Weltpremiere von „Das schweigende Klassenzimmer“

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Gestern Abend feierte Lars Kraumes packendes Drama „Das schweigende Klassenzimmer“ über ‎19 Schüler, die mit einer einfache menschliche Geste einen ganzen Staatsapparat gegen sich aufbrachten seine Weltpremiere auf der Berlinale: über 1.800 Gäste ‎ sahen den Film in Anwesenheit der Darsteller Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Jonas Dassler, Lena Klenke, Isaiah Michalski, Ronald Zehrfeld, Florian Lukas, Michael Gwisdek, Carina Wiese, Judith Engel, Rainer Reiners sowie Regisseur Lars Kraume.
Nach der Vorführung gab es im vollbesetzten Haus donnernden Applaus für das Filmteam und vor allem auch für den Autor der Buchvorlage und Zeitzeugen Dietrich Garstka – der sichtlich bewegt war, seine Geschichte auf der großen Leinwand zu sehen.
Im Anschluss wurde die erfolgreiche Premiere ausgelassen und stilecht im Russischen Haus bis in die Morgenstunden gefeiert.
 
Hier ein paar Bilder dazu:
 

Und der Trailer:

Über den Film:
1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo (Leonard Scheicher) und Kurt (Tom Gramenz) in der Wochenschau dramatische Bilder vom Aufstand der Ungarn in Budapest. Zurück in Stalinstadt entsteht spontan die Idee im Unterricht eine solidarische Schweigeminute für die Opfer des Aufstands abzuhalten. Doch die Geste zieht viel weitere Kreise als erwartet: Während ihr Rektor (Florian Lukas) zwar zunächst versucht, das Ganze als Jugendlaune abzutun, geraten die Schüler in die politischen Mühlen der noch jungen DDR. Der Volksbildungsminister (Burghart Klaußner) verurteilt die Aktion als eindeutig konterrevolutionären Akt und verlangt von den Schülern innerhalb einer Woche den Rädelsführer zu benennen. Doch die Schüler halten zusammen und werden damit vor eine Entscheidung gestellt, die ihr Leben für immer verändert…
 
„Das schweigende Klassenzimmer“ erzählt ein zutiefst bewegendes Kapitel aus dem Tagebuch des Kalten Krieges, basierend auf den persönlichen Erlebnissen und der gleichnamigen Buchvorlage von Dietrich Garstka – einer der insgesamt 19 ehemaligen Schüler, die 1956 mit einer einfachen menschlichen Geste einen ganzen Staatsapparat gegen sich aufbrachten.
 
Dem vielfach preisgekrönten Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume (Deutscher Filmpreis 2016 für den Politthriller Der Staat gegen Fritz Bauer) ist es gelungen, in seinem neusten Film einen Cast aus höchst vielversprechenden Nachwuchskünstlern und herausragenden, etablierten Darstellern des deutschen Kinos zu versammeln: Die Hauptrolle übernimmt Leonard Scheicher, der schon bei Produktionen wie Es war einmal Indianerland, Finsterworld und Quellen des Lebens dem Kinopublikum auffiel. Neben ihm spielt die Nachwuchsentdeckung Tom Gramenz („Armans Geheimnis“) die zweite Hauptrolle. In den weiteren Rollen der Klassenkameraden sind Lena Klenke (Rock my Heart, Fack Ju Göhte), Isaiah Michalski (Der Medicus, Anonymus) und Jonas Dassler (Werk ohne Autor, Lomo – The Language of Many Others) zu sehen. Für die „erwachsenen“ Nebenrollen konnte unter anderem mit Ronald Zehrfeld (Der Staat gegen Fritz Bauer), Florian Lukas („Weissensee“), Jördis Triebel (Ein Atem), Michael Gwisdek (Kundschafter des Friedens) und Burghart Klaußner (Der Staat gegen Fritz Bauer) eine erstklassige Darstellerriege gewonnen werden.
 
Interviews und Kritik folgen demnächst
Kinostart ist am: 1. MÄRZ 2018
 
Über Marcel 577 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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