AnimeReview: Dance in the Vampire Bund

Grenzwertige Liebe zwischen Vampiren und Werwölfen

© 2006-2019 Ellation, Inc.

Vorwort:

Mangas haben die Angewohnheit das zeitnah eine Anime-Adaption des Stoffes folgt. So auch in diesem Fall. Dabei kann „Dance in the Vampire Bund“ auf eine lange Mangareihe zurückblicken, die nicht nur eine Serie ihr Eigen nennen kann. Die erste Serie umfasst sieben Doppelbände, was insgesamt vierzehn normalen Bänden entspricht. Die zweite Reihe Dance in the Vampire Bund 2 – Scarlet Order“ umfasst insgesamt zwei Doppelbände, welche die erste Serie fortsetzen. Das Spin-Off „Dive in the Vampire Bund“ ist dabei eine Vorgeschichte die erklärt wie es zu den Ereignissen der Haupthandlung gekommen ist, welche aber auch eigenständig für sich stehen kann. Eine weitere Nebenreihe ist in drei Sammelbänden unter dem Namen „Dance in the Vampire Bund: The Memories of Sledgehammer“ in den USA erschienen. Bis auf die letztgenannte Serie sind alle anderen Mangas der Reihe auch in Deutschland von dem Label Tokyopop herausgebracht worden. Aber kommen wir langsam zu dem Kernstück der Kritik, und zwar dem Anime, der mit 12 Folgen im Jahre 2010 erschienen ist. Dabei war die erste Hauptserie des Mangas zwar noch nicht abgeschlossen, aber dennoch wurde darauf geachtet das der Anime ein abgeschlossenes Ende spendiert bekommen hat, dass jeden Fan zufrieden stimmen dürfte.

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Kritik:

Die Geschichte dreht sich um die Vampirprinzessin Mina Tepes, die in das Japan der heutigen Zeit kommt, um dort einen eigenen Staat für ihre Artgenossen zu gründen. Doch leider ist dieser Weg mit vielen Gefahren bestückt, den sie nur mit Hilfe ihres Leibwächters Akira trotzen kann. Dieser ist ein Werwolf, und verfügt über enorme Kräfte. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die im Verlauf der Serie immer wieder auf die Probe gestellt wird, was auch auf Akiras verlorenes Gedächtnis zurückzuführen ist.

Akio Dobashi

Die ersten zwei Folgen sind grafisch, sowie schnitttechnisch leider nicht überzeugend, was dem Zuschauer schon ein Grund geben könnte, den Anime danach vorzeitig abzubrechen. Doch hier sollte Vorsicht geboten werden vor einer vorzeitigen Kurzschlusshandlung, da sich der Anime fortlaufend weiterentwickelt. Wer die ersten beiden Folgen also überstanden hat bekommt einen geschichtlich interessanten Anime zur Gesicht, der zwar nicht frei von Fehlern ist, aber im Gesamtpaket eine Menge zu bieten hat. Dafür Sorgen nicht nur die Charakterentwicklungen, sondern auch der bedrückende Gesamteindruck der Atmosphäre. Die Figuren sind dabei passabel gezeichnet und in Szene gesetzt, was aber leider an vielen Stellen oft zu unrund wirkt, weil man merkt das kein großes Animestudio hinter dieser Produktion steckt. Daher muss man ebenfalls auch mit einem katastrophalen Schnitt zurechtkommen, der sehr oft für Verwirrungen sorgt, da er die Handlung so sprunghaft erzählt, dass man dem Geschehen nur noch schwer folgen kann. Außerdem hat der Anime sehr viel mit Schärfe zu kämpfen, da er in einigen Passagen oft unsauber und verschwommen wirkt, was den Zuschauern die gerne einen Stoff im kompletten Rutsch durchsuchten sauer aufstoßen könnte. Die Augen werden dabei am meisten beansprucht, weil es genau diese sind die durch das Hin und Her dem Geschehen nicht mehr richtig folgen können, und daher die Informationen nicht richtig ans Gehirn weiterleiten können. Dadurch entsteht häufig der Eindruck einige Dinge nicht richtig gesehen, oder gar nicht gesehen zu haben. Dadurch wird der Zuschauer unnötig verwirrt, und muss sich Abschnitte aus den gesehenen Folgen wieder ansehen, nur um sicherzugehen das er sie auch gesehen hat.

Die Effekte sind hierbei aber ein Punkt, der wirklich als gelungen bezeichnet werden darf. Häufige blutige Zweikämpfe, und viel dramatische Action sorgen dafür das der Zuschauer immer bei der Stange gehalten wird, was in Kombination mit der Handlung wirklich hervorragend gelingt. Meistens sind die Kämpfe einen Art Storygipfel, der eine Brücke schlägt zu dem weiteren Verlauf der Handlung. Hier erwartet den Zuschauer der Aspekt der die zwölf Folgen zu etwas wirklich Schönem erstrahlen lassen. Die Liebesgeschichte der Hauptprotagonisten, und ihrer Verbündeten. Denn eine schwarze Romantik schwebt die ganze Zeit, wie ein leiser Unterton immer mit dem Geschehen mit, was den geneigten Shojo-Fan sicherlich erfreuen dürfte. Dennoch muss man mit dazu sagen das zwei dieser Liebesgeschichten, unter anderem die Hauptgeschichte einen leichten verwerflichen Anstrich haben, der auch grenzüberschreitend unter die Gürtellinie gehen kann. Wer aber die japanische Kultur etwas näher kennt, und zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann, sollte hiermit allerdings weniger Probleme haben, da es keine expliziten sexuellen Handlungen zu sehen gibt. Aber ja, der Unterton kann bei einigen Zuschauern schon zu einer Kontroverse führen, was aber auch nur gut ist, weil so Diskussionsgespräche erst wirklich produktiv und interessant werden.

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Das letzte Wort: 

„Dance in the Vampire Bund“ ist kein technischer Meilenstein, aber eine inhaltliche kontroverse und interessante Adaption des Mangas, die für einige Zuschauer auch unangemessen wirken kann. Aber wer darüber hinwegsehen kann bekommt einen schnitttechnisch missglückten Anime mit einer hervorragenden, spannenden Geschichte, die von blutigen Kämpfen begleitet, und einem herzergreifenden Ende abgeschlossen wird.

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Nachtrag:

Der Anime ist in einer Komplettbox in Deutschland erschienen, die alle 12 Folgen beinhaltet. Den Link findet ihr hier: 

https://www.amazon.de/Dance-Vampire-Bund-Uncut-Blu-ray/dp/B00JHAZ8RE/ref=tmm_blu_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1548112411&sr=8-2

Die Liste der Mangareihen findet ihr hier: 

https://mangaguide.de/index.php?include=6&mangaka_id=1258

Außerdem wollte ich noch ein Wort zur deutschen Syncrofassung verlieren, die der deutschen BluRay natürlich beiliegt. Diese ist überraschend gut geraten, und besitzt auch einige große Sprechernamen der deutschen Syncroszene. Aber natürlich sei auch hier wieder die japanische Fassung empfohlen, die ebenfalls deutsche Untertitel besitzt. Außerdem ist der Soundtrack des Intros ein Ohrwurm, der in jede Ohrmuschel gehört, die etwas mit dem Genre anfangen kann. 

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