Folgekritik: Hunter X Hunter Vol. 2 (Blu-ray)

Das sagten wir zu Hunter X Hunter Vol. 1:

„Unter der Regie von Hiroshi Kôjina (Hajime no Ippo, Grenadier) setzte das Produktionsstudio Madhouse (No Game No Life, Overlord) nicht nach den OVAs der ersten Serie von Nippon Animation (Grander Musashi) an, sondern startete von ganz vorne, mit dem Ziel nicht nur animationstechnisch, sondern auch inhaltliche Verbesserungen einzusetzen. Veränderungen findet man bereits in kleinerer Menge in den ersten Folgen. So wurde der explizite Gewaltgrad runtergeschraubt, Charakterdesign angepasst und auch eine in der vorherigen Serie etwas zu lange Prüfung kürzer gestaltet.

Die Animationen sind Madhouse fantastisch gelungen. Die Serie ist spannend und für den Hauptcast hat man nach wenigen Szenen schon eine menge Sympathie. Auch die Antagonisten schaffen es, schnell Eindruck beim Zuschauer zu schaffen. Besonders Narr Hisoka gehört zu den interessantesten und mysteriösesten Figuren der Reihe. Die Geschichte baut in Gesprächen zwar langsam die Welt und ihre Bewohner auf, zeigt abseits der Prüfung in den ersten 13 Episoden leider aber schlussendlich noch fast gar nichts von ihr. Ob die Reduzierung der Gewalt, die aber weiterhin zu einem gewissen Grad behalten bleibt, einem Gefällt, bleibt Geschmacksache. Kennt man das Original nicht, fällt es dem Zuschauer vorraussichtlich sowieso nicht auf.

Hunter X Hunter zeigt bereits in den ersten Folgen, warum die Serie unter den Fans ein so hohen Stand genießt. Madhouse nutzte die Manga Vorlage von Yoshihiro Togashi perfekt und setzte ihre Animationsqualität ein, um eine fantasievolle aber auch glaubwürdie Welt mit spannenden Figuren zu gestalten. Fans von Shônen-Serien ist das erste Volume nur ans Herz zu legen, da Madhouse hier ein weiteres Mal zeigen konnte, dass sie zur absoluten Speerspitze der Anime-Studios gehören.“

Das Ende des einen Abenteuers ist der Beginn eines Neuen

Killua scheint keine einfache Familie zu haben

Das zweite Volume von Hunter X Hunter beendet die Hunterprüfung mit zwei spannenden letzten Aufgaben. Die erste Prüfung stellte sich schnell als Katz und Maus Spiel heraus. Jeder übrig gebliebene Teilnehmer bekommt heimlich einen weiteren Teilnehmer zugelost, der in der Prüfung die Zielperson wird. Genauer gesagt muss nur das Nummernschild des Gegners erobert werden, ob dabei der Gegenüber lebt oder stirbt, ist jedem Prüfling selbst überlassen. Leider hat Gon jedoch das unglaubliche Glück, dass er das Schild vom Narren Hisoka erobern muss. Ob ihm das gelingt, oder ob ihm eine weitere Möglichkeit einfällt diese Prüfung zu bestehen wollen wir euch an dieser Stelle noch nicht verraten. Die letzte Prüfung ist ein handelsübliches Kampfturnier, wartet aber mit einem besonderen Kniff auf. Die auf Disk liegenden Episoden 14 bis 26, umfassen jedoch nicht nur die restliche Hunter Prüfung, sondern auch den kompletten Folgenden Arc, der uns Killuas Familie näher beleuchtet. Abgeschlossen wird das Volume dann mit einer Folge, die alles geschehene Zusammenfässt, was unserer Meinung nach nicht sehr glücklich gewählt wurde.

Technisch ist Volume 2 auf denselben genialen Niveau, wie schon das erste Volume zuvor. Leider zieht sich der Arc um die Zodiak Familie etwas, weshalb die Episoden, die wie schon im vorherigen Volume auf zwei Blu-ray ausgeliefert werden, insgesamt nicht ganz an die ersten 13 Folgen heranreichen können. Dennoch bleibt die Qualität der Serie gewohnt hoch und deutet auch schon einen spannenden nächsten Arc an. Als Extras findet ihr weiterhin nur ein paar Trailer zu weiteren Titeln von KSM.

Fazit:
Hunter X Hunter ist auch im zweiten Volume ein fantastischer Shōnen-Anime, der sich jedoch gerne immer wieder mit seinen doch nicht zimperlichen Gewaltdarstellungen an ein eher älteres Publikum richtet. Leider ist die zweite Hälfte des Volumes nicht so stark wie die ersten Folgen, können aber noch immer überzeugen

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