ENDER LILIES – Quietus of the Knights | Early Access Review

Ich durfte mich dankenswerter Weise bereits im Early Access des Metroidvania ENDER LILIES: Quietus of the Knights umschauen. Wie mir diese frühe Version gefallen hat, verrate ich euch heute in meiner Review.

Inspiriert aber wirklich Gut

Wie eingangs gesagt ist Ender Lilies ein Metroidvania. Entwickelt wird das ganze in Japan bei Live Wire und adglobe. Nach meinem Wissensstand ist es zudem das erste Spiel, was sie herausbringen. Das Spiel handelt von einem Mädchen, dass auf den Namen Lily hört, die in einer Welt aufwacht in der ein schrecklicher Regen herrscht. Dieser Regen machte die Bewohner des Ortes zu verrückten Ungetümen und nur Lilly kann sie wieder reinigen. So weit so gut zur Story, wie bei den meisten Metroidvanias ist die nämlich auch hier nicht besonders dicht erzählt. Meist bekommt ihr kleine Storyfetzen durch Briefe oder andere Dokumente die ihr findet, Dialoge gibt es zwar quasi auch, findet ihr aber seltener. Spielerisch erinnert mich Ender Lilies sehr an Hollow Knight von Team Cherry, mit ein paar Ideen aus dem Souls-Franchise obendrauf. Auch der Look erinnert sehr an eine Mischung aus Hollow Knight, mit einem größeren Bloodborne, wenn es ein Anime wäre, Einschlag. 

Wie in einem Metroidvania üblich erforscht ihr in ENDER LILIES Orte, besiegt Monster und findet neue Fähigkeiten um an weitere Orte gelangen zu können. Dabei besitzt Lilly gar keine Kraft um zu Kämpfen, jedoch stehen ihr Geister zur Seite, deren Kampfkraft sie nutzen kann. Neben ihrem Ritter, der für sie den Standard Bodyguard mimt und mit einem Schwert kämpft, findet sie auf der Reise weitere Begleiter. Nachdem ihr sie in einem Bosskampf besiegt habt, bekommt ihr auch deren Fähigkeiten. Diese könnt ihr Ausrüsten und ebenfalls auf die Gegner abfeuern. Diese Kosten aber Subwaffen Punkte und haben zudem einen Cooldown. Von den meisten normalen Gegnern gibt es zudem auch eine Bossvariante, die euch die Fähigkeit der Monsterart gibt. Dies erinnert sehr an Castlevania oder Bloodstained, wo ihr im letzteren z.B. Scherben sammelt um die Fähigkeiten der Dämonen Beschwören zu können. Das Kampfsystem selber ist eigentlich recht einfach, was aber nicht für den generellen Schwierigkeitsgrad spricht. Bereits am Anfang musste ich schon konzentriert um mein Leben kämpfen. Wie in einem Souls Game, kann auch der schwächste Gegner, Fehler schwer bestrafen und für euer Ende sorgen. Hat es euch in einem Kampf heftiger erwischt, könnt ihr aber noch einen eurer Betpunkte einsetzen um einen Teil der Lebenskraft zurück zu generieren. Auch hier erinnert ENDER LILIES wieder an Hollow Knight

Die wohl wichtigste Waffe im Kampf ist jedoch der Ausweichsprung. Gut getimt kann Lilly damit jedem Angriff entkommen. Falsch genutzt kann der Sprung aber auch schnell ihr Ende bedeuten und euch zurück zum letzten Savepunkt bringen. Frustrierend ist das eher selten, da ihr alle gewonnene Erfahrungen wie Items behält. Nur die Monster, die ihr auf dem Weg bereits zur Strecke gebracht habt, kehren so wieder zurück. Das tun sie, und hier ist die nächste Parallele zu den Souls Games, sowieso, wenn ihr euch bei einer Bank ausruht. Und dies müsst ihr tun, wenn eure Subwaffen und Betpunkte ausgehen. Auch wie in Hollow Knight, könnt ihr an Bänken und weiteren gemütlichen Sitzgelegenheiten ein Päuschen einlegen. Von Dort könnt ihr Schnellreisen, neue Subwaffen anlegen, Speichern und auch all eure Vorräte gratis auffrischen. 

Zu Beginn scheint ENDER LILIES recht gradlinig für ein Metroidvania zu sein, dies ändert sich aber nach der ersten Stunde und die Karte teilt sich in sehr viele Wege auf. Leider finde ich die Karte bisher sehr unübersichtlich. Das stört zwar die meiste Zeit nicht sehr, fällt aber dennoch auf. Auch einige Spielfehler stören das Spielgefühl. Zwar habe ich noch keine Game Breaking Bug gehabt, aber unsichtbare Gegner Projektile haben dann doch schon mal für einen unfairen tot gesorgt. Leider gibt es auch recht viele Textfehler, in der von mir gespielten englischen Version. Diese wurde zwischenzeitlich zwar gepatcht, was es deutlich besser gemacht hat, perfekt ist die Übersetzung aber bei weitem noch nicht. Die deutsche Lokalisierung soll laut Hersteller sogar noch schlimmer sein. Zum Early Access Start wird sich daran aber noch etwas ändern. 

Aber dieser kleinen Ärgerlichkeiten destotrotz, gefällt mir ENDER LILIES bereits in dieser Version sehr. Einen Narren habe ich an der Präsentation gefressen. Dieser düstere melancholische Bloodborne Anime- Art-Style ist für mich noch frisch und unverbraucht. Besonders im Zusammenhang mit der Musik von Mili, die bereits zB für Ghost in the Shell verantwortlich waren, entsteht eine fesselnde und dichte Atmosphäre. Das Kampfsystem ist zudem, zwar nichts besonderes, aber auch kompetent. Ich wünschte nur, dass das Spiel noch eine Sprachausgabe bekommt, denn die Texte für die Stummen Dialoge wirken so etwas verloren. Ich werde definitiv noch weiter ENDER LILIES im early access erkunden und kann dies jedem Fan des Stils und von Metroidvanias empfehlen.

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