Kritik: „Red Sparrow“

Jennifer Lawrence als Dominika Egorova copyright by Twentieth Century Fox

Red Sparrow ist brutal und für eine oder andere Überraschung gut. Die erneute Kollaboration von Francis Lawrence, Jennifer Lawrence und James Newton Howard mit der grandiosen Hollywood Besetzung ist ein durchschnittlicher Thriller mit hervorragender Musik von Howard, sowie den Klassikern von Bach, über Mozart bis Beethoven. Der Film ist für den Zuschauer, obwohl doch einige Plottwists ins Spiel kommen, vorhersehbar und mit der Länge von 140 Minuten eindeutig viel zu lang.

Das Leben der russischen Balletttänzerin Dominika, gespielt von Jennifer Lawrence, nimmt eine dramatische Wendung, nachdem sie bei einem Auftritt ihr Bein bricht. Ihre junge Karriere als Tänzerin ist somit vorbei und ab nun an muss sie sich, sowie ihre kranke Mutter über das Wasser halten. Zur Hilfe kommt ihr Onkel; doch keine Hilfe, egal ob sie von der Familie kommt, ist kostenlos. Da der Onkel ein hohes Tier ist, muss Dominika zur einer Spionin, genannt Red Sparrow, ausgebildet werden und für die russische Regierung arbeiten. Ihr erstes Ziel ist es, geheime Informationen von dem amerikanischen Agenten Nathaniel, gespielt von Joel Edgerton, zu erfahren und der Regierung zu übermitteln, jedoch verliebt sie sich in den Amerikaner und ist in einer moralischen Zwickmühle gefangen.

 

Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) mit Nathaniel Nash (Joe Edgerton) copyright by Twentieth Century Fox

Jennifer Lawrence spielt ihre Rolle als Agentin gut, jedoch fehlt dem Charakter etwas menschliches. Obwohl Dominika eine starke Entwicklung durchgeht, emotional sowohl auch als körperlich, hat Jennifer immer das gleiche ausdruckslose Gesicht. Man erkennt nicht wie aus dem zarten Mädchen eine knallharte Spionin wird. Man hat mit ihr Mitleid, doch gar kein Mitgefühl. Dafür sind die anderen Schauspieler, vor allem Joel Edgerton in seiner Rolle sehr ausdrucksstark! Red Sparrow hat in vielen Momenten einige Ähnlichkeiten, sei es die Kameraführung oder die farblichen orangen oder blauen Farbtöne, mit der Hunger Games Reihe von Francis Lawrence, der sich meiner Meinung nach mit Red Sparrow selber übertroffen und gezeigt hat, dass er auch brutale Filme drehen kann. Sparrow erinnert stark an eine Mischung aus Black Swan und Requiem for a Dream. Die vielen für das Auge schöne Sequenzen verleihen dem Film eine einzigartige Note, wie die Bilder der symmentischen oder geometrischen Gebäuden oder zum Beispiel, wenn sich Dominika genau in der Mitte des Einzelbildes befindet.

Es lohnt sich auf jeden Fall Red Sparrow im Kino zu erleben.

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