Road to- Ready Player One: Teil 3: Steven Spielberg

Steven Spielberg und Autor Ernest Cline copyright by Warner Bros.

Eigentlich hatten wir das Special zu „Ready Player One“ schon letztes Jahr gestartet, allerdings unter anderem Namen. Der neue Name „Road to“ leitet sich natürlich aus dem deutschen „Straße nach“ ab und wird eine Art Reise sein, durch die Welt von „Ready Player One“. Wer sind eigentlich die Charaktere, welche Funktion, etc., wer verkörpert sie, welche bisherigen Filme von ihnen haben uns gut beziehungsweise nicht so gut gefallen. Natürlich auch noch eine Buchkritik und Kritik zum Film. Es wird ein Special zum Kinostart hin, wovon wir jede Woche einen neuen Teil veröffentlichen werden.

Wohl gemerkt: Jedes Road to Special läuft anders, also lasst euch überraschen, was so alles auf euch zukommt. Gegebenenfalls werden manchmal noch Gewinnspiele und Interviews hinzukommen, diesbezüglich können wir aber nix versprechen, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Aber wenn, dann erfahrt ihr es als erstes.

Und nun Vorhang auf für „Ready Player One“ und den Regisseur der Buchverfilmung Steven Spielberg:

Steven Spielberg gilt als einer der bedeutensten Filmemacher unserer Zeit und Wegebereiter für den heutigen Blockbuster. Er ist ein Visionär der seines gleichen sucht und bisher Regie technisch in seinem guten Freund, dem Star Wars Schöpfer George Lucas gefunden hat. Beide haben zusammen die Indiana Jones Reihe (ursprünglich hier er Idiana Smith, wurde aber von Spielberg auf Jones geändert)  ins Leben gerufen, die von Lucas produizert wurde, während Spielberg die Regie führte.

Noch heute ist Spielberg auch als Produzent an vielen großen Filmprojekten beteiligt wie beispielsweise die Goonies, die Zurück in die Zukunft Reihe, Gremlins, Men in Black, Real Steel, Die Transformers Reihe (wohlgemerkt bei TF nur Produzent, alles andere geht auf Bays Konto).

Als Regisseur ist er eine wahre Koryphäe. Von ihm stammen Meisterwerke wie „Der weiße Hai“, „Jurassic Park“, „E.T.“; „A.I.- Künstliche Inteligenz (womit er die Arbeit von Stanley Kubrick zuende brachte), „Schindlers Liste“, „Der Soldat James Ryan“ und „Catch me, If You Can“. Das sind natürlich nur ein paar Werke seiner Karriere, für alle würde wahrscheinlich die Seite nicht reichen.

Er wurde fünfzehnmal für den Oscar nominiert, davon gewann er ihn dreimal für „Der Soldat James Ryan“ in der Kategorie: Beste Regie und „Schindlers Liste“ in Bester Film und beste Regie.

Spielbergs Filme behandeln oft mehrere wiederkehrende Themen. Die meisten seiner Filme handeln von gewöhnlichen Charakteren, die nach außergewöhnlichen Wesen suchen oder mit ihnen in Kontakt kommen oder sich in außergewöhnlichen Umständen wiederfinden. Vermutlich ist Spielberg aber auch an gesellschaftsrelevanten, zeitgeschichtlichen Themen interessiert, die eine außergewöhnliche Handlung bieten wie jüngst „The Post“ (Die Verlegerin) die die Geschichte über die Pentagon Papers erzählt, die in den 60er Jahren für Aufsehen sorgten. „The Post“ deswegen, weil die Zeitung, die diese Papiere veröffentlicht hat „Washington Post“ heißt, ein Fakt der in Deutschland anscheinend gänzlich ignoriert wurde, weswegen der Film „Die Verlegerin“ heiß, somit nur im Bezug auf Meryl Streeps Kathrine Graham, die Verlegerin der Washington Post. Über Sinn und Zweck der Titeländerung kann man sich streiten. Spielberg hat sich aber schon früher mit Geshichte in seinen Filmen befasst, wie Schindlers Liste, Lincoln, Gefährten und Bridge of Spies.

Meistens arbeitet er mit Schauspielern, Produzenten Komponisten und Kameramännern aus früheren Filmen zusammen wie Janus Kaminski, der bisher bei jedem Spielberg Film ab „Schindlers Liste“ wohl gemerkt, für die Kamera zuständig war, oder John Williams, der die meisten von Soundtracks zu seinen Filmen komponiert hat und den Spielberg auch Lucas vorgestellt hat. Sozusagen würdet ihr ohne Spielberg keinen „Star Wars“ Soundtrack von John Williams hören, sondern vielleicht von Hans Zimmer. Wieso Spielberg das macht, ist uns allerdings auch nicht ganz klar. Vielleicht hängt das mit Vertrauen und der Art und Weise wie er ein Projekt angeht zusammen. Schließlich ist er da nicht der einzige. Auch ein berühmter Fall ist Regisseur Quentin Tarantino, der meist auf alt bewährte Kollegen setzt.

Seine Funktion in der Verfilmung von „Ready Player One“ ist nicht die des Regisseurs, das ganze Buch baut auf Spielbergs Filmografie auf, nutzt Verweise, Zitate aus seinen beziehungsweise bezieht einige sogar mit ein. Deswegen und weil Spielberg schon immer ein Fabile für das phantastische hat, ein hervorragender Geschichtenerzähler ist und  sowohl mit „E.T.“, „A.I.“, „Minority Report“ bedeutende Science Fiction Meiserwerke geschaffen hat, ist er die perfekte Wahl für den Regieposten. Man merkt auch anhand vieler Äußerungen des Autors Ernest Cline, der mit Drehbuch geschrieben hat, dass Spielberg von Anfang an sein Wunschkandidat war. Tja manchmal macht Hollywood doch noch Träume war und immerhin ist Spielberg ein Paradebeispiel, zu was es Träumer alles bringen können.

Die meisten seiner Topfilme hab ich ja schon genannt und zu meinem Lieblingen gehören da „A.I.-Künstliche Intelligenz“, „E.T. der Außerirrdische“, „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, „Hook“, „Minority Report“ und „Catch Me If You can“. Allesamt Meisterwerke, gerade „Hook“ hat mir meine Kindheit beeinflusst, ich liebe diesen Film einfach. Das schöne bei Spielberg ist, du kannst dich wunderbar in seinen Filmen verlieren. Sie unterhalten, bieten Diskussionsstoff und regen einen zum Träumen an und wie schön es doch eigentlich ist, ein Kind zu sein. Dieser kindliche Aspekt, der besonders bei seinen Frühwerken erkennbar ist, fasziniert mich immer wieder aufs neue. Sein Spätwerk ist da eher etwas reifer, mehr erwachsene Kost, aber dennoch sehr spannend und erzählerisch auf der höchsten Stufe. Spielberg weiß bei all seinen Filmen ganz genau welche Mittel er wann einsetzen muss. Es kommt einem nicht so vor, aber ich glaube dass Spielberg sich extrem viele Gedanken macht, wie er welchen Film gestalet, was in welcher Szene passiert und wann das Ganze auf dem Höhepunkt zusammen laufen muss. Er kommt einem sehr authentisch vor, jemand der ein solches Gespür für Filme hat, muss selber ein großer Filmeliebhaber sein und das ist Spielberg gewiss.

Das was aber besonders bei seinen Filmen auffällt ist, dass Merkmal das jeder Filme aus einer sehr optimistischen Sichtweise erzählt werden. Es ist so, als wäre immer ein Teil von Spielberg selbst in seinen Filmen vorhanden und das Ganze Szenario immer einen positiven Ausgang für die handelnten Figuren hat. Ich glaube so ist auch seine Sichtweise auf die Dinge.

Mich würde bezüglich „Ready Player One“ interessieren wieso er erst jetzr der Meinung ist, das die Zeit so einen Stoff zu verfilmen, da das Buch ja aus dem Jshre 2010 stammt. Gab es einen bestimmten Grund, warum er gewartet hat oder hat er erst jetzt das Buch überhaupt wahr genommen? Immerhin ist es ja wie eine Liebeserklärung an ihn und seine Filme.

Des weiteren wieso er bei diesem Film auf Newcomer setzt, denn neben Mark Rylance hat keiner zuvor mit Spielberg gedreht und wonach er die Leute für seine Projekte aussucht. Können wir auch in Zukunft Projekte aus phantastischen Welten von ihm erwarten?

Auch wie ist seine Sichtweise auf das Buch und die erhaltene Botschaft darin. Stimmt sie mit seiner überein oder wie denkt er, sieht die Zukunft später mal aus und in welchem Maße werden Videospiele darauf Einfluß nehmen? 

Wie kritisch sieht er als Filmemacher eigentlich die im Buch mit beschriebene Gefahr, dass Videospiele zur Sucht verleiten bzw Sucht anregen.

Was macht seiner Meinung nach einen modernen Filmemacher beziehungsweise Geschichtenerzähler aus?

Da „Ready Player One“ auch für mich selber nicht nur als Spielberg Fan sondern auch als begeisterter Leser des Buches und großer Science Fiction Liebhaber ein absolutes Muss ist und hoffentlich sämtliche Erwartungen sprengen wird, ist dieses Special mein ganz eigenes Anliegen.

Und ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass „Ready Player One“ ein Flop wird, gerade weil das perfekte Team an ihm gearbeitet hat. Ich erhoffe und wünsche mir, dass es einer der besten Filme des Jahres wird und zeigt, was eigentlich möglich ist, wenn man das Science Fiction Genre versteht.

(Autor: Marcel Flock)

Über Marcel 533 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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