Kurz notiert: Silence (Switch)

Eine der wenigen Entwicklerstudios, die noch die Adventure Fahne hoch in den Himmel halten, ist der Hamburger Entwickler Daedalic. Und das sie ihr Fach äußerst gut beherrschen haben sie spätestens seit der beliebten Deponia-Reihe jedem Point-and-Click Liebhaber bewiesen. Nun hat Nintendos Hybrid Nintendo Switch überraschend eine Umsetzung der Fortsetzung von dem Daedalic Frühwerk The Whispered World bekommen. Mit Silence dürfen wir nun nach der namensgebenden Welt zurückkehren, nachdem das Adventure bereits 2016 auf PC und weiteren Plattformen erschienen ist. Ob die Umsetzung das hohe Niveau des Entwicklers halten kann, verraten wir euch in unserem Kurz notiert.

Anders als man denkt

Silence ist nicht wie man durch den Vorgänger und dem restlichen Portfolio erwartet ein reines Point-and-Click, sondern hat fast mehr Ähnlichkeiten zu einem Adventure von Telltale. Anstelle den Bildschirm abzuklicken um Items einzusammeln, sie dann zu kombinieren und irgendwo zu benutzen, löst ihr die Rätsel mehr mit den normalen Fähigkeiten eurer Figuren. Figuren? Silence hat mehr als einen Protagonisten, so schlüpft ihr in die Rolle eines Geschwisterpaares, sowie auch in den grünen Rückkehrer Spott. Welche Funktionen die Figuren innerhalb der Geschichte haben, wollen wir aus Spoiler Gründen hier nicht weiter verraten, was wir jedoch sagen können ist, dass Silence eine ganze Reihe von interessanten Figuren hat, die leider aber nicht immer das Rampenlicht bekommen, was sie meines Erachtens verdient gehabt hätten. Wer sich auf Silence einlässt, sollte jedoch wissen, dass es sich um eine direkte Fortsetzung von The Whispered World hält. Vorkenntnisse sind somit sehr hilfreich aber auch nicht zwingend notwendig, da euch die wichtigsten Momente aus dem ersten Teil erzählt werden.

Aber wie Gut ist denn nun Silence? Eigentlich ziemlich gut. Die Geschichte ist überraschend traurig und düster, behält aber nichtsdestotrotz den typischen Daedalic Witz. Doch leider gibt es ein paar Contra-Punke, die ich nicht verschweigen möchte und hauptsächlich mit der Umsetzung auf Nintendo Switch zu tun haben. So hat Silence starke technische Probleme. Nicht nur bricht gerne mal die Framezahl ein, auch plötzlich unsichtbar werdende Spielfiguren oder Charaktere, die in Wänden oder Böden versinken, konnten wir besonders in der zweiten Hälfte des Spiels antreffen, was mein Spielerlebnis stark beeinflusst hat.

Fazit:

Silence auf Nintendo Switch reißt mich hin und her. Zum einen Liebe ich die Figuren und die Atmosphäre des Spiels, werde aber durch die vielen grafischen Fehlern aus der Welt gerissen. Zwar musste ich das Spiel in den ungefähr vier Stunden Spielzeit nur einmal neu starten, da mich ein Fehler nicht weiterkommen ließ, wenn aber Charaktere bis zu ihren Hüften im Boden versinken, verliert man doch schnell die Motivation. Wer zudem auf eine Touchscreen-Integrierung hofft, wird auch enttäuscht, da es sich um eine relativ reine Portierung handelt. Somit kann ich Silence auf Switch zwar empfehlen, würde aber eine der anderen Versionen bevorzugen.

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