GameReview: Metro Exodus

Es ist bereits sechs Jahre her, das ein Metro-Spiel das Licht der Welt erblickte. Nun ist es endlich so weit und ich hatte die Gelegenheit, mir Metro Exodus von 4A Games etwas genauer anzuschauen. Was ich in der russischen Apokalypse zusammen mit Artjom erlebt habe, werdet ihr nun in diesem Review erfahren.

Der Zug in die Freiheit

Die Flora und Fauna in Metro Exodus kann sich wirklich sehen lassen

Mit Metro Exodus schlägt Entwickler 4A Games eine neue Bahn ein. Seid ihr es noch aus den beiden vorangegangenen Spielen gewohnt, euch durch den Untergrund Moskaus zu kämpfen, so habt ihr nun die Möglichkeit euch mit einem Zug, der Aurora genannt wird, durch große offene Areale zu kämpfen. Artjom hat immer daran geglaubt, dass es an der Oberfläche noch Leben geben muss und sein Traum stur weiterverfolgt. Wie es allerdings dazu kam, dass Artjom in einem Zug gelandet ist und nicht mehr durch die Moskauer Metro streift, soll hier aus Spoiler-Gründen nicht genauer erläutert werden. Denn eines ist nach meinem Durchspielen von Metro Exodus sicher. Die wirklich tolle und atmosphärische Geschichte sollte jeder Spieler für sich selbst erleben. Denn 4A Games hat es geschafft glaubhafte Charaktere zu erschaffen, die einem im Verlauf der Geschichte immer mehr ans Herz wachsen.

Die Welt nach dem Krieg

So schön diese Welt auch ist, so gefährlich ist sie auch. Überall erwarten euch mutierte und oder bewaffnete menschliche Feinde

Habt ihr die ca. erste Stunde des Spieles und damit Moskau hinter euch gebracht, eröffnet sich eine der großen Karten, die ihr in Metro Exodus besuchen und frei erkunden könnt. Die verschiedenen Gebiete von Metro Exodus unterscheiden sich wesentlich im Hinblick auf Flora und Fauna, sodass ihr nie das Gefühl habt, immer wieder das Gleiche zu sehen. Ebenfalls sind diese nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern auch vollgepackt mit Schätzen, Ausrüstung, Munition, etc., was es für euch nur noch interessanter macht, so viel wie möglich zu erkunden. Denn auch wenn ihr euch im Spiel fernab der Hauptstory bewegt, so findet man immer etwas Nützliches und wenn es nur Munition ist, die ihr auf den höheren Schwierigkeitsgraden bitter benötigen werdet.

Meist ist es so, dass man euch zu Beginn eines neuen Gebietes sagt, was gemacht werden muss, damit ihr die Geschichte vorantreibt. Es gibt allerdings natürlich auch Nebenaufgaben und diese verschaffen euch oft Vorteile. Befreit ihr in einem Camp zum Beispiel Geiseln, so bekommt ihr von diesen einen Schlüssel für eine Kammer. Betrete ihr später diese Kammer, findet ihr in dieser ein Nachtsichtgerät, welches euch in dunklen Gebieten von großem Nutzen sein wird. Man kann 4A Games an dieser Stelle nur für ihr wirklich durchdachtes Leveldesign loben.

Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit Missionen so anzugehen, wie ihr es für richtig haltet. Wollt ihr einen Außenposten überfallen, so könnt ihr mit gezückter Waffe hineinstürmen und alles niedermähen, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Ihr könntet auch bis nachts warten und die größtenteils schlafenden Wachen überraschen, ohne großen Radau zu verursachen. Wie ihr spielen wollt, bleibt ganz euch überlassen und genau diese euch gegebene Freiheit ist lobenswert.

Packt alles ein!

Zerlegt man feindliche Waffen, so bekommt man hier und da auch Mods, die man selbst an der eigenen Waffe anbringen kann.

Wie bereits von mir weiter oben erwähnt, könnt ihr in der Welt von Metro Exodus etliches entdecken. Packt alles ein, was ihr nur finden könnt, denn wirklich alles hat einen Nutzen, dabei ist es egal, ob es nur Chemikalien sind oder Metallschrott. Mit diesen Materialien lassen sich nämlich eure Waffen und Ausrüstung säubern, denn diese nutzen sich im Verlauf des Spiels ab und können an wichtigen Momenten blockieren, wenn ihr eure Waffen nicht reinigt.

Ebenfalls hat sich 4A Games eine interessante Art des Craftings ausgedacht. Zu jeder Zeit im Spiel habt ihr die Möglichkeit euren Rucksack zu öffnen und zum Beispiel Medipacks oder Munition für das Luftgewehr herzustellen. Allerdings findet ihr in der Welt auch Werkbänke, an denen ihr erweiterte Crafting-Möglichkeiten habt. An Werkbänken könnt ihr Munition für eure anderen Waffen herstellen, die Ausrüstung Reinigen oder sogar gefundene/ von Feinden entwendete Waffenmods an eure Waffen anbringen.

Meckerecke

Leider wird das Spiel hier und da von einigen Bugs geplagt. Nachdem ich diesen Feind besiegte konnte ich ihn nicht looten, weil er sich festgebuggt hatte.

So toll sich alles bisher auch anhört, hat Metro Exodus hier und da doch noch einige Macken. Während meiner Spielzeit mit dem Titel sind mir etliche Bugs und Ruckler aufgefallen. Das ist zwar nervig aber macht das Spiel nicht kaputt. Außerdem fühlt sich die Steuerung mit dem Controller meiner Meinung nach etwas träge und holprig an. Des Weiteren gibt es teilweise sehr lange Ladezeiten. Was mich allerdings etwas mehr gestört hat, ist das Verhalten der KI in Kämpfen, die schwankender nicht sein könnte. Manchmal steht man quasi direkt vor einem Feind und dieser entdeckt einen nicht. An anderer Stelle ist man gefühlt noch hunderte Meter in einem Busch sitzend von dem nächsten Außenposten entfernt und wird sofort unter Beschuss genommen. Hier hätte es noch etwas Feinschliff geben müssen.

Fazit

Ich hatte eine Menge Spaß mit Metro Exodus, auch wenn es nach dem letzten Absatz vielleicht nicht den Anschein hat. Allerdings sind das alles nur technische Fehler, die sich nicht mit der schönen Welt und der dichten Atmosphäre, die Metro Exodus erzeugt messen können. Überall gibt es etwas Nützliches zu finden und die Charaktere wachsen einem ans Herz. Genauso habe ich mir Metro Exodus vorgestellt und es auch bekommen. Wer also noch auf der Suche nach einem guten Ego-Shooter ist, der kann bei Metro Exodus beherzt zugreifen.

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