Kritik: The Equalizer 2

Vergeltung um jeden Preis

© Sony Pictures Deutschland GmbH

Denzel Washington ist ein sehr facettenreicher Schauspieler, der viele Rollen spielen kann. Aber die des Actionthriller-Helden ist ihm dabei eindeutig auf den Leib geschnitten, was er schon oft  unter Beweis gestellt hat. „The Equalizer“ war einer dieser guten Vertreter, der sich auch manchmal etwas zuviel Zeit genommen hat, um seine Qualitäten richtig straff auszuspielen. Deswegen begutachten wir heute mal wie es in der Fortsetzung dieses Werkes so aussieht.

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Story:

Robert McCall ist nach seinem letzten großen Beschützereinsatz der Mann, der das Recht in die eigenen Hände nimmt. Wo ausweglose Situationen entstehen, schützt er die Menschen, die nicht die Kraft haben das zu tun was nötig ist. Als aber McCalls Freundin Susan in Belgien ermordet wird begibt sich der selbsternannte Rächer aus einen ganz privaten Feldzug, der viele Leichen nach sich zieht.

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Kritik:

Die Story hat leider keinen roten Faden. Wir begleiten McCall bei seinem alltäglichen Geschäft, oder auch mal auf seiner Arbeit als Taxifahrer. Währenddessen wird versucht eine Rahmenhandlung aufzubauen, die sich viel zu oft aus den Augen verliert. Durch die Laufzeit von 120 Minuten fühlt sich der Streifen langgezogen sowie langatmig an. Man könnte annehmen in einem Drama festzustecken. 20 Minuten weniger hätten den Film zum gleichen, oder gar zu einem besseren Ergebnis gebracht.

Spannung wird bei dieser Fortsetzung nur bedingt eingesetzt, Der Film ist sehr langsam erzählt, so das sein Augenmerk eher auf ruhigen Bildern basiert. Viele Szenen sind sehr ausführlich geschildert, weil der Zuschauer mit dem Geschehen mitfühlen soll. Doch wie schon erwähnt wirkt diese ruhige Erzählweise oft einschläfernd. Dadurch leidet die Atmosphäre des Films bedenklich, da auch nicht viele Actionszenen vorhanden sind, um eine gewisse Dynamik in den Streifen zu bringen.

Denzel Washington trägt schauspielerisch den ganzen Film. Jeder andere Charakter ist eine Nebenfigur, die keine große Beachtung findet. Alle Personen wirken nur durch McCall lebendig, so das kein anderer Darsteller mit seiner Leistung, im Kopf des Zusehers verankert bleibt.

Kommen wir zum Sahnestück. Die Actioneffekte sind überwiegend „Mann gegen Mann“, und hart ausgefallen. Knochenbrüche, Schusswunden oder Stichverletzungen sind an der Tagesordnung. Aufgrund des Alters von Denzel Washington sind diese eher schnell geschnitten, aber dennoch überschaubar. Genauso wie im Vorgänger.

Das Finale ist einer der besten Showdowns, die es in den letzten Jahren zu bestaunen gab. Hier bäumt sich der Film noch einmal groß auf, kommt spannend daher, und zeigt was in ihm steckt. Wer bis hierhin durchhält, wird also fürstlich entlohnt.

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Fazit:

„The Equalizer 2“ ist kein schlechter Beitrag. Er bleibt auf dem selben Niveau wie sein Erstling, und bietet jedem Fan gewohnte Thriller-Kost nach Art des Hauses. Dennoch zieht sich dieses Werk unnötig in die Länge, und besitzt storytechnisch keinen roten Faden. Alles wirkt zusammengehalten durch ein paar Actionausbrüche, die von einer überschaubaren Härte getragen werden. Denzel Washington dominiert den Film, lässt dabei aber seine anderen Mitstreiter im Regen stehen. Der große Lichtblick ist hierbei aber ein Schlusskampf, dass seinesgleichen sucht, was den Gesamteindruck noch einmal aufwertet.  

Über Johnny Darko 47 Artikel
Hallo ich bin Johnny, ich bin der Mann für den Horror, in all seinen Variationen und Genres. Von atmosphärisch bis unerträglich, von brutal bis blutig. Ja aber ich stehe auch auf andere Bereiche. Im Thriller und Action Genre fühle ich mich auch sehr wohl. Aber auch Liebesfilme können mich überzeugen, und zu tränen rühren. Ja das wäre dann schon alles. wenn ihr Lust und Zeit habt, lest euch doch mal was schönes durch.

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