Geek-Pool Grübelecke: Gedanken zu „Bond 25“

007 Meldet sich zurück zum Dienst

©Universal Pictures

Na endlich, nach 5 Jahren der Vermutungen, Gerüchten, kreativen Differenzen, Regiewechseln und einem Hauptdarsteller, der vor laufender Kamera meint, er hätte keinen Bock mehr, den britischen Geheimagenten zu spielen, geht es 2020 nun endlich weiter mit der Bond Reihe. Warum wir dem ganzen Phänomen gegenüber äußerst skeptisch begegnen, erklärt sich von selbst:

©  Universal Pictures

Punkt 1 wären die leidigen Diskussionen, Spekulationen wer Bond eigentlich spielt, die regelmäßig das Netz überfluten, nur um dann im Winde zu verwehen. Mal ist Daniel Craig gesetzt, dann soll es doch Idris Elba machen und lauter solche News. Irgendwann gibt selbst der letzte Online Redakteur auf, sich darüber noch aufzuregen oder den Schund in irgendeiner Art und Weise zu veröffentlichen. Warum? Ganz einfach, weil das in den nächsten Minuten schon wieder ganz anders aussehen könnte. Letzten Endes ist Daniel Craig dann doch wieder Bond und laut unserer Prognose auch wahrscheinlich nicht zum letzten Mal. Aber da verlassen wir uns doch lieber auf die öffentlichen, offiziellen Statements des Produktionsstudios.

© 1962 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. and Danjaq, LLC.

Punkt 2: Wie rechtfertigt man die 5 Jahre Wartezeit? Mit Bond ist es doch immer wieder dasselbe. Man schaut den neusten, will wissen wie es weitergeht und dann kommt lange Zeit nix. Irgendwann ist die Vorfreude verflogen und dann urplötzlich Jahre später geht es weiter. Klar ist Bond, Kult, aber vielleicht sollte man mal über einen Kurswechsel nachdenken und sich der schnelllebigen Zeit anpassen, anstelle immer wieder denselben zu fahren und Hoffnungen zu töten.

©2012 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. and Sony Pictures

Punkt 3: Zoff hinter den Kulissen. Es gibt wohl kaum eine Reihe, die mehr Zündstoff entfacht als Bond. Das liegt nicht an der explosiven Action, sondern den leidigen Auseinandersetzungen hinter den Kulissen. Da werden Regisseure benannt, gefeuert, der nächste hat irgendwelche Probleme mit dem Drehbuch, dann wieder einer, der Bond komplett neu erfinden will und natürlich auch ihn letzten Endes zu Grabe tragen will. Viel Lärm um nichts, nervt einfach, überspült das Netz und zerstört noch den letzten Funken Vorfreude. Klärt das doch bitte ohne das Beisein der Medien!

© Paramount Pictures

Und der letzte Punkt, braucht es überhaupt noch Bond in Zeiten von Mission Impossible und co? Ja darüber kann man sich streiten. Bond war eigentlich immer ein Kind seiner Zeit (bis auf Spectre, da wollte man Nostalgie mit gegenwärtigen Problemen wie der Technologisierung vermischen). Bond war immer fortschrittlich, anpassungsfähig und trauerte nicht längst vergangener Zeiten hinterher, geschweige denn, dass er diese wiederaufleben lassen wollte. Mit „Spectre“ war man sich dann allerdings als Zuschauer nicht mehr sicher, wohin die Reise von 007 eigentlich gehen soll. Da fängt Tom Cruises Stuntshow doch schon viel mehr den Zeitgeist und die heutigen Sehgewohnheiten der Kinozuschauer ein und der Erfolg gibt ihm Recht. Wieso kann Bond das nicht auch? Vermutung: Die Produzenten planen immer nur von Film zu Film, ohne ein richtiges Konzept zu haben. Und das kann man machen, wenn die Filme nicht fortlaufend miteinander verknüpft wären, sind sie aber leider im Falle der Craig Bond Reihe.

Über Marcel 532 Artikel
Film ist eine Sprache die jeder versteht. Egal ob in serieller Form oder als Animation, Film dient den Menschen als Unterhaltung und begeistert durch seine Vielfältigkeit. Sei es auf den Ebenen der Erzählung, Effekten oder Charakteren. Film ist aber nicht nur eine Sprache, sondern eine Kunstform, ganz gleich in welcher Art und Weise. Das was ich an Film und allgemein an Medien liebe, ist die Vielfältigkeit, die verschiedenen Ebenen insbesondere die Meta Ebenen und in neue Welten einzutauchen. Aber auch Kritik und Lösungsvorschläge filmisch an unserem heutigen System auszuüben und zu zeigen, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein".

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