Film Review: Star Wars Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers (Spoilerfrei)

43 Jahre ist es nun her, dass ein Film mit dem vorläufigen Namen Krieg der Sterne in den deutschen Lichtspielhäusern anlief. Damals konnte wahrscheinlich selbst George Lucas noch nicht absehen, was für eine Lawine er mit diesem Machwerk in Gang gesetzt hat. Nun nach vielen weiteren Filmen, Serien, Büchern und Videospielen wird die Skywalker Saga mit dem neunten Film nun zu Ende gebracht. Ob Regisseur J.J. Abrams die Geschichte, besonders nach dem sehr umstrittenen achten Teil, zu einem großen Ganzen schnüren konnte, dürfen wir euch jetzt verraten.

Do. Or do not. There is no try.

Da Star Wars Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers das Ende der Saga bildet, wäre wahrscheinlich schon der kleinste Hinweis zur Geschichte ein Spoiler. Daher möchte ich hier nur erwähnen, dass der Kampf zwischen der Ersten Ordnung, die nach dem tot von Supreme Leader Snoke in Episode 8 von Kylo Ren angeführt wird und dem Widerstand weiter anhält. Das soll schon alles zum Inhalt sein, was ich euch an dieser Stelle verraten möchte. Denn Der Aufstieg Skywalkers lebt von vielen Überraschungen und den Handlungen der über die letzten Jahren liebgewonnenen Charakteren. Und jeder unserer Kerncharaktere aus Episode 7 bekommt auch genug Scheinwerferlicht von Abrahams um ihre Geschichte zu erzählen. Leider fallen Charaktere aus Episode 8 dabei etwas unter dem Tisch. Sie sind zwar zu sehen, aber viel mehr als aufmunternde Worte gibt es nicht, was aber auch in Ordnung ist, da gerade die erste Hälfte bereits sehr überladen wirkt. Dies liegt aber auch daran, dass J.J. Abrams alle Fragen, die in den beiden vorherigen Episoden aufgeworfen wurden, auch beantworten möchte. Eine schwierige Aufgabe, die er sogar sehr souverän gemeistert hat.

Nachdem er die vorherigen Filme quasi „aufgeräumt“ hat, nimmt sich J.J. Abrahams die Zeit eine sehr spannende und düstere Geschichte auf eine sehr emotionale Art zu erzählen. Dabei hilft besonders Daisy Ridley, die hier mit großem Abstand ihre beste Verkörperung von Rey mimt. Aber auch Adam Driver und der restliche Cast glänzen in ihren Rollen (hier soll auch
Ian McDiarmid, der einfach wieder phänomenal ist, nicht unerwähnt bleiben). Gerade die Szenen zwischen Poe Dameron und Finn sorgen immer wieder für ein Schmunzeln, können aber dann auch wieder düster und ernst sein. Etwas was gerade die neunte Episode ausmacht, ist der wirklich starke Ton des Films, der sich immer wieder neu an seine Charaktere anpasst.

Aus technischer Sicht gibt es natürlich gar nichts auszusetzen. Nie waren Weltraumschlachten bombastischer und schöner inszeniert als in Der Aufstieg Skywalkers. Auch die Kämpfe wirken wie eine runde Mischung aus der originalen- und der Prequel-Trilogie. Nicht zu vergessen ist der erneut unschlagbare Soundtrack von John Williams, der sich dieses Mal an den Musiken aller Vorgänger bedient und so Nostalgie wie auch das Verlangen nach neuem erfüllt.

Fazit:

J.J. Abrams ist das unmöglich erscheinende gelungen und hat ein zufriedenstellendes Ende der Skywalker Saga erschaffen, dass gerade das Herz von Episode 8 enttäuschte Fans zurückerobert. Leider fühlt es sich aber auch hin und wieder so an, als würde man sich für diesen Film entschuldigen müssen, wodurch das erste Drittel des Films etwas überladen wirkt. Dies ist aber auch nur meckern auf hohem Niveau, denn Star Wars Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers ist mit Abstand der beste Film der neuen Trilogie und hat mich mit einem lachenden und auch weinendem Gesicht zurückgelassen.

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