Arthouse

Kurz notiert: Aufbruch zum Mond, Leto

AUFBRUCH ZUM MOND („First Man“, USA 2018/Regie: Damien Chazelle) Das existenzialistische Verlorensein, die DNA der Science-Fiction-Philosophie schlechthin, begeistert Damien Chazelle beileibe nicht. „Aufbruch zum Mond“ ist ein Biopic technizistischer Entmachtung – die Astronauten um Neil Armstrong (betonverhärtet: […]

Arthouse

Kritik: Girl

Bilder bedeuten die Welt, und welches Bild wäre eindringlicher, als ein Bild, das die existenzielle Unverständlichkeit des Daseins verdichtet? In „Girl“ schaut Lara (Victor Polster) in den Spiegel, ihre Konturen sind verschwommen und überlagern einander […]

Arthouse

Kritik: Nanouk

Als die „letzte Familie auf der Erde“ umschreibt sie Regisseur Milko Lazarov romantisch – eine Familie, die er in „Nanouk“ verrahmt. Die Familie besteht aus drei Familienmitgliedern, zusammengeschrumpft auf zwei. Da ist die Mutter Sedna […]

Arthouse

Kritik: Die Jungfrauenquelle

Wer sich an Wes Cravens Erstlingswerk „Das letzte Haus links“ (1972) erinnert, erinnert sich an eine latent märchenhafte Vorstadtidylle, die in Ingmar Bergmans „Die Jungfrauenquelle“, zwölf Jahre früher, ein theologisch erstarrtes Zwangssystem verkörpert. Craven nahm […]

Arthouse

Kritik: Transit

Wenn Geschichte in die Gegenwart hineinwirkt, dann erinnert sie uns fatalistisch an die Erschütterungen einer grauen Vorzeit – Narben, die nimmer verheilen, verheilen wollen. Christian Petzold verschiebt das Vergangene nicht in das Historische, entmündigt es […]

Arthouse

Kritik: Alles Geld der Welt

„Alles Geld der Welt“ sollte einen neuen Titel bekommen, nämlich „Viel Lärm um Nichts“. Nachdem der Film mit der Spacey-Debatte für großen Wirbel gesorgt hat, waren die Erwartungen an den Oscar-Kandidaten höher den je. Auch […]

Arthouse

Kritik: Der seidene Faden

Spannt man einen Faden, einen seidenen Faden, zu stark, kann er reißen. Nichtsdestotrotz: Was ist überhaupt ein seidener Faden? Sagen wir, ein seidener Faden ist mondän, ergreifend ideal. Er ist ein Hauch von Nichts, gefroren […]

Arthouse

Kritik: Die dunkelste Stunde

Alle Jahre wieder gibt es zur Award Season den einen Film, der ein Biopic über eine Figur aus längst vergangener Zeit ist, die die Geschichte geprägt hat, entweder international, die amerikanische oder die europäische Geschichte. […]

Arthouse

Kritik: The Killing of a Sacred Deer

Was ist hier eigentlich „sacred“ – heilig? Colin Farrells Hände. Es sind typische Medizinerhände, wie ihnen Alicia Silverstone mehrfach voller ehrfürchtig lethargischer Hypnose schmeichelt. Sie meint die Hände jenes Chirurgen, den Farrell spielt: Steven Murphy […]