AnimeReview: Hellsing Ultimate

Das größte und fragwürdigste Animeepos unserer Zeit

©Studio Madhouse/Nippoart/Satelight Inc./Graphinica & Kelmadick

Vorwort:

„Hellsing“ gehört ohne Frage zu den bekanntesten Mangareihen überhaupt, die sich auch auch außerhalb Japans einer riesigen Fangemeinde erfreuen. Alles begann im Jahre 1997, als der Zeichner Kōta Hirano den ersten Band seiner zehnteiligen Mangareihe veröffentlichte. Damals war das blutige Spektakel etwas neues für die breite Leserschaft, auch wenn die Figur des Alucard sehr stark an „Vampire Hunter D“ erinnerte. Aber dennoch legte der hohe Gewaltgrad, und die coolen Sprüche des Ausnahmevampires eine Marke, die bis heute für viele unerreicht blieb. 2008 beendete Hirano mit dem zehnten Band seine Reihe, und ein Nachfolger mit dem Namen „Hellsing: The Dawn“ lief gleichzeitig dazu weiter. Noch während der Schaffensphase des Mangas produzierte man eine 13 Folgen starke Animeserie, die aber inhaltlich stark von dem Manga abwich. Die Erstausstrahlung in Deutschland erfolgte auf dem Musiksender Viva, was aber viele Fans mit Resignation beäugten. Denn es war einfach nicht der konsequente, brutale Held, den die Leserschaft aus den Mangas kannte. Während auch in Deutschland der Manga erschien, wurden ebenfalls viele negative Stimmen laut, da dieser nur in einer stark zensierten und gekürzten Auflage das Licht der Welt erblickte. Jede Darstellung von Hakenkreuzen oder SS Runen, wurde eiskalt retuschiert, und sogar der Gewaltgrad wurde in mehreren Bänden drastisch entschärft. So fehlen im fünften Band der Reihe neben Retuschen, sogar einige komplette Seiten.

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Nachdem dann der vierte und sechste Band indiziert wurden, galt die Reihe als ein richtiges Sammlerstück, was die Preise enorm in die Höhe sprießen ließ. Daraufhin erfolgte der Release einer zweiten neuen Edition, die aufgrund der Indizierung die Bände 4 und 6 nicht beinhaltet. Außerdem gab es den zehnten Band ebenfalls nicht in dieser Edition, weil man noch genug Auflagen der alten Edition übrig hatte. Das machte die sogenannte neue Edition zu einem unvollständigen Flickenteppich, weswegen Sammler eher auf die Erstauflage zurückgreifen. Es sei dazu gesagt das dieses lediglich auf die Seltenheit dieser Auflage zurückzuführen ist, weil die Kürzungen selbst einen hartgesottenen Fan, nicht zum lesen verleiten würde. Der einzige Weg die ungeschnittenen Bände zu bekommen, war ein Import aus Japan in Originalsprache, oder aus den USA, in englischer Übersetzung. Aber Importe sind sehr teuer weswegen der geneigte Fan ebenfalls Abstriche machen muss, weil die Auflagen schnell ausverkauft waren, und nur wenig nach produziert wurden. Für den kleinen Taler bekommt man also keinen Manga in diesem Lande, weshalb Fans immer noch auf eine neue Umsetzung des Anime hofften. 

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Dann 2006 war es endlich soweit, und die Gebete vieler Anhänger wurde endlich erhört. Das Studio Satelight brachte die erste Original Video Animation unter dem Namen „Hellsing Ultimate“ auf den Markt. Da ab der fünften Episode wurde die Lizensierung von dem Studio Madhouse übernommen, welches die Reihe bis Folge sieben weiterführte. danach wechselte das ganze wieder zu dem Studio Graphinica & Kelmadick, die die letzten Episoden übernahmen. Dabei wurde ein Manga auf eine Episode aufgeteilt, die statt der alten Serie keine Laufzeit von 25 Minuten hat, sondern gar eine von 50 Minuten. Dabei wurde der Manga 1 zu 1 übernommen, mit Härte, Symbolen und Anspielungen. In Deutschland hatte sich Studio OVA Films die Rechte an dem Stoff gekralt, was aber nur zur vierten Episode anhielt, da das Studio leider insolvent gegangen ist. Damit war die Zukunft ungewiss, und die deutschen Anhänger mussten lange auf eine Veröffentlichung der restlichen Episoden warten. Bis 2015 sollte es dauern bis NipponArt sich die Rechte an der Serie sicherte, und die restlichen Episoden auf den Markt brachte. Natürlich haben wir hier auch eine deutsche Syncronisation bekommen, die mit vielen bekannten Sprechern aus der Szene, eine der besten Vertonungen darstellt, die sich Fans nur wünschen konnten. Außerdem gab es zu den Veröffentlichungen auf DVD/BluRay auch noch die dreiteilige Vorgeschichte zu Alucard, die auf den Titel „Hellsing: The Dawn“ hört, und pro Folge lediglich neun Minuten umfasst. Das stellt für den Zuschauer eine nettes kleines Gimmick da, das aber nicht viel auf die Hauptserie verweist, und gut für sich alleine stehen kann. Aber genug der langen Vorgeschichte, kommen wir jetzt zu dem Anime, der für Fans eine ungeschnittene Offenbarung geworden ist.

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Kritik:

Die Kehrseite der der Offenbarungsmünze sieht aber leider ganz anders aus, als viele Leser hier erwarten würden. Denn „Hellsing Ultimate“ ist unterm Striche eines der schlechtesten Werke, dass jemals ein Produktionsstudio verlassen hat. Harte Worte, die viele Leser jetzt abschrecken könnten, aber auch ein gewisses Interesse wecken sollten. Wer erfahren möchte warum diese Sichtweise trotz der ganzen Jubelrufe eine nachvollziehbare Meinung ist, der kann jetzt gerne weiterlesen. Denn es fängt schon bei der losen, eigentlich nicht vorhandenen, Handlung der Serie an. Diese ist lediglich ein Vorwand, um ein Massaker zu erklären, dass erzwungener nicht ausfallen könnte. Wir folgen einer Organisation Namens „Hellsing“ die es sich zur Aufgabe gemacht hat Vampire zu töten. Ihr bester Mann ist dabei der blutrünstige Alucard, der mehr als nur ein gewöhnlicher Vampir ist. Doch der Vatikan steht dieser Organisation nicht unbedingt göttlich gegenüber, was die beiden Parteien immer wieder aufeinandertreffen lässt. Doch haben sie längste einen gemeinsamen Feind. Denn ein größenwahnsinniger Major möchte den totalen Krieg über England bringen, und entsendet seine Truppe Namens „Millenium“, um dieses Land endgültig dem Erboden gleich zu machen. Denn das dritte Reich soll wieder erstrahlen, und die Ideale von Einst sollen wieder Früchte erlangen. Es gibt nur eine Person die diese mittlerweile zu Vampiren umfunktionierten Nazis aufhalten kann, und das ist Alucard. 

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Was sich auf dem Papier als „Interessant“ liest, ist wie schon eingangs erwähnt, nur ein Vorwand für eine kontroverse Schlachtplatte. Denn die Feinde, die Nazis sind die größten Witze die auf den Zuschauer losgelassen werden. Zu keinem Zeitpunkt wird gezeigt das diese auch nur den Hauch einer Chance haben, um überhaupt gegen Irgendjemanden zu bestehen. Sie wirken wie ein kontroverses Beiwerk, dass an Selbstüberschätzung leidet, und aus den Fehlern der Vergangenheit nicht einen Hauch von Weisheit mitgenommen hat. Die Ausstattung dieser Truppe ist natürlich voller Hakenkreuze, Reichsadler,  SS Runen, Uniformen und weiteren Aufregern, um die Behörden der FSK ordentlich auf Zähneknirsch-Modus zu halten. Denn um nichts anderes geht es hier, was schon sehr verwerflich anmutet. Denn einen wirklichen Sinn sucht man in den Handeln des oberbefehlshabenden Majors vergeblich, bis auf das er eine kriegstreiberische Ader hat die derartig überzogen wurde, dass sie schon fast lächerlich wirkt. Die ganzen Kriegsansprachen, oder die von ihm geplanten Angriffe, zeigen nur ein Spiegelbild der deutschen Geschichte, und warum wir Deutschen bis zum heutigen Tage ein zwiespältiges Völkchen sind. Denn aus unserer Geschichte lernen wir bis heute nichts, was man an der politischen Ausrichtung in der heutigen Gesellschaft ja bestens beobachten kann. Tja, und seinen wir mal ganz ehrlich. Eigentlich zeigen uns die Nazis in „Hellsing Ultimate“ doch nur das, was sich unser gesamtes Volk damals am liebsten gewünscht hätte. Den totalen Vernichtungskrieg, und die Eroberung von alles und jedem, um alleine an der Spitze des Ruhmes und der Weltherrschaft zu stehen. 

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Eigentlich zeigt der Anime einen Feind der das Verfallsdatum längst überschritten hat, und zu Stolz ist um es sich selber einzugestehen. Der Rest ist nur Beiwerk für Aufreger, da bis heute sämtliche Symbolik der damaligen Zeit in Deutschland verboten sind, weswegen wir Deutschen bis heute mit unserer eigenen Geschichte nicht klarkommen, und meinen immer noch Busse ablegen zu müssen. Das wird auch immer unser gesellschaftliches Problem Nummer Eins sein, was sich nicht wirklich ändern lässt. Es sei aber erwähnt das selbst in Deutschland die verfassungswiedrigen Symbole in der ungekürzten Version des Animes enthalten sind, was wieder eine andere Frage in den Raum werfen dürfte. In dem Videospiel „South Park: The Stick of Truth“ musst sämtliche Hakenkreuzsymbolik aus dem Game entfernt werden, obwohl diese nur einen satirischen Hintergrund beinhalten, der mehr zum schmunzeln anregt, als aufregt. Aber bei einem Anime wie „Hellsing Ultimate“ wo die Nazis als oberflächliche, nichts lernende, radikale Bedrohung dargestellt werden, da ist plötzlich alles in Ordnung. Und das obwohl ein trauriges Spiegelbild von unserem Volk gezeigt wird, dass sich in den Herzen vieler bis zum heutigen Tag nicht verändert hat. Da stellt sich wirklich die Frage warum solche Symbolik überhaupt noch als Verfassungsfeindlich einzustufen ist, wenn so eine Unstimmigkeit selbst bei der Freiwilligen Selbstkontrolle herrscht. 

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Kommen wir jetzt zu Alucard, der einen Charakter darstellt der an Selbstverliebtheit, sowie Überheblichkeit kaum zu übertreffen ist. Zwar wirkt er in vielen Bereichen recht cool, und ist öfter für einen spitzen Spruch auf den Lippen zu haben, dennoch stimmt die Balance zwischen diesen Elementen überhaupt nicht. Er hat eigentlich keinen Gegner der ihn irgendwie das Wasser reichen kann, was die Bedrohung sämtlicher Feinde einfach überflüssig erscheinen lässt. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb er in drei Folgen überhaupt nicht in Erscheinung tritt, weil der Anime dann frühzeitig ein schnelles Ende finden würde. Dieses Muster gilt für jeden Charakter der Serie, was eine Identifizierung oder Nachvollzehbarkeit praktisch unmöglich macht, da jeder Protagonist sich immer wieder versucht selber zu übertrumpfen.Und natürlich ist auch einer dieser Feinde die katholische Kirche, welche ebenfalls sehr zwiespältig in Szenen gesetzt wurde. Kreuzzüge und töten im Namen des Herren ist Propaganda der feinsten Sorte, sowie die Einstellung des Vatikans gegen sämtliche Verhaltensweisen, die nicht von Gott gewollt sind. Die Kirche so wie der Vatikan werden hier als kriegstreiberisches Element behandelt, dass den Nazis in keiner Form unähnlich ist. Eigentlich kann sich der Zuschauer nur entscheiden welche von beiden Parteien er mehr Unverständnis entgegenbringt, da es sich ebenso wie bei den Nazis um ein Spiegelbild, des bis heute andauernden Terrorregiments handelt, dass jede Form von Religion auf unsere Gesellschaft ausübt. Denn im fünften Gebot hieß es, du sollst nicht töten, was den katholischen Anhängern völlig egal ist, solange der heilige Gott als schützende Hand seinen Schleier der Rechtschaffenheit darüber hält. Dabei steht Alucard für das personifizierte Böse, weil er sich von Gott abgewandt hat. Deswegen steht er dabei für alle diejenigen die nicht nach der Norm konform sind, und deshalb verdammt sein sollen, weil sie anders denken, fühlen und handeln. Und wieder wird unserer Zeit ein Reflektor vorgehalten, der sich wohl nicht mehr ändern lässt, weil wir immer noch Religionen und Göttern die Macht geben töten zu dürfen. Denn solange der Grund ein heiliger ist, ist auch alles erlaubt.  

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Befassen wir uns jetzt mal mit einem positiven Aspekt, und zwar der gelungenen düsteren Grundstimmung. Denn diese ist mit dunklen matten Bildern, wunderbar in Szene gesetzt, und bietet dem Zuschauer eine Atmosphäre, in der das Spektakel Freude bereitet. Denn die kantigen Gesichter, und der rot, gelb, schwarze Farbstil wirken auf den verruchten Kulissen großartig, und bringen die Figuren sehr übersichtlich und überschaubar zur Geltung. Dabei ist jede Actionszene, und jede Konfrontation für den sichtenden Konsumenten ein Genuss, der im Minutentakt abgefeuert wird. Denn „Hellsing Ultimate“ besitzt wenig Ruhephasen in denen nichts passiert, da die überflüssige Story wenigstens so gestrafft wurde, dass keine Zeit für Erklärungen in Anspruch genommen werden muss. Das könnte aber dem Zuschauer der viel Wert auf einen geneigten Tiefgang legt sehr übel aufschlagen, da für diese Form von Zuschauern die Story einfach nur unsinnig lange in die Breite gezogen wird. Zu jederzeit ist der Bildschirm voll mit blutigen Schlachtungen und Gemetzel, was auch schnell zu einer monotonen Langeweile führen kann, selbst wenn man ein Fan von Schlachtplatten ist. Denn das ist ebenfalls ein Punkt der diesen Anime schwer am Stück schaubar gestalten lässt. Irgendwann ist man der Bluttaten überdrüssig, da man sich nur noch von „Extremer zu Extremer“ hangelt, ohne den Fokus auf wichtige Elemente zu legen. 

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Das was „Hellsing Ultimate“ aber ausmacht, sind die schon erwähnten brutalen Splattereffekte. Diese machen dieses Werk zu dem brutalsten Anime, den man sich heutzutage in den Player legen kann. Hier wird alles abgefeuert, was man einer anderen Person an Schaden zuführen kann. Zerfetzte Körper, abgeschnittene Gliedmaßen, blutige Massenmassaker und eiskalte Schlachtungen unter lieterweise rotem Lebenssaft, ist die Quintessenz, sowie das Kernstück was diesen Beitrag zu seinem Kultstatus verholfen hat. Dabei sind die effekttechnischen Merkmale sehr hervorragend umgesetzt, aber auch sehr computerlastig geraten. Im Klartext bedeutet das, dass wir hier sehr viele Bluteffekte haben die auch hervorgehoben werden, was ihren Gehalt in Verbindung der Bildsprache nicht immer flüssig erscheinen lässt. Das Blut wirkt nicht wie eine Symbiose mit der Umgebung, sondern eher als wäre es ins Bild kopiert worden. Dabei sieht es auch schimmernder und verwaschener aus, als die andere Variante die öfter zum tragen kommt als die kopierte Version des roten Lebenssaftes. Alles in allem sind hier die wohl deftigsten, und auch besten Splattereffekte entstanden, die es jemals in einem Anime oder Manga zu sehen gab. Ein kleines Beispiel sehen wir an dem oben, und unten gezeigten Bild, dass noch die harmloseste Form dieser Schauwerte darstellen. 

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Das letzte Wort: 

„Hellsing Ultimate“ ist der brutalste Anime aller Zeiten, aber tiefgängig einer der enttäuschensten Beiträge überhaupt. Schablonenhafte überholte Denkensmuster aus alter Zeit, werden mit blutigen Bildern zu einer Entschuldigung für mangelnde Handlungsarmut. Für die Menschen die auf stumpfsinnige Gewalt stehen, ist dieses Werk zweifelsohne das beste was auf dem Markt angeboten wird. Der geneigte anspruchsvolle Anime-Fan wird hingegen auf eine harte Probe gestellt, da er hier nichts geboten bekommt, was geistigem Futter ähnelt. Charakteristische Oberflächlichkeiten die balancentechnisch in einem desolaten Ungleichgewicht stehen, treffen auf überholte, aber dennoch aktuelle Glaubens- und Verfassungsmuster, die einen Spiegel zur heutigen Gesellschaft darstellen. Leider wird dabei auf Inhalt ebenso wenig wert gelegt, wie auf einen sorgfältigen Umgang mit den Thematiken. Denn wenn dieser Anime, sowie der Manga ein Sinnbild von Ansehen in der Fangemeinde darstellt, sollten wir uns alle Gedanken machen um unsere Einstellungen, sowie unserem Bild von gemeinschaftlichem Umgang. Denn inhaltlich ist dieser Beitrag sehr verwerflich, und zeigt das wir in einer Geimeinschaft leben, die sich in ihrem Innern vielleicht selber manchmal so eine Grausamkeit wünscht. 

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Was man von diesem Werk aber erwarten kann, muss jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Da es viele Menschen gibt die diese Thematik hinter der Handlung gar nicht interessiert muss man auch nicht zu viel darüber nachdenken, was den Anime für viele Zuschauer erträglicher macht, da sich mit der hintergründigen Auslegung auseinanderzusetzen sehr problematische Auswirkung auf das zu sichtende Geschehen haben kann. Zu welchem Zuschauer gehört ihr. Das ist hier die große Frage, was ihr alle, jeder für euch entscheiden muss. Und jeder der meine Worte hier gelesen hat, wird merken zu welcher Kategorie „Mensch“ ich gehöre, und was Animes für mich sind. 

Nachtrag:

Den Link zu der Erstauflage der Mangaserie findet ihr unter diesem Link: 

https://mangaguide.de/index.php?include=5&manga_id=279

Den Link zur OVA-Gesamtbox findet ihr unter diesem Link: 

https://www.amazon.de/Hellsing-Ultimate-OVA-BUNDLE-Sammelschuber/dp/B01N0AYRY8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1548593408&sr=8-2&keywords=hellsing+ultimate

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Mytholiogisch ist Alucard eine zwiespältige Figur gegenüber der originalen Vorlage „Dracula“. Denn er wird zwar als Vampir dargestellt, wirkt aber eher wie ein Monster, dass gottgleiche Wesenszüge genießt. Eigentlich ist Alucard der verstoßene Sohn Draculas, der seinem Vater den Rücken zugewandt hat, während er hier der Fürst der Finsternis selbst ist. Dabei legt man den Fokus aber eher auf die Variante von dem Film „Dracula 2000“ von Wes Craven, wo Dracula als Judas dargestellt wird, der für seinen Verrat gehängt wurde. Zwar wird es im Anime selbst nicht gesagt, aber die Bildsprache spricht hier einen deutliche Sprache. 

Zu der deutschen Tonspur sei gesagt, dass sie ebenfalls das beste ist was Fans sich wünschen konnten. Der Bekanntheitsgrad der Sprecher ist enorm, und ihre Stimmen passen zu jeder Situation, die der Anime einem bietet. Dabei sind die bekanntestes Syncronstimmen die von Alucard, gesprochen von Torsten Münchow, der bekanntgeworden ist als deutscher Sprecher des Schauspielers Brandon Fraser. Die zweite ist Oliver Stritzel, der die deutsche Stimme von Philip Seymour Hoffman verkörperte, und in „Hellsing Ultimate“ den katholischen Kämpfer Alexander Anderson seine Stimme leiht. 

Das schönste Zitat aus dem Film kommt aber von dem kriegstreiberischen Major, der am Ende der vierten Folge einmal eindrucksvoll zeigt was ihn am Leben hält:

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Die legendäre Ansprache des Majors

Meine Kameraden.
Meine Kameraden, ich liebe ihn, den Krieg.

Meine Kameraden, ich liebe den Krieg.
Meine Kameraden! Ihr alle wisst wie sehr ich den Krieg liebe!

Ich liebe den Vernichtungskrieg, ich liebe den Blitzkrieg,
ich liebe den offensiven Krieg, ich liebe den defensiven Krieg.
Ich liebe die Kesselschlacht, ich liebe es, sie zu durchbrechen!
Ich liebe Räumungen! Ich liebe Säuberungsaktionen!

Auf den Flachland, auf der Landstraße, 
im Schützengraben, auf der Wiese,
auf den gefrorenen Erdboden, in der Wüste,
auf den Meer, in der Luft, 
im Schlamm, in den Sümpfen!

Ich liebe jede Art kriegerischer Aktionen, die es auf der Welt gibt!

Ich liebe das donnernde Geräusch gleichzeitig abgefeuerter Artillerie,
wenn eine komplette Front die feindlichen Stellungen mit Getöse wegbläst!

Ich bin begeistert, wenn feindliche Soldaten in der Luft
durch einen einzigen zielsicheren Schuss in Stücke gerissen werden!

Ich liebe es, wenn ein Panzerschütze feindliche Panzer
mit der 88-mm-Kanone des Tigers beschießt!

Ich hab mich unglaublich befreit gefühlt als wir mit unseren MGs 
feindliche Soldaten niedergemäht haben als sie schreiend
aus ihren brennenden, zerbombten Panzern geflohen sind!

Ich liebe es, wenn die Infanterie mit ihren Bajonetten
in die feindlichen Linien vorstößt!

Es begeistert mich sogar immer wieder zu sehen,
wenn ängstliche Rekruten voller Panik immer wieder und wieder
auf einen feindlichen Soldaten einstechen, obwohl dieser längst tot ist!

Es war ein erhebender Anblick, wenn törichte Deserteure 
an Straßenlaternen aufgehängt wurden!

Unübertrefflich war der gellende Schrei gefangener feindlicher Soldaten 
als sie auf mein Handzeichen hin vom prasselnden Kugelhagel der Schmeißer
niedergestreckt wurden und elendig zu Grunde gingen.

Aber mein persönlicher Höhepunkt war es als diese armseligen Widerständler 
durch eine 4,8-Tonnen-Sprengladung vom Geschütz „Dora“ aus mit samt 
ihrer Stadt in Stücke gerissen wurden.
Ich kann Ihnen gar nicht sagen, welch‘ unaussprechliche Freude das in mir ausgelöst hat.

Ich liebe es außerordentlich, wenn eine russische Panzerdivision total zerstört wird!

*moves his glasses closer to his eyes and shakes his head*
Es ist ja so traurig, wenn die Dörfer, die man doch beschützen wollte, zerstört
und Frauen und Kinder geschändet und abgeschlachtet werden – 
allein die Vorstellung davon macht mich schon ganz krank.

*ironic tone*
Ich liebe es durch die materielle Überlegenheit der Engländer und Amerikaner 
zerquetscht und vernichtet zu werden!

Es ist äußerst demütigend bei Luftangriffen der englischen und amerikanischen Jabos
wie Ungeziefer auf den Boden herumkriechen zu müssen!

*reachs his hand in front of himself*
Meine Kameraden! Ich wünsche mir vom Herzen den Krieg!
Ich wünsche mir einen Krieg, der weitaus schlimmer als die Hölle ist!

Meine Kameraden, die mir in diesem Bataillon treu folgen werdet,
ich frage euch jetzt: Was ist euer Wunsch, meine Kameraden?

Wünscht auch ihr euch wie ich einen weiteren Krieg?
Wünscht ihr euch einen umbarmherzigen, brutalen, schmutzigen Krieg?
Wünscht ihr euch, dass ihr euch durch Eis, Wind 
und von Blitzschlag verursachtem Feuer kämpft?
Und wünscht ihr euch einen stürmischen Krieg, der alles Leben hinwegfegt?

soldiers: *rise their arms in the air in joy* 
KRIEG! Wir wollen Krieg!
KRIEG! KRIEG! KRIEG! KRIEG! KRIEG! KRIEG!

*smiles evilly and clenchs his fists*
Gut, Kameraden, wenn das so ist, dann sollt ihr euren Krieg haben!
Wir sind wie die geballte Faust, die mit aller Kraft auf alle und alles heruntersausen wird!

Aber ein normaler Krieg reicht uns nicht aus und wie wir bereits seit einem halben Jahrhundert auf den Grund der Finsternis ausgeharrt haben, genügt das nicht – damit geben wir uns nicht zufrieden!

*moves his arm quickly down*
Wir wollen einen großen Krieg! 
Einen wirklich großen Krieg!
Einen gigantischen Krieg mit Leib und Seele!

Wir sind nur ein Bataillon von tausend Mann – der versprengte Rest
einer ehemals riesengroßen Armee.
Aber ich glaube fest an euch!
Jeden von euch altgedienten Veteranen wohnt die Kraft von tausend Männern inne.
Das bedeutet, wir haben, mich eingeschlossen, 
die Kampfkraft von einer Million Soldaten und einen Mann!

*reach his hand in front of himself again*
Lasst uns all diejenigen, die uns bereits vergessen haben, hinwegfegen
und lasst uns die Träumer endlich aus ihren Schlummer reißen!
Lasst sie uns an ihren Haaren aus dem Bett zerren, 
damit sie ihre Augen öffnen und sich erinnern!

Ich werde dafür sorgen, dass sie sich durch uns an den Geschmack der Furcht erinnern!
Ich werde dafür sorgen, dass sie sich durch uns an den Klang der Stiefel marschierender Soldaten erinnern!

Zwischen Himmel und Erde gibt es Dinge die ihr Auffassungsvermögen überstiegen haben, ich werde dafür sorgen, dass sie sich erinnern!

Soldiers: *staring through the windows of the blimps and looking down* 
Europa! Großartig! Europa! Unglaublich, dass sind die Lichter Europas! Europa!

Es ist so weit, ich werde die Welt durch meinen Kampftrupp bestehend aus tausend Vampiren in Schutt und Asche legen!

Ja, es ist wahr: Das sind die Lichter Europas, nach deren Anblick ich mich so lange sehnte!

*spreads both arms*
Ich habe euch dorthin zurückgebracht so wie ich es euch versprochen habe! 
Zurück zu dem Schlachtfeld, das ihr vermisst habt!
Zurück zu dem Krieg, den ihr so sehr vermisst habt!

Soldiers: *totally euphoric*
                Danke, Herr Major! Herr Truppenleiter!
                Danke, Herr Major! Herr Bataillonsführer!
                Danke, Herr Major! Danke, Herr Truppenleiter!
                Danke, Herr Major!

Und der Seelöwe wird endlich den Ozean überqueren 
und wird endlich an Land gehen, meine Kameraden!

Dies ist eine Mitteilung an alle Truppenmitglieder von Millennium! 
Hört den Befehl eures Truppenleiters:

Meine Kameraden *paused for a last big evil smile* WIR bereiten ihnen die Hölle auf Erden!

©Studio Madhouse/Nippoart/Satelight Inc./Graphinica & Kelmadick

Hinweis:

Jede kontroverse Äußerung über Religionen oder den Nationalsozialismus ist ausschließlich dem Schreiber dieser Kritik zuzuordnen, und steht nicht für die Meinung des übrigen Teams. Außerdem sind alle Begriffe, Erklärungen und Erläuterungen primär dem verantwortlichen Schreiber mit dem Pseudonym „Johnny Darko“ zugrunde gelegt. Jedwede feindliche Äußerung Dritter, oder Ausübung rechtsradikalem Gedankengutes, kann nicht auf die geschrieben Worte dieser Kritik zurückgeführt werden, da es sich um eine freie Meinungsäußerung handelt, welche auch jedweder Verbreitung von verfassungsfeindlichem Gedankengut entbehrt. Danke für euer Verständnis.   

 

 

 

Über Johnny Darko 73 Artikel
Hallo ich bin Johnny, ich bin der Mann für den Horror, in all seinen Variationen und Genres. Von atmosphärisch bis unerträglich, von brutal bis blutig. Ja aber ich stehe auch auf andere Bereiche. Im Thriller und Action Genre fühle ich mich auch sehr wohl. Aber auch Liebesfilme können mich überzeugen, und zu tränen rühren. Ja das wäre dann schon alles. wenn ihr Lust und Zeit habt, lest euch doch mal was schönes durch.

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