Arthouse

Kritik: The Favourite

Die Menschen müssen sich fühlen, als ob sie Kaninchen wären. Oder Fische. Nicht umsonst betrachtet sie Giorgos Lanthimos aus Fischaugenobjektiven. Der Raum wird gestaucht, die Wände wölben sich – und die Menschen sind eingeschlossen. Erst […]

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Kritik: Shoplifters

Mutterschaft sei das größte und komplexeste Thema, über das die amerikanische Journalistin, Autorin und Mutter Hillary Frank je berichtet habe. Frank wollte, zum Beispiel, untersuchen, warum so viele Mütter nach der Geburt mit Schmerzen im […]

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Kritik: Roma

An der Einfahrt, einer viel zu schmalen Einfahrt, entlädt sich das Gepäck, das eine Familie zu unruhigen Zeiten trägt. Der Ford Galaxie, ein viel zu breites Auto, hat Mühe, diese Einfahrt ohne eine Schramme zu […]

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Kritik: Suspiria (2018)

Was ist von dem (kühnen) Versuch zu halten, ein Remake des stilbildenden Dario-Argento-Hauptwerks „Suspiria“ (1977) umzusetzen? Nichts. Geldverbrennung, Ideenlosigkeit, Größenwahn. Aber von einem Versuch des italienischen Filmemachers Luca Guadagnino? Als die Wahl auf diesen ungewohnten […]

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Kurz notiert: Aufbruch zum Mond, Leto

AUFBRUCH ZUM MOND („First Man“, USA 2018/Regie: Damien Chazelle) Das existenzialistische Verlorensein, die DNA der Science-Fiction-Philosophie schlechthin, begeistert Damien Chazelle beileibe nicht. „Aufbruch zum Mond“ ist ein Biopic technizistischer Entmachtung – die Astronauten um Neil Armstrong (betonverhärtet: […]

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Kritik: Girl

Bilder bedeuten die Welt, und welches Bild wäre eindringlicher, als ein Bild, das die existenzielle Unverständlichkeit des Daseins verdichtet? In „Girl“ schaut Lara (Victor Polster) in den Spiegel, ihre Konturen sind verschwommen und überlagern einander […]

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Kritik: Nanouk

Als die „letzte Familie auf der Erde“ umschreibt sie Regisseur Milko Lazarov romantisch – eine Familie, die er in „Nanouk“ verrahmt. Die Familie besteht aus drei Familienmitgliedern, zusammengeschrumpft auf zwei. Da ist die Mutter Sedna […]

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Kritik: Die Jungfrauenquelle

Wer sich an Wes Cravens Erstlingswerk „Das letzte Haus links“ (1972) erinnert, erinnert sich an eine latent märchenhafte Vorstadtidylle, die in Ingmar Bergmans „Die Jungfrauenquelle“, zwölf Jahre früher, ein theologisch erstarrtes Zwangssystem verkörpert. Craven nahm […]