Kritik: Shazam!

Mit Shazam! hat Warner Bros. das nächste Experiment im DCEU gestartet. Ob der Versuch ein weniger düsteren und familienfreundlichen Superhelden-Film auf die Beine zu stellen gelungen ist, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Sprich das Zauberwort und spür die Macht…

Ruft Billy das Wort Shazam, wird er zu einem erwachsenen Superhelden| © 2019 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. / Steven Wilke © DC Comics

Hierzulande ist Shazam wahrscheinlich einer der unbekannteren Helden des DC Comic Verlags, der nun sein eigenes Kinoabenteuer bekommen hat, daher erlauben wir uns hier eine kleine Zusammenfassung der Geschichte. Shazam! handelt von dem jungen Billy Batson, einen Weisen, der auf der Suche nach seiner echten Mutter schon von vielen Adoptivfamilien ausgerissen ist. Als Billy nach seinem letzten Versuch erwischt wird, wird er von Victor und Rosa Vasquez und ihrer großen Adoptivfamilie aufgenommen. Aus der Hoffnung, dass dies Mal alles anders wird, scheint zuerst nichts zu werden, da sich Billy weiterhin dagegen wehrt, seine Schilde abzulegen. Bei einem weiteren Versuch auszubüchsen, landet seine U-Bahn fahrt jedoch in der Höhle eines geheimnisvollen Magiers. Dieser wählt Billy aus, seine übermenschlichen Kräfte, zu übernehmen um der Champion Shazam zu werden und die Gefahr durch die sieben Todsünden abzuwehren. Plötzlich findet sich Billy zwischen mehreren Welten wieder. Seine neue Familie, die alles versucht ihn zu integrieren und ihm ein neues Zuhause zu bereiten und der Verantwortung ein erwachsener Superheld zu sein.

Ist das wirklich das DCEU?

Überfälle eignen sich perfekt zum Testen von Superkräften | © 2019 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. / Steven Wilke © DC Comics

Man mag es kaum glauben, dass Shazam! im selben Universum wie Justice League spielen soll. Während Aquaman im Ton bereits etwas heiterer war, ist Shazam! wirklich ein Film für Jung und Alt geworden, wie schon die Freigabe ab 12 Jahren zeigt. Zwar werden auch hier einige Menschen vom Bösen aus dem Diesseits befördert, wirklich brutal wird das aber nie inszeniert. An die Balance aus Humor und Action eines Marvel Studio Films kommt Shazam! zwar noch lange nicht ran, einen ähnlichen Spaß empfindet man, trotz vieler Witze, die nicht zünden wollen, nichtsdestotrotz. Nicht ganz unschuldig daran ist Jack Dylan Grazer (Es), der Freddy, Billys Zimmergenosse und Adoptivbruder, spielt. Freddys starke Bewunderung für Superhelden schafft Grazer perfekt umzusetzen und ist nicht nur einmal für einen Lacher gut. Generell ist der Film gut gecastet. Aber Shazam! hat auch ein paar schwer übersehbare Schwachpunkte. So ist der letzte Act viel zu lange geworden. Der Kampf zwischen Billy und Dr. Sivana, gespielt von Mark Strong (Kingsman: The Secret Service) , dauert gefühlt eine Ewigkeit und beginnt bereits final schon fast nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden.

Fazit

Zwar ist dem DCEU auch mit Shazam! nicht der große Wurf gelungen, gescheiter ist das Experiment jedoch auch nicht. Der Film macht durchaus Spaß, wird aber durch das schlechte Pacing und einige schwache Witze zurückgehalten.

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