AnimeReview: Hunter X Hunter Vol. 1

Nachdem es der Original-Serie verwehrt wurde, brachte KSM Anime mit dem Hunter X Hunter-Reboot aus dem Jahre 2011 die beliebte Serie um den jungen Gon und seinen Kameraden endlich nach Deutschland. Wir haben für euch die 13 Folgen des ersten Volumens geschaut und sagen euch, ob der Hype um die Sendung wirklich gerechtfertigt ist.

Wie der Vater so der Sohn

Gon stellt sich jedem Hindernis um Hunter zu werden.

Gon wurde bereits als Baby von seinem Vater verlassen, weil er nichts anderes im Sinn hat als seine Arbeit als Hunter, ein Mitglied einer Organisation, die politisch und militärisch ein wichtiges Puzzleteil der Welt ist und Sonderrechte genießt. Aus diesem Grund ist Gon seit dem Tod seiner Mutter bei seiner Tante aufgewachsen und hegt nur einen Traum, selber Hunter zu werden, um den Beruf kennen zu lernen, der so wundervoll ist, dass man sogar seine ganze Familie im Stich lässt. Die Hunter Prüfung ist jedoch bekannt für die geringe Menge an bestandenen Teilnehmern und an der Sterberate unter den Anwärtern. Doch auch dies lässt unseren Protagonisten nicht von seinem Traum abbringen. Auf seinem Weg zum Hunter freundet er sich mit dem Arzt in spe Leorio, der Letzte Überlebende des Kura-Stammes Kurapika und den mysteriösen Killua an. Zusammen müssen sie schnell feststellen, dass es tatsächlich kein Kinderspiel ist, die Prüfung zu bestehen.

Neustart

Was ist das Ziel von Hisoka?

Unter der Regie von Hiroshi Kôjina (Hajime no Ippo, Grenadier) setzte das Produktionsstudio Madhouse (No Game No Life, Overlord) nicht nach den OVAs der ersten Serie von Nippon Animation (Grander Musashi) an, sondern startete von ganz vorne, mit dem Ziel nicht nur animationstechnisch, sondern auch inhaltliche Verbesserungen einzusetzen. Veränderungen findet man bereits in kleinerer Menge in den ersten Folgen. So wurde der explizite Gewaltgrad runtergeschraubt, Charakterdesign angepasst und auch eine in der vorherigen Serie etwas zu lange Prüfung kürzer gestaltet.

Die Animationen sind Madhouse fantastisch gelungen. Die Serie ist spannend und für den Hauptcast hat man nach wenigen Szenen schon eine menge Sympathie. Auch die Antagonisten schaffen es, schnell Eindruck beim Zuschauer zu schaffen. Besonders Narr Hisoka gehört zu den interessantesten und mysteriösesten Figuren der Reihe. Die Geschichte baut in Gesprächen zwar langsam die Welt und ihre Bewohner auf, zeigt abseits der Prüfung in den ersten 13 Episoden leider aber schlussendlich noch fast gar nichts von ihr. Ob die Reduzierung der Gewalt, die aber weiterhin zu einem gewissen Grad behalten bleibt, einem Gefällt, bleibt Geschmacksache. Kennt man das Original nicht, fällt es dem Zuschauer vorraussichtlich sowieso nicht auf.

Die deutsche Blu-Ray

Volume Nr. 1 beinhaltet die ersten 13 Folgen von Hunter X Hunter, die mitten in der Hunterprüfung ihr Ende findet. Dabei habt ihr die Wahl zwischen der sehr guten deutschen Tonspur und der fantastischen japanischen Synchronisation, mit wahlweise deutschen Untertiteln. Die Extras, die KSM Anime mit auf Disk getan hat fallen hingegen ein wenig mager aus. Neben Trailer findet sich nur eine kleine Bildergalerie auf der Blu-Ray.

Fazit:
Hunter X Hunter zeigt bereits in den ersten Folgen, warum die Serie unter den Fans ein so hohen Stand genießt. Madhouse nutzte die Manga Vorlage von Yoshihiro Togashi perfekt und setzte ihre Animationsqualität ein um eine fantasievolle aber auch gllaubwürdie Welt mit spannenden Figuren zu gestalten. Fans von Shônen-Serien ist das erste Volume nur ans Herz zu legen, da Madhouse hier ein weiteres Mal zeigen konnte, dass sie zur absoluten Speerspitze der Anime-Studios gehören.

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