Kritik: „Gossip Girl“ Staffel 2

© Warner Bros. Television

„Welcome Home, Upper Eastsiders. You know, you missed me XOXO „Gossip Girl“

Was passt besser zu den Reichen und Schönen, als den Sommer in den Hamptons zu verbringen? Und genau da geht es mit der Geschichte um die IT-Girl-Clique auch weiter – nun ja: bevor es noch einen Rückblick über Staffel 1 gab. Und das war es ehrlich gesagt auch schon an Veränderungen. Sonst bleibt alles wie gewohnt. Die kleine J (Jenny, Dans Schwester) versucht immer noch ihren Platz in der Welt zu finden, Chuck und Blair treiben wieder ihr altes Spiel, was natürlich auch zu Kollateralschäden führt, Nate wird weiterhin von jedem bis auf Dan nur ausgenutzt und letzterer versucht weiterhin seinen Weg als Schriftsteller zu gehen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihm inzwischen jedes Mittel recht und er fängt an wissentlich Grenzen zu überschreiten. Chuck hingegen versucht neue Wege und zeigt mehr menschliche Seiten von sich. Leider nur, bis sich eine Tragödie anbahnt, die sein ganzes bisheriges Leben zerstört und ihn im Trümmerhaufen zurücklässt,( damit ist nicht Blair gemeint).

So geht es wie immer drunter und drüber bei den Reichen und Schönen, doch wenn jemand tatsächlich die Hoffnung hatte, dass diese Serie sich weiterentwickelt und neue Wege geht, dann wurden sie hiermit begraben. Denn hierbei sich wirklich gar nichts verändert. Vielleicht der Fakt als sich herausstellt, das die Eltern noch intriganter als ihre Sprösslinge sind, welche jetzt gezwungenermaßen deren Fehler ausbaden müssen. Jedoch seien wir mal ehrlich: Das alles ist Schnee von gestern und wurde schon unzählige Male in Coming-of-Age-Serien durchgekaut.

Wenn man es genau nimmt, könnte man denken, ihnen gehen die Ideen aus oder aber sie wollen gar nichts Neues ausprobieren, weil sie denken, dass das alte Konzept immer noch gut bei den Zuschauern funktioniert. Und wie war aus der Geschichte des Fernsehens gelernt haben, funktionert das so lange gut, bis einer der Schauspieler, siehe (Marissa, The Oc.) keinen Bock mehr hat und aussteigt, was zugegeben bei „Gossip Girl“ nicht passiert ist. Dafür hat es den Schauspielern anscheinend zu sehr Spaß gemacht, in diese Rollen zu schlüpfen.

Aber reden wir Klartext, was macht Staffel 2 besser als die erste und vor allem inwiefern hat sie sich entwickelt? Die Antwort ist simpel, nämlich gar nicht. Einzig gesteigert hat sich die Größe der Intrigen, Skandale und des Klatsch und Tratsch.

Insgesamt also bietet die Staffel in keinster Weise neue Ansätze oder Wege, sondern wärmt Altbewährtes aus Staffel 1 mit einem neuem Anstrich wieder auf. Das würde ja nicht stören, wenn sie nur 13 Folgen hätte, aber bei 24 Folgen mit einer strukturell sich immer wiederholenden Erzählweise kann das auf die Dauer schon schwerfällig sein und viele dazu bewegen, die Serie vorübergehend zu pausieren. Denn ehrlich gesagt, bietet die Geschichte auch nicht allzu viel Erzählstoff, was dazu führt, dass die Macher sie künstlich strecken, indem sie z.B. Charaktere in alte Verhaltensmuster zurückfallen lassen. Man kann nur hoffen, dass sie bei Staffel 3 wenigstens ansatzweise versuchen, etwas Neues auf die Beine zu stellen, als unzählige Staffeln immer wieder dasselbe zu präsentieren, auch wenn das durchaus auf die Dauer ausreicht, um die Zuschauer, insbesondere die Fans bei Laune zu halten. Denn seien wir ehrlich, ohne diese recht unterschiedlichen Hauptfiguren, die dennoch in irgendeiner Form was gemeinsam haben und der Tasache, dass diese Serie enormes Suchtpotenzial hat, alleine durch diese Steigerung und das Rätsel um Gossip Girl würde das Ganze nicht funktionieren. So aber, hat es die Serie trotz der vielen Folgenanzahl auf immerhin fünf Staffeln gebracht und wer weß, vielleicht gibt es ja auch bald ein Reboot oder eine 7 Staffel von „Gossip Girl“. Bei dem Serientrend heutzutage, kann man das ja nie wissen.

Über Marcel 561 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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