GameReview – BlazBlue Cross Tag Battle

Nach dem bei Kritikern, wie auch bei Fans sehr gut angekommenen Dragon Ball FighterZ geht Entwickler Arc System Works zurück zu ihren ursprünglichen Franchise. Doch mit BlazBlue Cross Tag Battle befasst man sich nicht nur mit dem namensgebenden Fighter-Primus, sondern einem waschechten Cross-Over zwischen den Arc System Works Titeln BlazBlue, Persona 4 Areana, Under Night In-Birth und der Serie RWBY. Wir verraten euch, ob das Entwicklerstudio die unterschiedlichen Welten in ein tiefes Kampfsystem vereinen konnte oder ob Arc System Works dieses Mal stolpert.

Zwei für Alle, Alle für Zwei

Sucht euch euren Partner aus allen der vier Serien aus.

Wie der Untertitel Cross Tag Battle bereits andeutet, handelt es sich beim Spiel nicht um einen gewöhnlichen Fighter. Ihr tretet in euren Auseinandersetzungen ausschließlich in zwei gegen zwei Kämpfe an, wobei ihr natürlich auch Franchise übergreifend eure Kämpfer wählen könnt.  Eines möche ich hier schonmal vorweg sagen: Ähnlich wie in Dragon Ball FighterZ vereinfacht Arc System Works ihr Kampfsystem in BlazBlue Cross Tag Battle deutlich, wobei dennoch viel Tiefgang erhalten bleibt. Jeder Charakter hat ähnliche Kommandos für seine Kombos und Spezialmanöver, weshalb sich der Spielstil aller relativ ähnlich anfühlt. Dafür ist jede neue Figur gut spielbar und schnell zu lernen, was gerade bei dem Tag-System vorteilhaft ist.

Aber gerade dieses Tag-System ist das Herzstück von Cross Tag Battle. Ihr habt zu jeder Zeit die Chance euren Charakter einzuwechseln (der inaktive Kämpfer heilt sich Genre typisch ein wenig) oder den inaktiven als Assist Charakter kurz einen Angriff starten zu lassen. Der Clou: ihr könnt euren aktiven Kämpfer sogar während des Assist-Angriffes wechseln, aber Obacht euer Assist-Angreifer kann vom Gegenspieler genauso angegriffen werden. Hier liegt der besondere Tiefgang und die Strategie von BlazBlue Cross Tag Battle begraben.

Zu zweit gestrandet in einer anderen Welt

Gerade die Fighting Games von Arc System Works haben große umschweifende Story-Modi, mal mehr erfolgreich wie in BlazBlue oder auch weniger wie in Dragon Ball FighterZ. Auch in BlazBlue Cross Tag Battle gibt es einen relativ umfangreichen Story-Mode, der im Vergleich zum letzten BlazBlue Teil, der nur in Japanisch vertont wurde, auch wieder die komplette englische Synchronstimmen-Riege zurückholt. Der Story-Modus ist in mehreren Episoden aufgeteilt, in jeder spielt ihr die Geschichte aus der Sicht des Protagonisten aus einer der vier Ursprungsserien. An sich erzählt BlazBlue Cross Tag Battle zwar nichts wirklich Besonderes, dennoch macht es Spaß die unterschiedlichen Charaktere in der Geschichte miteinander Agieren zu sehen. Eine besonders schöne Option ist es übrigens, dass sich jeder Charakter einzeln auf die japanische oder englische Vertonung einstellen lässt. Texte liegen jedoch nur in englischer Sprache vor. 

Neben dem Story und Versus Modus beinhaltet BlazBlue Cross Tag Battle noch einen Training Modus, Survival, Missions Modus (im Grunde das Tutorial), Gallery und natürlich Online Play. Ausgewählt werden die Punkte entweder in einer Lobby mit dem Avatar eurer Wahl (ähnlich wie in Dragon Ball FighterZ) oder wahlweise auch einfach in einem Menü. Insgesamt habt ihr im Spiel 20 Kämpfer zur Verfügung und eine Reihe von weiteren DLC Kämpfern. Ärgerlich ist, dass diese Kämpfer zum Teil jedoch schon im Spiel enthalten sind, so werden sie euch zum Beispiel im Story-Modus Gegenüber stehen. Etwas entgegenkommend ist dafür, dass nach dem Release einige Kämpfer kostenlos herunterladbar sein werden.

Fazit:

Arc System Works hat es geschafft, ein gemeinschaftliches Bild aus unterschiedlichen Puzzleteilen zu basteln. Die Animationen sind für das Studio typisch atemberaubend und das Kampfsystem, wenn auch etwas einsteigerfreundlicher, ist, erste Klasse, was ja schon die Teilnahme an Evo, dem größten Fighting Game-Turnier der Welt, zeigt. Leider hätte die Anfängliche menge an Charakteren, wie auch der Story-Modus etwas umfangreicher sein können. Alles in allem ist das Spiel jedoch ein sehr gelungener Vertreter des Fighting-Genres und ein Traum für Fans der Arc-System Franchise. Hoffen wir, dass auch noch Guilty Gear in naher Zukunft dazu stößt.

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