakteren zu bestehen, auch nicht an dem Neuzuwachs Tyler Hoechlin und Arielle Kebbel, die nur für wenige Minuten auf der Leinwand erscheinen. Dafür muss man sagen, dass die musikalische Untermalung, sowie der Soundtrack, zum wiederholten Male, genau wie bei den ersten beiden Teilen, 1A sind. Die Songs der heißbegehrten Künstler von Hailee Steinfeld, über Sia bis Rita Ora und Liam Payne, verleihen dem Film eine romantische Note, die die jeweilige Szene in eine schöne Traumsequenz verwandelt, in der jede junge Frau eintauchen würde.

Einige Szenarios sind atemberaubend und einige Szenen voller Spannung, nichtsdestotrotz ist der Film nur den Fans zu empfehlen, denn vom großen Kino kann man hier nicht sprechen. Die Story ist recht vorhersehbar und auch beim Höhepunkt sehr monoton, obwohl der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig wirkt.

50 Shades of Grey – Befreite Lust startet diesen Donnerstag in den Kinos.

Über Marcel 580 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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