Kritik: Escape Plan 2: Hades

Ray Breslin ist zurück

© KSM Media GmbH

Der erste Teil von „Escape Plan“ war mit Sylvester Stallone sowie Arnold Schwarzenegger, ein Film der zwei der größten Actionhelden in einem Film vereinte. Damals war das ein kleines Perlchen, sowohl aus filmischer wie auch aus schauspielerischer Sicht. Doch jetzt will der zweite Teil mit einem noch futuristischeren Gefängnis aufwarten, aus dem es wirklich kein Entkommen mehr gibt. Doch ob das wirklich so ist, wird die folgende Kritik zeigen.

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Story:

Ray Breslin ist es vor einigen Jahren gelungen aus dem Hochsicherheitsgefängnis, mit dem Codenamen „Das Grab“ zu entkommen. Seid dem hat er seine eigene Sicherheitsfirma, und hat sich wieder rehabilitiert. Doch die Schöpfer von dem „Grab“ haben etwas dagegen, das jemand ihnen entkommt. Und so verschwindet ein Mitarbeiter Breslins, und wird in ein neues Zukunftsgefängnis gebracht. Der Projektname lautet „Hades“, und ist ein Ort an dem rohe Gewalt belohnt wird. Rays einzige Möglichkeit seinen Freund zu retten besteht nur aus einem Weg: Er muss in den „Hades“

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Kritik:

Handlungstechnisch versucht der Film seinem Vorgänger nachzueifern. Das gelingt ihm auch in vielen Punkten, doch nicht in allen. Das Drehbuch wirkt sehr gradlinig, was eine Vorhersehbarkeit zufolge hat. Außerdem nimmt sich der Streifen zu wenig Zeit für seinen Aufbau, so das er etwas gehetzt wirkt. Dennoch wird dem Zuschauer eine solide Story geboten, die einfach erzählt und umgesetzt wurde.

Der „Hades“ ist atmosphärisch zwar nicht so beklemmend wie „Das Grab“, reicht aber dennoch aus, um eine gewisse Spannung zu erzeugen. Die Bilder in dem Gefängnis sind dabei sehr futuristisch geraten, damit das Gefühl der Moderne erzeugt wird. Außerdem wirkt das ganze beklemmend, so das man selber nicht gerne in einer der Zellen landen möchte. Dabei schafft es der Film immer wieder die Spannungskurve kontinuierlich zu halten, was das Gesamtbild des Streifens abrundet. Das Niveau des Vorgängers wird dabei zwar nicht erreicht, aber genug um den Zuschauer gnädig zu stimmen.

Die Figuren sind leider etwas einfach geraten. Es gibt natürlich Sylvester Stallone, der aber nur eine größere Nebenrolle spielt, Das gleiche gilt für Dave Bautista, der ebenfalls nicht viel zu tun bekommt, sowie Rapper Curtis Jackson der ebenfalls seine Rolle aus dem Vorgänger, ohne erwähnenswerte Abwandlungen übernimmt. Huang Xiaoming, der so etwas wie Breslins Schüler darstellt zieht das Hauptaugenmerk auf sich, und macht dabei eine durchgehend solide Figur. Unterm Strich bleibt aber ein Standartschauspiel, das irgendwie zu dem Alter von Sylvester Stallone passt.

Die Actionsequenzen sind nicht wie im Vorgänger. Hier merkt man dem Film das geringe Budget am häufigsten an. Viele Explosionen sind aus dem Computer einer B-Schmiede, und die Kampfszenen wirken schnell sowie unübersichtlich geschnitten. Da helfen leider auch keine Kampfkünste oder wilde Kloppereien. Trotzdem kann man sagen das es ausreichende Kost für den Heimkinomarkt ist. Denn auf der großen Leinwand würde diese Effektarbeit sicherlich Fehl am Platz wirken.

Das Ende ist aufbauend auf einen folgenden dritten Teil, der auch schon in den Startlöchern steht, und auf den Namen „Escape Plan 3: Devil’s Station“ getauft wurde. Der Showdown gegen den Bösewicht ist dabei schön in Szene gesetzt, doch leider etwas zu kurz.

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Fazit:

„Escape Plan 2: Hades“ ist eine typische Fortsetzung, die mehr falsch als richtig macht. Dennoch bekommt der Zuschauer genug geboten, um einen guten Kinoabend auf der Couch zu genießen. Eine fortsetzende Story, tolle atmosphärische Bilder, solide Schauspieler, B-Effekte, und ein Ende mit dem Ausblick auf mehr. Zwar reicht der Film zu keiner Zeit an seinen starken Erstling heran, setzt ihn aber dennoch gut fort. Die Frage ist nur ob mit dem dritten Teil nicht langsam die Luft entweicht, weil die Gefahr läuft sich zu wiederholen. Einmal klappt es vielleicht, doch sicherlich kein drittes mal.  

Über Johnny Darko 47 Artikel
Hallo ich bin Johnny, ich bin der Mann für den Horror, in all seinen Variationen und Genres. Von atmosphärisch bis unerträglich, von brutal bis blutig. Ja aber ich stehe auch auf andere Bereiche. Im Thriller und Action Genre fühle ich mich auch sehr wohl. Aber auch Liebesfilme können mich überzeugen, und zu tränen rühren. Ja das wäre dann schon alles. wenn ihr Lust und Zeit habt, lest euch doch mal was schönes durch.

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