Review: Gossip Girl Staffel 3

“Gossip Girl here, your one and only source into the scandalous lives of Mahattan’s Elite”

Die Gefühle nach der Sichtung lassen sich mit vielen Worten ausdrücken: Wut, Frustration, Trauer, zusammengefasst eine bittere Enttäuschung. Wer also denkt, dass Staffel 2 schon schlimm war und hofft, dass es jetzt wieder bergauf geht, der hat sich leider gewaltig geirrt.

Nachdem die Macher schon in der vorhergegangenen Staffel anfingen Serenas Image zu zerstören, gelangen sie hier ihr Vorhaben zu Vollenden. Die anfangs sehr sympathische Upper Eastside Queen hat es geschafft, sich zu einem „Flittchen“ zu entwickeln. Sie fängt mit jedem Mann etwas an, der nicht schnell genug das Weite sucht. Egal ob verheiratet oder nicht. Damit ist sie Weltrekords Zeit zum unsympathischsten Charakter der Serie geworden und schafft es sogar, Blair zu übertrumpfen. Nicht einmal Marissa aus „O.C.“ schafft es noch, ihr den Rang abzulaufen und dass will schon was heißen. Weiter geht’s mit Dan, dessen Image vom exzentrischen Schriftsteller zum Gigolo wechselt, der sogar einen Dreier spendiert bekommt. Über Lilly und Rufus brauchen wir gar nicht erst zu reden. Nachdem die beiden sich endlich am Altar ihre Liebe gestanden haben, besteht ihre Beziehung darin, sich nur noch zu zoffen und der Zuschauer hofft inständig auf eine baldige Trennung. Einzig Chuck, Blair und Nate bleiben sich treu. Während Erstere versucht, auf der neuen Uni die Kontrolle zu bekommen und erneut Bienenkönigin zu werden, wird aus Chuck immer mehr ein erwachsener Geschäftsmann und ist die ganze Staffel über tatsächlich der interessanteste und tiefgründigste Charakter. Über Nate bleibt nur zu sagen, dass das Spiel von Neuem losgeht. Nach seinen vielen Affären fängt er was mit Serena an.

Sonst bleibt eigentlich alles wie gehabt, wie immer größere Skandale, Enthüllungen, Intrigen und natürlich Klatsch und Tratsch. Eben eine größere Portion Déjà-vus, als Staffel 2 es lieferte. Und es kommt sogar noch schlimmer: Wenn man bei einer Serie alles vorhersagen kann, was als Nächstes passiert, dann läuft was gewaltig falsch. Staffel 3 hat genau dieses Problem und so fühlen sich die 24 Folgen wie 2 Monate an, und nachdem man diese hinter sich hat, braucht man erst mal was einigermaßen Anspruchsvolles, um den ganzen Müll wieder aus dem Kopf zu bekommen.

So lässt sich Staffel 3 mit einem Wort zusammenfassen: Zeitverschwendung!  

Über Marcel 561 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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