Kritik: The Lego Movie 2

Es gibt Filme, da fragt man sich, ob ein zweiter Teil der für den Orignalfilm nicht kontraproduktiv ist. Für mich gehörte auch The Lego Movie zu diesen Filmen. Eine herzensgute Botschaft für Jung und Alt, die keine weiteren Kommentare brauchte. Auch Filme wie The Lego Batman Movie und der Ninjago Film konnten trotz guter Unterhaltung das Original nicht Mal knapp erreichen. Doch, soviel will ich jetzt schon mal verraten, lag ich mit meiner Angst völlig falsch. Warum The Lego Movie 2 seinem Vorgänger in fast nichts nachsteht, verrate ich euch in unserer Kritik.

Nachdem Sieg über Präsident Business herrschte Frieden in der Lego Welt, also für quasi ein paar Minuten, da unsere Helden plötzlich Besuch von den Duplo Steinen aus dem Systar-System bekamen, die mit Emet und seinen Freunden einen interstellaren Krieg starteten. Das ist nun fünf Jahre her und die einst so schöne Heimat liegt nun in Trümmern. Die Bewohner der Lego Stadt sind verroht und kämpfen um ihr tägliches Überleben. Nur Emet ist derselbe frohe Kaffeetrinker geblieben und bleibt beim Motto “Everything ist Awesome.” Dies ändert sich jedoch schlagartig, als WyldStyle vom Systar-System entführt wird und er auf den Weltraumabenteurer Rex trifft, der aus unseren gut unbekümmerten Helden einen toughen Krieger macht.

Genau wie im ersten Teil ist auch Part 2 nicht nur für Kinder ein gelungener Film. Dennoch, um erst mal auf die negativen Punkte einzugehen, fehlt The Lego Movie 2 der Impact, den der erste Teil durch sein überraschendes Ende hatte. Das der Film im Kopf des Jungen Finn, der mit dem Lego seines Vaters spielt, stattfindet, ist nun etabliert. Um einen ähnlichen Effekt zu wirken, geht der Film nun auf die Beziehung zwischen Finn und seiner jüngeren Schwester ein, was ohne Frage auch eine wunderschöne Botschaft in sich trägt, die dennoch nie an den ersten Teil heranreicht. Auch nach den anderen beiden Spin-Off Filmen scheint langsam eine kleine Ermüdungserscheinung eingestellt zu haben. Aber das ist auch fast alles, was man negativ an den Film von Mike Mitchell (das Drehbuch stammt erneut von Phil Lord und Christopher Miller) ankreiden kann. Sonst ist der Film mit liebevoller Popkultur Referenzen und Witzen, sowie allgemein viel Charm gespickt. Die beiden Wissen genau, wie sie ihre Charaktere, zu denen auch wieder Prominent Lego Batman gehört, in Szene setzen müssen. Habt ihr den ersten Teil nicht gesehen, gibt es jedoch keine neue Einführung der Charaktere, womit dieser für den neuen Film quasi vorausgesetzt wird. 

Fazit:
The Lego Movie 2 ist eine gelungene Fortsetzung, die nicht ganz die höhen des Originals erreicht, dennoch viele liebevolle Metaebenen für Erwachsene und viel Spaß für Kinder beherbergt. Leider fehlt dem Film etwas an Innovation, da man sich auf das geschaffene der bisherigen Lego Filme ausruht. Wer das aber auch nicht von einem Sequel erwartet, wird sehr zufrieden mit der Fortsetzung sein.

Über Florian Blind 244 Artikel
Angefangen mit dem Nintendo 64 bin ich bereits seid dem größten Teil meines Lebens Gamer. Neben dem Gaming haben mich auch durch RTL II Animes schon in Kindheitstagen begleitet und beide Hobbys spielen auch heute noch einen wichtigen Teil in meinem Leben. Das Schreiben habe ich 2012 bei dem Anime Online Magazin "Animey" begonnen.

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