Kritik: BuyBust

Böse Hetzjagd durch ein philippinisches Ghetto

Copyright by Capelight Pictures

„The Raid“ hat actiontechnisch gekonnt gezeigt, was das Kino mit explosiven Kämpfen zu bieten hat. Wenn man diese Garnierung noch mit einem Szenario wie „No Escape“ kombiniert, kann daraus eine interessante Mischung entstehen. Besprechen wir aus diesem Anlass heraus einmal den heutigen Beitrag von den Philippinen, der so manche Überraschung bereithält.

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Story:

Eine Sondereinheit soll einen Drogenbaron aus einem Ghetto herausholen, was sich als schwieriges Unterfangen erweist. Denn als ein Unbeteiligter stirbt, gehen selbst die Einwohner dieser Slums auf die Barrikaden. Und so beginnt eine Hetzjagd durch das Drogengebiet, die nicht jeder überlebt.

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Kritik:

Handlungsspielräume sind nicht viele vorhanden. Der ganze Streifen läuft geradlinig nach Schema F, und ist zu allem Überfluss mit 120 Minuten Spielzeit, eindeutig zu lang geraten. Dennoch funktioniert das Konzept, und Langeweile kommt so gut wie nicht zustande. Der Verlauf ist spannend, treibend sowie brutal in Szene gesetzt, steigert dabei sein Niveau stetig, bleibt aber immer dem Durchschnitt treu.

Die Bilder sind recht düster geraten. Das Ghetto wirkt realistisch heruntergekommen, sowie durch regnerischen Einlangen sehr bedrohlich. Ob enge Gassen, blutiger Straßenkampf oder brutaler Schusswechsel, hier ist alles vorhanden was das Actionherz begehrt. Dabei spielt der Film viel mit seiner authentischen Grundstimmung, die in jeder Minute zu spüren ist.

Charakteristisch haben wir jetzt keine Glanzleistung. Zwei Hauptcharaktere spielen ihre Rollen sehr überzeugend, der Rest ist eher Standart. Dennoch reicht die Leistung aus um den Film zu tragen, auch wenn es Schauspieler sind, die keine Bekanntheit verzeichnen können.

Filetstücke schmecken einfach herrlich, so wie die Effekte dieses Werkes. Sie sind leicht amateurhaft geraten, was einen gewissen Charme versprüht. Dennoch wirkt das ganze Geschehen auch durch den Amateurfaktor recht realistisch, sowie authentisch. Außerdem sind die Auseinandersetzungen sehr hart, abwechslungsreich, und brutal geraten. Kopfschüsse, Genickbrüche oder auch mal eine menschliche Sprengung, sind keine Seltenheit. Die Action wird im Minutentakt abgefeuert, und Blut gibt es reichlich oben drauf.  Der Genrefreund wird also genügend bedient, was bis zum Finale aufbauend anhält.

Das Ende wartet mit einem kleinen Twist auf, ist aber dennoch eher eine nette kleine Abrundung. Es passt gut in das Gesamtbild des Films hinein, verweist aber nicht auf einen zweiten Teil, was den Abschluss des Streifens runder erscheinen lässt.

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Fazit:

„BuyBust“ ist eine nette kleine Actionperle, die viel Potential versprüht, und das auch zu nutzen weiß. Zwar ist alles irgendwie amateurhaft angehaucht, hat aber genau dadurch auch einen gewissen Reiz auf den Zuschauer. Etwas zu lang geraten, kann sich hier und da zwar auch mal etwas Langeweile einstellen,  die aber spätestens mit dem nächsten Shootout weggeblasen wird. Auf dem Fantasy Film Fest 2018 lief der Streifen erstmalig im Original Ton, und erfreute sich dort schon großer Beliebtheit. Deswegen wird das Heimkinorelease hoffentlich ein kleiner Erfolg, denn der Film hat es auch redlich verdient.

Über Johnny Darko 52 Artikel
Hallo ich bin Johnny, ich bin der Mann für den Horror, in all seinen Variationen und Genres. Von atmosphärisch bis unerträglich, von brutal bis blutig. Ja aber ich stehe auch auf andere Bereiche. Im Thriller und Action Genre fühle ich mich auch sehr wohl. Aber auch Liebesfilme können mich überzeugen, und zu tränen rühren. Ja das wäre dann schon alles. wenn ihr Lust und Zeit habt, lest euch doch mal was schönes durch.

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